Arrows Theorem
Kenneth Arrow
Kenneth Arrows Unmöglichkeitstheorem zeigt, dass kollektive Entscheidungen durch demokratische Verfahren nur dann zuverlässig sind, wenn sich die Beteiligten nicht austauschen. Sobald Kommunikation stattfindet, sinkt die Qualität der Entscheidungen. Das Theorem wird als Erklärung für Social-Media-Krisen herangezogen, da intensive Kommunikation ohne Filterung zu schlechteren kollektiven Urteilen führt. Arrows Forschung illustriert damit eine grundlegende Spannung zwischen Partizipation und Qualität in modernen Öffentlichkeiten.
Erwähnungen (1)
„Und zwar Arrows Theorem. Kenneth Arrow hat gezeigt, das ist natürlich ein erstmal mehr oder weniger nur mathematisches, volkswirtschaftliches Resultat, dass die positiven Demokratietheoreme, also die sagen nicht Wisdom of the Crowds Theoreme, wenn sehr viele Menschen einfach sehr, sehr viele Entscheidungen treffen mit demokratischen Verfahren, dass die Wahrscheinlichkeit besser ist, dass sie die richtige Entscheidung treffen, als wenn wenige Experten voranschreiten.“
Gabriel nutzt Kenneth Arrows berühmtes Unmöglichkeitstheorem, um seine These zur Krise der Öffentlichkeit zu stützen. Arrow habe gezeigt, dass Wisdom-of-the-Crowds-Effekte nur funktionieren, wenn die Beteiligten sich nicht untereinander austauschen – sobald kommuniziert wird, sinke die Qualität kollektiver Entscheidungen. Gabriel sieht darin eine mögliche Erklärung für das Social-Media-Problem und arbeitet an einem globalen Forschungsprojekt dazu.
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