Die nivellierte Mittelstandsgesellschaft
Helmut Schelsky
Helmut Schelskys Konzept der nivellierten Mittelstandsgesellschaft beschreibt eine Gesellschaftsform, in der die Mittelschicht die breiteste Bevölkerungsschicht bildet. Der Soziologe prägte diesen Begriff in den 1960er Jahren, um die Chancengleichheit und breite Wohlstandsverteilung der deutschen Nachkriegsgesellschaft zu charakterisieren. Das Modell gilt als zentrale Errungenschaft der Sozialdemokratie und prägt bis heute die Debatte über Klassenstruktur und Wohlfahrtsstaat.
Erwähnungen (1)
„Ich denke, dass wir der Sozialdemokratie die Mittelstandsgesellschaft verdanken. Diese berühmte nivellierte Mittelstandsgesellschaft, wie der Soziologe Schelsky das in den 60er Jahren genannt hat.“
Precht verweist auf Helmut Schelskys soziologisches Konzept der 'nivellierten Mittelstandsgesellschaft' aus den 1960er Jahren, um die zentrale Errungenschaft der SPD zu beschreiben: eine Gesellschaft, in der die Mittelschicht die breiteste Bevölkerungsschicht bildet – im Gegensatz etwa zu England, wo die Labour Party dies nicht erreicht habe.
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