Die Bibel

Die Bibel als Klassiker der Weltliteratur und religiöses Fundament – ein Werk, das in westlichen Kulturen ständig zitiert wird, vielen Menschen aber weitgehend unbekannt bleibt. Jan Böhmermann nennt sie als eine seiner größten Wissenslücken und beschreibt das Unbehagen, nicht mitreden zu können, wenn andere Bibelreferenzen einbauen. Eine Anleitung zum Nachschlagen für alle, die ihre Kulturkompetenz erweitern möchten.

Die Bibel

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Erwähnungen (39)

Alles gesagt?
🗣 Rezo erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:29:19
„Print beinhaltet die Bibel, Print beinhaltet Herr der Ringe und Harry Potter, Print beinhaltet den Metal Hammer, Print beinhaltet die Bravo, Print beinhaltet euch.“

Als erstes Beispiel in seiner Aufzählung nennt Rezo die Bibel, um die Absurdität des Vorwurfs zu unterstreichen, er habe Printmedien generell schlecht gemacht. Die Bibel dient als extremstes Beispiel dafür, wie vielfältig das Medium Print ist.

ZEIT Verbrechen
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:03:51
„Dann habe ich mir gedacht, da nehme ich meine Schwester, die weiß noch viel mehr als ich, die ist Theologie-Professorin, setzen wir uns mal hin und erzählen die Bibel von der Erschaffung der Welt bis zu ihrem Untergang. Die steht ja auch in der Bibel schon drin, wie die Welt untergeht.“

Sabine Rückert erzählt, dass sie einen neuen Podcast mit ihrer Schwester plant, in dem sie die Bibel nacherzählen wollen. Sie beschreibt die Bibel als ein Buch, mit dem sie aufgewachsen sind, und das von der Erschaffung der Welt bis zu ihrem Untergang reicht. Der Anstoß kam durch einen Auftritt bei Böhmermann, bei dem sie feststellte, dass biblisches Wissen fehlt.

ZEIT Verbrechen
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:12:42
„Und die sind extrem aggressiv, extrem aggressiv und es handelt sich um ein riesiges Wirtschaftsimperium. Also die nehmen auch die Bibel wörtlich. Die glauben wirklich, dass Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen hat.“

Sabine Rückert erklärt den Hintergrund evangelikaler Missionare in Amerika und beschreibt deren wörtliches Bibelverständnis. Die Bibel wird hier als zentrale Referenz für den Missionsauftrag und die Weltanschauung der evangelikalen Bewegung genannt, der auch John Chau angehörte.

Alles gesagt?
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 02:44:26
„Der Jochen hat ja vorhin zwei Bücher auf dem Tisch liegen gehabt. Das eine ist ja eins von dir gewesen und das andere ist ja die Beine. Meine Bibel, nicht irgendeine Bibel, sondern meine Bibel.“

Jochen Wegner hat seine persönliche Bibel zum Gespräch mitgebracht. Christoph Amend fragt Rückert nach ihrer ersten Begegnung mit der Bibel, woraufhin sie erzählt, dass sie die Bibel schon als Kleinkind gehört habe – noch bevor sie lesen konnte. Das verweist auf ihre Pfarrerstochter-Prägung.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:32:43
„Weil dann sofort klar geworden wäre, fast alles, was in sogenannten heiligen Schriften und auch in der Bibel steht und so weiter, ist eigentlich Fake News.“

Im Gespräch über die Möglichkeit, Lügen in der heutigen Zeit aufzudecken, argumentiert Lanz, dass die jahrhundertelange Herrschaft der Kirche nicht möglich gewesen wäre, wenn es im Mittelalter ein Internet gegeben hätte. Die Bibel wird als Beispiel für eine Quelle genannt, deren Inhalte heute leichter hinterfragt werden könnten.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:15:52
„Diese Idee, diese Begrifflichkeit, die mühseligen und beladenen, das taucht ja so auf als feststehender Begriff in der Bibel. Und wenn du dich erinnerst an die Begegnung mit Prostituierten und so weiter. Also tatsächlich die, die am Rande der Gesellschaft standen, die kommen da drin vor.“

