Episoden von Unter Pfarrerstöchtern

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Unter Pfarrerstöchtern

Wie gut ist der Mensch

Sabine Rückert & Johanna Haberer

In dieser Weihnachtsfolge geht es um die Frage, ob der Mensch von Natur aus gut ist. Nach einem Exkurs über die Herrnhuter Brüdergemeinde — deren Sterne einst als Trost für heimwehkranke Missionarskinder gebastelt wurden — und einem bewegenden Brief von Andreas Lebert an den Sternhaufen M13 liest Sabine Rückert eine Reihe wahrer Geschichten über menschliche Selbstlosigkeit vor: von den Männern der Titanic über den Carabiniere Salvo da Quisto bis zu dem Vierjährigen Johann Nepomuk Kühberger, der in Passau einen Spielkameraden namens Adolf Hitler aus dem eisigen Inn zog.

Unter Pfarrerstöchtern

Unter die Räuber gefallen

Sabine Rückert & Johanna Haberer

Diese Folge widmet sich dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter — einem von Sabine Rückerts Lieblingsgleichnissen. Bevor sie in die Geschichte eintauchen, diskutieren die Schwestern, wie konfrontativ und hart Jesu Gleichnisse eigentlich sind und wie wenig das süßliche Bild, das die Nachwelt von ihm gezeichnet hat, zu seinen provokanten Texten passt. Johanna Haberer schlägt dabei den Bogen von den biblischen Parabeln zu literarischen Nachfolgern wie Lessings Fabeln und Max Frischs Andorra.

Unter Pfarrerstöchtern

Keine Gnade für den Millionär

Sabine Rückert & Johanna Haberer

Die Episode widmet sich dem Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus — einer der bittersten Geschichten der Bibel. Der Reiche lebt in Purpur und Überfluss, während Lazarus mit offenen Geschwüren vor seiner Tür liegt und nicht einmal die Tischreste bekommt. Nach dem Tod kehren sich die Verhältnisse radikal um: Lazarus ruht in Abrahams Schoß, der Reiche brennt in der Unterwelt — und zwischen beiden klafft eine unüberwindbare Kluft.

Unter Pfarrerstöchtern

Eine sehr, sehr finstere Hochzeit

Sabine Rückert & Johanna Haberer

In dieser Folge geht es um das Gleichnis von den zehn Jungfrauen aus dem Matthäus-Evangelium — eingebettet in die apokalyptische Endzeitrede Jesu, in der Kriege, Erdbeben und Hungersnöte als Vorboten des Gottesreichs gedeutet werden. Zehn Brautjungfern warten mit ihren Lampen auf den Bräutigam, doch fünf von ihnen haben kein Öl mitgebracht — eine sehr finstere Hochzeitsgesellschaft, die zur Parabel über Wachsamkeit und Vorbereitung auf das Ende wird.

Unter Pfarrerstöchtern

Wer hat, dem wird auch noch gegeben

Sabine Rückert & Johanna Haberer

In dieser Folge geht es um das Gleichnis von den anvertrauten Talenten aus dem Matthäus-Evangelium — die Geschichte eines reichen Mannes, der seinen Knechten Vermögen anvertraut, bevor er verreist. Bevor sie ins Gleichnis selbst einsteigen, erkunden die Schwestern, was Gleichnisse eigentlich sind: Das griechische Wort Parabolä bedeutet "etwas daneben legen", eine Alltagsgeschichte neben die eigentliche Botschaft. Um die zeitlose Kraft dieser Erzählform zu zeigen, liest Johanna Haberer Goethes Zauberlehrling vor — ein Gleichnis, das jeder kennt, aber dessen Weisheit sich je nach Lebensphase immer neu erschließt.

Unter Pfarrerstöchtern

Die Ersten sind plötzlich die Letzten

Sabine Rückert & Johanna Haberer

Diese Folge widmet sich dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg — einer Geschichte, in der die zuletzt Angestellten denselben Lohn erhalten wie die Frühaufsteher. Bevor es ans Eingemachte geht, gibt Johanna Haberer eine kleine Einführung in die Gleichnistheorie: Warum diese zweitausend Jahre alten Erzählminiaturen bis heute funktionieren, sich gegen simple Auslegungen sperren und zum Streit einladen.

Unter Pfarrerstöchtern

Der verlorene Sohn

Sabine Rückert & Johanna Haberer

In dieser Folge starten die Schwestern eine achtteilige Reihe über die Gleichnisse Jesu — jene rätselhaften Geschichten, die seit zweitausend Jahren nicht langweilig werden. Am Beispiel des Propheten Nathan, der König David mit einer Parabel über ein gestohlenes Schaf zur Selbsterkenntnis zwingt, zeigen sie, wie Gleichnisse funktionieren: Man muss sich selbst in der Geschichte verorten — und richtet sich dabei manchmal selbst.

Unter Pfarrerstöchtern

Die Auferstehung des toten Lazarus

Sabine Rückert & Johanna Haberer

Die Episode verknüpft drei Erzählstränge rund um die Geschwister Martha, Maria und Lazarus aus Bethanien: von Marthas Küchenfrust im Lukas-Evangelium über Jesu provokante Hirtenrede bis zur Auferweckung des Lazarus im Johannes-Evangelium. Besonders spannend: Martha, zuvor als fleißiges Hausmütterchen gezeichnet, wird bei Johannes zur eigentlichen Apostelin — sie ist die Erste, die ein vollständiges Bekenntnis zu Jesus als Messias ablegt, noch vor den männlichen Jüngern. Dazwischen liest Sabine eine brillante Passage von Jack Miles vor, die erklärt, warum auf Jesu Terminkalender nur ein einziger Termin steht: seine Hinrichtung.

Unter Pfarrerstöchtern

Der schlagfertige Blinde

Sabine Rückert & Johanna Haberer

Die Heilung eines Blindgeborenen aus dem Johannesevangelium wirft eine provokante Frage auf: Ist Behinderung eine Strafe für Sünde? Die Jünger wollen wissen, wer schuld ist — der Blinde selbst oder seine Eltern. Jesus weist den Zusammenhang von Schuld und Leid zurück, und der Geheilte entpuppt sich als ungewöhnlich schlagfertiger Gesprächspartner, der seinen Kritikern Paroli bietet.

Unter Pfarrerstöchtern

Wer kann übers Wasser gehen

Sabine Rückert & Johanna Haberer

Der See Genezareth steht im Mittelpunkt: 21 Kilometer lang, 212 Meter tief und berüchtigt für plötzliche Sturmwirbel, die entstehen, wenn kalte Luft von den Golanhöhen auf das 32 Grad warme Wasser trifft. Beide erinnern sich an ihren eigenen Besuch am See — und an den Kulturschock, dort Motorboote und quietschgrüne Tretboote statt biblischer Junken vorzufinden.