Monopoly-Experiment zur Privilegien-Blindheit
Paul Piff
Das Experiment untersucht, wie strukturelle Vorteile die Wahrnehmung von Erfolg beeinflussen. Durch ein gezinktes Monopoly-Spiel mit ungleichen Startbedingungen zeigte sich, dass privilegierte Spieler ihren Erfolg eigenen Strategien zuschrieben, statt systemische Vorteile zu erkennen – ein zentraler Mechanismus der Privileg-Blindheit.
Erwähnungen (1)
„Es gibt zum Beispiel so ein richtig geiles Experiment vom Soziologen Paul Piff. Der hat immer zwei Menschen gegeneinander Monopoly spielen lassen. Und der hat das Spiel aber gezinkt. Der eine hat doppelt so viele und ist offen gezinkt. Also der eine hat doppelt so viel Geld bekommen, zwei Würfel und jedes Mal, wenn er über losgezogen ist, hat er auch doppelt so viel kassiert.“
Linartas beschreibt begeistert Paul Piffs bekanntes Monopoly-Experiment: Teilnehmer mit offensichtlich besseren Startbedingungen gewannen immer – schrieben ihren Erfolg aber eigenen Strategien zu, statt die strukturellen Vorteile zu erkennen. Sie nutzt die Studie als Analogie dafür, warum Menschen in privilegierten Positionen dazu neigen, ihren Erfolg zu individualisieren und systemische Faktoren auszublenden.
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