Lanz greift Prechts These auf, dass das Christentum den Arbeitenden erstmals ein Selbstwertgefühl gab, und verweist auf die Bibel als Quelle für die Zuwendung zu den gesellschaftlich Marginalisierten. Er nennt den Ausdruck 'die Mühseligen und Beladenen' als biblischen Beleg für diese Haltung.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:19:34
„Und das alles sich dafür zu interessieren, habe ich immer als unglaublich spannend empfunden. Also zu gucken, wie Religion gearbeitet ist, wie sie gemacht ist, warum sie so ist, wie sie ist. Und das befindet sich natürlich, wo wir das heute alles wissen, in einem riesigen Widerspruch dazu, die Bibel eben wörtlich zu nehmen.“

Die Bibel wird als zentrales Referenzwerk im Gespräch über Religion und Spiritualität herangezogen. Precht analysiert ausführlich die zwei Schöpfungsgeschichten der Genesis, ihre unterschiedlichen Ursprünge (babylonisch und kanaanitisch) und argumentiert, dass man die Bibel ernst, aber nicht wörtlich nehmen sollte.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:31:29
„All die Berufe, von denen die Bibel nur so wimmelt. Da kommen ja nur kleine Leute vor. Da kommen ja alles arbeitende Leute vor. Da wird ja sogar der Zöllner, dieser verhasste Beruf des Zöllners, der wird auch damit einbezogen.“

Precht verweist auf die Bibel als Beleg dafür, dass das Christentum eine Religion der arbeitenden, einfachen Menschen war. Er hebt hervor, dass in den biblischen Erzählungen durchweg kleine Leute vorkommen – Bauern, Fischer, Handwerker, sogar verachtete Zöllner. Das stützt seine These, dass das Christentum dem Arbeiten erstmals eine positive, würdevolle Bedeutung gab und damit den Grundstein für das abendländische Arbeitsethos legte.

Alles gesagt?
🗣 Thomas Zurbuchen referenziert bei ⏱ 00:12:21
„er hat wirklich ein sehr fast literales Verständnis der Bibel. Er hat das Gefühl, jedes Wort spielt eine Rolle und muss unser Leben beeinflussen.“

Thomas beschreibt das streng bibelgläubige Elternhaus und die zentrale Rolle der Bibel in seiner Kindheit; später diskutiert er die Bibel im Kontrast zu wissenschaftlichen Büchern

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:11:50
„Zumal die Bibel sich ja da selber nicht so ganz einig ist. Weil beim ersten Mal werden die, am Anfang der Priesterschrift wird der Mensch geschaffen. Da wird gar nicht gesagt, wie und wo. Und da sind auf einmal Mann und Frau da. Und dann wird nachher noch eine Geschichte nachgereicht mit diesem Schnitzwerk.“

Precht analysiert die Widersprüche in den biblischen Schöpfungsgeschichten, konkret zwischen der Priesterschrift und der zweiten Erzählung mit der Erschaffung Evas aus der Rippe Adams. Er ordnet diese als zwei verschiedene Überlieferungen ein, die 250 Jahre auseinanderliegen.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:53:55
„Nimm und lies heißt dieser berühmte Kommando und was er nehmen soll ist das Buch und das Buch ist natürlich die Bibel und dann hat er seine Konversion, also dass vom Buch, von einem Leseakt die Wandlung der Welt ausgeht, auch das ist so eine der klassischen Positionen.“

Im Kontext von Augustinus' Konversion benennt Mangold die Bibel als das Buch, dessen Lektüre die berühmteste Lebenswende der Geistesgeschichte auslöste – er betont, dass die Idee, ein einziger Leseakt könne die ganze Welt verändern, eine der klassischen kulturgeschichtlichen Positionen sei.

ZEIT Verbrechen
🗣 Anne Kunze referenziert bei ⏱ 00:48:44
„Also offenbar wird da wörtlich ausgelegt, Sabine, was du schon gesagt hast, was in der Bibel steht. Also zum Beispiel, das Weib schweige in der Gemeinde oder der Mann soll nicht beim Manne liegen.“

Im Kontext der freikirchlichen Gemeinde, der Günther Langer angehörte, wird die Bibel als zentrales Dokument beschrieben, das in diesen evangelikalen Gemeinden wörtlich ausgelegt wird. Anne Kunze erläutert, wie konkrete Bibelstellen zur Unterdrückung von Homosexualität und zur Geschlechtertrennung herangezogen werden, was für das Verständnis von Langers Doppelleben zentral ist.

