Episoden

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Unter Pfarrerstöchtern

Elischa kann die bösen Gedanken der Menschen lesen

Sabine Rückert & Johanna Haberer

Die Wundergeschichten des Propheten Elischa gehen weiter: Ein Prophetenschüler verliert beim Bau eines neuen Versammlungshauses am Jordan den geliehenen Axtkopf im Fluss — ein Verlust, der damals so schwer wog wie heute ein verlorener Kran. Elischa bringt das Eisen mit einem Stück Holz zum Schwimmen, doch das eigentliche Thema der Episode ist seine unheimlichste Gabe: Er kann die feindlichen Gedanken der Menschen lesen und durchkreuzt damit die geheimen Kriegspläne des Königs von Aram.

Lanz & Precht

Ausgabe Fuenfundsechzig

Markus Lanz & Richard David Precht

Die Episode dreht sich um die Macht von Social Media — 4,6 Milliarden Nutzer weltweit — und die heikle Verstrickung westlicher Tech-Konzerne mit China. Am Beispiel der chinesischen Proteste zeigen Lanz und Precht, wie Apple die Airdrop-Funktion einschränkte und Twitter mit Erotik-Posts ablenkte, während Tesla und Apple Milliardenumsätze im Land erwirtschaften. Der Bogen führt zu Hollywoods blinden Fleck: Filme, die die eigene Regierung zerlegen, gibt es zuhauf — doch einen kritischen Blick auf die Kommunistische Partei Chinas sucht man vergeblich.

ZEIT Verbrechen

Angriff aus dem Nichts

Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste

Investigativjournalistin Kerstin Kohlenberg berichtet von ihrer dreijährigen Recherche zum mysteriösen Havanna-Syndrom — rätselhaften Attacken, die zunächst US-Diplomaten auf Kuba trafen und sich dann weltweit ausbreiteten. Zuvor gibt es einen Ausblick auf das neue ZEIT-Verbrechen-Magazin zum Thema Lüge, darunter die Geschichte einer Frau, die zwei Jahre lang Krebs vortäuschte und ein ganzes Hospiz hinters Licht führte.

Die sogenannte Gegenwart

Muss Twitter sterben, damit wir leben können

Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Die Übernahme von Twitter durch Elon Musk und der Hype um Mastodon als dezentrale Alternative sind das Thema dieser Folge. Während Lars sich als glühender Mastodon-Fan outet, kontert Ijoma mit einer treffenden Analogie: Wer frisch verliebt ist, will keine warnenden Argumente hören — und genau so verhalte sich Lars mit seinem neuen Lieblingsnetzwerk.

Lanz & Precht

Ausgabe Vierundsechzig

Markus Lanz & Richard David Precht

Von Adventserinnerungen und Ovomaltine schwenkt das Gespräch zum Vorlesen — und warum das eigene Kopfkino jedem Film überlegen ist. Dann wird es politisch: Die Fußball-WM in Katar, Gianni Infantinos bizarre Auftritte und der Ärger darüber, dass die Empörung erst kam, als sie nichts mehr nützte. Die Frage steht im Raum, warum nicht einfach fünf große Fußballnationen gesagt haben: Wir fahren nicht.

Alles gesagt?

Luise Pusch, warum ist Deutsch eine Männersprache

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Luise Pusch, Begründerin der feministischen Linguistik, erklärt, warum Deutsch eine Männersprache ist und wie Sprache Machtverhältnisse zementiert. Sie erzählt von ihrer halbjährigen Obsession mit dem Wort *Gans*, warum lesbisch sein nie illegal war (Frauen waren schlicht zu unwichtig für einen Paragrafen) und warum sie sich mit dem Begriff homosexuell nicht mehr identifiziert. Dazu kommt eine präzise Generalabrechnung mit Mehdorn, Lutz und der Deutschen Bahn, die sie mit einer Stunde Verspätung aus Hannover angeliefert hat.

Unter Pfarrerstöchtern

Die magischen Taten des Elischa

Sabine Rückert & Johanna Haberer

Mit Elischa betritt ein neuer Prophetentyp die biblische Bühne: Statt großer Politik reiht sich Alltagswunder an Alltagswunder. Seine erste Tat — er heilt das schlechte Wasser von Jericho mit einer Schüssel Salz — zeigt einen Propheten, der nah bei den einfachen Leuten ist und sie sogar mithelfen lässt. Johanna Haberer erklärt, warum Elischas Biografie vermutlich aus mehreren Prophetengestalten zusammengeschrieben wurde und die Wundergeschichten erstaunlich praktisches Alltagswissen verraten.

Lanz & Precht

Ausgabe Dreiundsechzig

Markus Lanz & Richard David Precht

Die Folge kreist um das Phänomen medialer Verkürzung: Richard David Precht ärgert sich über eine Agenturmeldung zu seinem Auftritt im Düsseldorfer Ständehaus, die seine differenzierten Aussagen zum Ukraine-Krieg auf eine alte, längst relativierte Position zusammenstutzte — während seine Hinweise auf 200.000 Tote und die Notwendigkeit von Verhandlungen schlicht fehlten. Markus Lanz berichtet von einer ähnlichen Erfahrung nach seinem Gespräch mit der Klima-Aktivistin Carla Rochel von der Letzten Generation, bei dem er ihre apokalyptischen Szenarien hinterfragte und prompt als Klimaleugner abgestempelt wurde.

ZEIT Verbrechen

Das Kind in der Sonne

Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste

Der Prozess am OLG Frankfurt ist außergewöhnlich: Ein Iraker wird in Deutschland wegen Völkermords an einer Jesidin angeklagt — verhandelt von der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Autorin Emilia Smechowski begleitete den Prozess für das Zeitmagazin und schildert, wie eine entsetzlich banale Tat in einem Hinterhof an einem heißen Sonnentag zum Gegenstand eines der schwersten Straftatbestände überhaupt wurde.

Die sogenannte Gegenwart

Wie viel Schmerz gehört zum Leben

Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Ausgangspunkt ist Ijomas schwere Erkältung und seine Überzeugung, dass Schmerz zur Heilung gehört — eine Haltung, die direkt zum eigentlichen Thema überleitet: die verheerende Opioid-Epidemie in den USA. Anhand einer neuen Serie und eines frisch erschienenen Buchs über die Verantwortlichen in der Pharmaindustrie stellen sie die größere Frage, welche gesellschaftlichen Verformungen sich im Drogenmissbrauch einer Gegenwart ausdrücken.