ZEIT Verbrechen
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:19:33
„Tief in der Bibel, in der Geschichte und im Mythos. Also der Historiker Yuval Noah Harari hat ja auch gesagt, wir in Israel lesen zu viel in alten Schriften und wenn man hier deine Texte liest, lieber Erich, dann kann man ihm nur zustimmen.“

Sabine Rückert analysiert ausführlich die biblischen Bezüge der handelnden Personen — Yitzhak (Isaak), Yigal (Held König Davids und Kundschafter des Mose), Haggai (einer der kleinen Propheten). Sie zeigt, wie tief der israelisch-palästinensische Konflikt in biblischen Narrativen verwurzelt ist und wie die Bibel als Legitimationsgrundlage für territoriale Ansprüche dient.

ZEIT Verbrechen
🗣 Anne Kunze referenziert bei ⏱ 00:02:17
„Es ist ja auch kein Zufall, dass die ganze Kunst und die Literatur immer wieder mit großen Kriminalfällen zu tun hat. Ob das jetzt Shakespeare ist oder Dostoevsky oder die Bibel. Also die Mutter aller Literatur. Es wird übrigens jetzt in Utah verboten, die Bibel in Schulen zu lesen, weil da so viele Verbrechen drin sind.“

Anne Kunze argumentiert, dass Verbrechen seit jeher der Stoff großer Literatur ist, und nennt die Bibel als ältestes Beispiel – die 'Mutter aller Literatur'. Sie fügt die aktuelle Pointe hinzu, dass Utah die Bibel an Schulen wegen ihrer Gewalt- und Pornografie-Darstellungen verbieten will.

ZEIT Verbrechen
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:06:56
„Also der Name Jehova kommt aus der Bibel, aus dem Alten Testament. Da erscheint ja Mose, der brennende Dornbusch. Und eine Stimme spricht zu ihm und er fragt, wer bist du?“

Sabine Rückert erklärt den Ursprung des Namens Jehova anhand der Bibel, konkret der Szene aus dem Alten Testament, in der Mose am brennenden Dornbusch Gott begegnet. Sie nutzt die Bibelstelle, um den theologischen Hintergrund der Zeugen Jehovas zu erläutern, und erwähnt nebenbei, dass sie sich in der Bibel gut auskenne.

Alles gesagt?
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:43:07
„Ich tue mich schwer damit, sozusagen die Bibel so ernst zu nehmen, wie ich das müsste, um wirklich Katholik zu sein. Ich fühle mich wahnsinnig wohl in der Gesellschaft von Katholiken und Innen.“

Am Ende des Abschnitts reflektiert Jochen Wegner über sein persönliches Verhältnis zum Glauben. Er beschreibt seine katholische Grundausbildung und erklärt, dass er die ethischen Ableitungen der christlichen Lehre teile, sich aber schwertue, die Bibel so wörtlich zu nehmen, wie es für einen gläubigen Katholiken nötig wäre.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:39:18
„Aber es stehen im Koran ganz, ganz viele Sätze, die der Bibel sehr, sehr ähnlich sind. Über gedeihliches menschliches Zusammenleben, über Gastfreundschaft, über Demut und, und, und, und.“

Precht erwähnt die Bibel als Vergleichsreferenz zum Koran, um die inhaltliche Nähe beider heiligen Schriften zu betonen. Sein Argument: Wer im Namen des Islam Verbrechen begeht, handelt ebenso gegen seine religiösen Grundlagen wie ein Christ, der gegen biblische Gebote verstößt.

Was liest du gerade?
🗣 Alexander Cammann erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:45:39
„Es ist tatsächlich ein sehr schmales Buch im Unterschied zur Bibel. Aber tatsächlich wahrscheinlich neben der Bibel das allererfolgreichste und wirkmächtigste Buch der Weltgeschichte, würde ich sagen, überhaupt.“

Die Bibel wird als Vergleichsgröße herangezogen, um die historische Wirkmächtigkeit des Kommunistischen Manifests einzuordnen – es sei neben der Bibel das erfolgreichste Buch der Weltgeschichte.

ZEIT Verbrechen
🗣 Anne Kunze referenziert bei ⏱ 00:19:38
„Und Sabine Rückert widmet sich in einem großen Text einem blutigen Buch voller Schwerverbrecher, nämlich der Bibel.“

Am Ende der Episode empfiehlt Anne Kunze die Dezember-Ausgabe des Magazins Zeit Verbrechen. Darin hat Sabine Rückert einen großen Text geschrieben, in dem sie die Bibel als Sammlung von Schwerverbrecher-Geschichten liest – ein bewusst provokanter Blickwinkel auf das bekannteste Buch der Welt.

Alles gesagt?
🗣 Antje Boetius erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:18:40
„Da geht es ja darum, diese Bilder, die ja uralt sind, die gibt es ja schon immer, siehe Bibel, die Vorstellung von einer Vergangenheit und einer Zukunft des Menschen, die vom Untergang gezeichnet ist. Das ist in allen Weltreligionen vorhanden, solche Bilder.“

Im Gespräch über Apokalypse-Forschung und -Konferenzen verweist Boetius auf die Bibel als Urquelle apokalyptischer Bilder. Sie ordnet die heutigen Untergangsszenarien in eine jahrtausendealte Tradition ein, die in allen Weltreligionen präsent ist.

Was liest du gerade?
🗣 Adam Soboczynski referenziert bei ⏱ 00:21:19
„Es gibt an einer zentralen Stelle übrigens auch einen Verweis auf die Bibel. Das ist ganz interessant. Es spielt auch mit christologischen Motiven da drin, nicht?“

Adam Soboczynski weist darauf hin, dass Murakamis Roman an zentraler Stelle auf die Bibel verweist und mit christologischen Motiven spielt. Die Parallelwelt hat Züge einer Vorhölle oder eines Zwischenreichs zwischen Paradies und Hölle.

Fest & Flauschig
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:34:27
„TikTok beziehungsweise die Bibel. Also beides sind zwei Universen, von denen ich manchmal so tue, als hätte ich ein bisschen Ahnung oder als wäre ich da mal irgendwie investiert gewesen. Aber es sind für mich komplett fremde Universen, wo man mir alles erzählen kann und ich nick immer nur.“

Jan Böhmermann nennt die Bibel als eine seiner großen Wissenslücken auf Platz 3. Er gibt zu, dass er bei Bibelreferenzen in Gesprächen mit belesenen Leuten immer so tut, als wüsste er Bescheid, obwohl er keine Ahnung hat. Auch Olli Schulz schließt sich an und gesteht, dass er sich für keine Religion je genug interessiert hat.

ZEIT Verbrechen
🗣 Yves Georg erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:00:42
„Ich glaube, Bedürfnis nach Strafe ist ja schon immer da gewesen. Wir kennen das aus der Bibel, Auge um Auge, Zahn um Zahn.“

Andreas Sentker skizziert die Geschichte des menschlichen Strafbedürfnisses und nennt die Bibel als früheste Quelle des Vergeltungsprinzips. Die Erwähnung dient als historischer Ausgangspunkt für die Diskussion, wie Gesellschaften über Strafen entscheiden.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:55:48
„Und Jesus ist der als Kreuzgenagelte, also der Ohnmächtige, der dann sagen kann, warum hast du mich verlassen, Vater, am Kreuzgenagelte. Und er wird ja verspottet.“

Ijoma Mangold analysiert ausführlich die paulinische Wende des Christentums als Antimacht-Ideologie und argumentiert, dass Dune genau diese christliche Dimension fehle. Er zitiert dabei biblische Szenen der Kreuzigung und die Paulusbriefe.

Alles gesagt?
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 03:48:02
„Die Geschichten, die die Bibel erzählt, sind das echte Bibelseminar. Ereignisse? Oder sind die so wie die Ilias, die bestimmt inspiriert ist von einer Realität, aber vielleicht auch Ausschmückung, Interpretationen enthält? Wie sehen Sie das?“

Die Bibel steht im Zentrum einer ausführlichen Gesprächspassage zwischen Wegner und Kretschmann. Es geht um die Frage, ob biblische Geschichten historische Ereignisse beschreiben oder – wie die Ilias – analoge, gleichnishafte Erzählungen sind, deren Sinn wichtiger ist als ihre Faktizität.

Was liest du gerade?
🗣 Thea Dorn referenziert bei ⏱ 00:06:57
„Die Bibel ist auch bei mir sehr durchgearbeitet. Also Bibel und Aristoteles, das sind so zwei Bücher, die tatsächlich sehr speckig aussehen.“

Thea Dorn nennt die Bibel neben der Nikomachischen Ethik als eines ihrer am meisten gelesenen Bücher

Was liest du gerade?
🗣 Alexander Cammann referenziert bei ⏱ 00:06:17
„Gilt die Bibel als Sachbuch? Wahrscheinlich nicht.“

Nora Bossong nennt die Bibel als Buch, das sie auf eine einsame Insel mitnehmen würde, und berichtet, sie habe sie dieses Jahr komplett gelesen

ZEIT Verbrechen
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:51:16
„Man muss sich das so vorstellen, dass es da nicht sehr viel Lektüre gab. Man konnte die Bibel lesen oder man konnte eben das Buch lesen, in dem detailliert beschrieben wurde, woran man einen von einer Hexe Befallenen erkennt.“

Sabine Rückert erwähnt die Bibel als eines von nur zwei verfügbaren Büchern im puritanischen Salem. Sie dient als Kontrast zu Cotton Mathers Hexenbuch — die Bewohner hatten kaum andere Lektüre, was die enorme Wirkung des Hexenbuches auf die Bevölkerung erklärt.

Fest & Flauschig
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:59:56
„Die Bibel holt mich nicht ab. Die Bibel ist für mich ein schwaches Buch. Ganz ehrlich. Podcast-Titel.“

Im Kontext der Erwähnung des Bibel-Podcasts von Sabine und Johanna Rückert sagt Olli Schulz, dass ihn die Bibel als Text nicht anspricht. Jan Böhmermann greift den Satz begeistert als möglichen Podcast-Titel auf.

Alles gesagt?
🗣 Robert Habeck referenziert bei ⏱ 01:24:50
„Bis hin zur Kompensation der Bibel, der kanonischen Schriften. Also wie wird Information über Jesu Leben dann designt, damit daraus dann eine Kirche werden kann.“

Robert Habeck referiert Hararis Buch 'Nexus' und dessen Analyse, wie Informationssysteme Gesellschaften formen. Die Bibel wird als historisches Beispiel für die Gestaltung von Information genannt – von mündlichen Mythen über die kanonischen Schriften bis zum Buchdruck.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:44:58
„Und das krasse Gegenteil ist eben diese Botschaft, die letzten Endes in der Bibel steht. Und das ist ja auch das, was Franziskus, finde ich, bei aller Widersprüchlichkeit, die das auch hat.“

Lanz kontrastiert den Ultrakapitalismus à la Trump mit der christlichen Soziallehre und verweist auf die Bibel als Quelle der Botschaft von Nächstenliebe und Gemeinschaft, für die Papst Franziskus eingetreten sei.

Alles gesagt?
🗣 Christiane Nüsslein-Volhard referenziert bei ⏱ 03:04:02
„Ich kannte ja halbe Bibel auswendig. Ja, na klar. Ich kannte auch ganz viele Gesangbuchverse von vorne bis hinten. Das war unsere, wir hatten Konfirmationsunterricht, da war ich sehr fromm, bin dann auch in die Kirche gegangen.“

Im Gespräch über Religion und Glauben erzählt Nüsslein-Volhard, dass sie als junge Frau sehr fromm war und die halbe Bibel auswendig kannte. Heute steht sie dem Glauben als Naturwissenschaftlerin skeptisch gegenüber und hält Schöpfungsglauben für unvereinbar mit der Evolutionsbiologie.

ZEIT Verbrechen
🗣 Christina Schmidt erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:49:16
„er kam zum Beispiel auch immer mit einer Bibel in den Gerichtssaal“

Die Bibel wird als Requisit beschrieben, mit der der Täter Patrick Weber vor Gericht sein Bild als reuiger Christ untermauern wollte

Hotel Matze
🗣 Markus Gabriel referenziert bei ⏱ 02:17:58
„Klar, nicht in den monotheistischen Religionen, in dem Fall natürlich insbesondere im Christentum, aber nicht nur, geht es ja um das Buch. Die Bibel heißt ja nur das Buch. Und das Buch.“

Im Gespräch über den besonderen Status von Büchern als Artefakte – im Unterschied zu bloßen Gebrauchsgegenständen – verweist Gabriel auf die Bibel als Urbild des heiligen Buches. Er argumentiert, dass KI-Systeme ihrer Seinsweise nach eher einem Buch ähneln als einem Schraubenzieher, weil in ihnen die Geschichte der Menschheit als Archiv enthalten sei.

Hotel Matze
🗣 Winfried Kretschmann zitiert daraus bei ⏱ 00:32:14
„Das hat Jesus selber gesagt, was das Hauptgebot für die Christen ist, liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst. Liebe sogar deine Feinde. Das ist der Kern des Christentums.“

Kretschmann beschreibt sein Gottesbild nach seinem Wiedereintritt in die katholische Kirche. Er zitiert mehrfach aus der Schrift – das Doppelgebot der Liebe, das Feindesliebegebot und die Stelle über den Mühlstein – um zu erklären, was für ihn den Kern des Christentums ausmacht und warum er trotz der Internats-Erfahrungen gläubig geblieben ist.

ZEIT Verbrechen
🗣 Kerstin Kohlenberg erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:55:21
„Und hat dann nur gesagt, wir sind doch alles Amerikaner. Wir lesen doch alle die Bibel und die Verfassung. Und hat es geschafft, diese Trump-Anhänger anzunehmen, für sich zu gewinnen.“

Anne Kunze erzählt, wie Hawk Newsome bei einer Veranstaltung von Trump-Anhängern sprach und versuchte, eine gemeinsame Basis zu finden. Er verwies auf die Bibel und die Verfassung als verbindende Texte aller Amerikaner, statt die Anwesenden als Faschisten zu beschimpfen. Die Bibel wird hier als rhetorisches Symbol für gemeinsame amerikanische Werte erwähnt.

Alles gesagt?
🗣 Nicole Büttner-Thiel referenziert bei ⏱ 03:49:35
„Meine Mutter ist ja bibelfest tatsächlich. Also die auch das Buch sehr genau und auch sehr oft gelesen hat. Aber ich würde gar nicht sagen und ich weiß jetzt auch nicht, ob sie es so wörtlich auslegt, aber zumindest ihre Erziehung hat ihr das mitgegeben.“

Im Gesprächsabschnitt über Glauben und Religion spricht Nicole Büttner-Thiel über ihre Mutter, die die Bibel sehr genau und oft gelesen hat. Die Frage ist, wie buchstabengetreu man religiöse Texte im 21. Jahrhundert auslegen sollte – Nicole selbst würde die Bibel nicht wörtlich nehmen.

Hotel Matze
🗣 Ferdinand von Schirach erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:43:42
„Bei uns ist das einfach ein Sprichwort gewesen, aber die ursprüngliche Idee ist ja immer gleich, die gab es auch schon in der Bibel, die gab es schon bei den Ägyptern und so weiter.“

Im Zusammenhang mit der Goldenen Regel ('Was du nicht willst, dass man dir tut...') verweist von Schirach darauf, dass diese Idee in nahezu jeder Kultur vorkommt, unter anderem in der Bibel. Es ist eine beiläufige Erwähnung zur Illustration der universellen Verbreitung dieses Gerechtigkeitsprinzips.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 01:04:42
„Babylon, ich meine, kommt in der Bibel vor. [...] Die wir abstammen von den abrahamitischen Schriftreligionen, für die spielt er alle, für den Islam, wie für das Judentum, für das Christentum, ist ja Babylon eine zentrale Bezugsgröße für frühe Urbanisierung.“

In der Debatte, wem der Codex Hammurabi gehört, argumentiert Ijoma, dass Babylon zentral für die abrahamitischen Schriftreligionen sei und das Auge-um-Auge-Prinzip aus dem Codex auch biblisch wurde. Damit wird der Codex aus seiner Sicht eben doch zu 'unserer' Geschichte — nicht nur Vorgeschichte.

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