Unter Pfarrerstöchtern – Keine Gnade für den Millionär
#138

Keine Gnade für den Millionär

Unter Pfarrerstöchtern / 29. November 2024 / 9 Medien

Sabine Rückert, Johanna Haberer, Erzähler

Die Episode widmet sich dem Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus — einer der bittersten Geschichten der Bibel. Der Reiche lebt in Purpur und Überfluss, während Lazarus mit offenen Geschwüren vor seiner Tür liegt und nicht einmal die Tischreste bekommt. Nach dem Tod kehren sich die Verhältnisse radikal um: Lazarus ruht in Abrahams Schoß, der Reiche brennt in der Unterwelt — und zwischen beiden klafft eine unüberwindbare Kluft.

„Die Armen müssen einen Namen bekommen.“
🗣 Johanna Haberer

Erwähnte Medien (9)

Hans im Glück

Hans im Glück

· 2025

Goldstücke – Die Hans im Glück Burger, Bowls und Drinks für Zuhause! Keine Zeit für aufwendiges Kochen? Mit dem Kochbuch "Goldstücke" holst du dir die märchenhafte Welt von Hans im Glück direkt in deine Küche. Das Buch bietet über 100 Originalrezepte der beliebten Fast-Casual-Kette – ideal für Berufstätige, Familien und alle, die gesund und lecker kochen möchten, ohne viel Zeit zu verlieren.

🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:01:26 „Erstens, sehr gute Frage. Zweitens gibt es dafür natürlich wie immer bei unseren Themen mehrere Antworten. Die wichtigste aber, finde ich, ist, dass Lazarus in allen Gleichnissen, wo von Menschen erzählt wird und von typisierten Menschen erzählt wird, der einzige, der einen Namen hat. So wie Hans im Glück.“

Sabine Rückert vergleicht den Namen Lazarus im Gleichnis mit dem Märchen 'Hans im Glück' als Beispiel für einen typisierten Beispielnamen. Johanna Haberer widerspricht dem Vergleich und erklärt, dass der Name eine theologische Bedeutung hat: Die Armen sollen einen Namen bekommen.

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Der Münchner im Himmel

Der Münchner im Himmel

Ludwig Thoma · 2023

In "Der Münchner im Himmel: Satiren und Humoresken" entführt Ludwig Thoma seine Leser in eine skurrile Welt voller feinsinnigem Humor und scharfer Gesellschaftskritik. Der Autor verwebt legendäre bayerische Eigenheiten mit satirischen Elementen, wobei die Erzählweise sowohl geistreiche Beobachtungen als auch pointierte Dialoge nutzt, um das Münchner Leben in seiner Vielfalt zu reflektieren.

🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:09:08 „Ja, na gut, das ist ja die bayerische Vorstellung vom Münchner im Himmel, der auf der Wolke sitzt und wütend Hosianna singt und sich nach seinem Hofbräuhausbier...“

Johanna Haberer greift die humoristische bayerische Erzählung 'Der Münchner im Himmel' auf, um Sabines Beschreibung der Himmelsvorstellung – wo die Guten Hosianna singen müssen – mit einem augenzwinkernden kulturellen Verweis zu kommentieren.

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Das Tagebuch der Menschheit – Was die Bibel über unsere Evolution verrät

Das Tagebuch der Menschheit – Was die Bibel über unsere Evolution verrät

Carel van Schaik, Kai Michel · 2017

Gott wirft Adam und Eva aus dem Paradies, die Arche Noah übersteht die Sintflut, und Jesus von Nazareth erweckt Tote zum Leben – die faszinierenden Geschichten der Bibel sind fester Bestandteil unserer Kultur. Und doch stecken sie voller Rätsel und Widersprüche, die auch jahrhundertelange theologische Kontroversen nicht lösen konnten. Der Evolutionsbiologe Carel van Schaik und der Historiker Kai Michel legen nun erstmals eine verborgene Seite der Bibel frei.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:11:41 „Zu den Bösen gehört noch eine weitere Gesellschaftsgruppe, die Mismatch-Profiteure schlechthin, die Reichen. Die Erfindung des Privateigentums und der daraus resultierende Rückkopplungseffekt, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden, stellen eine Hauptbedrohung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt dar.“

Sabine Rückert liest eine längere Passage vor, die sie 'unseren Anthropologen' zuschreibt – ein wiederkehrender Verweis in der Podcast-Reihe auf das Buch von Carel van Schaik und Kai Michel, das die Bibel aus evolutionsbiologischer Perspektive analysiert. Die Passage behandelt Jesu Haltung gegenüber Reichen als Ausdruck der 'ersten Natur' des Menschen.

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Ein Fest der Extravaganz

Ein Fest der Extravaganz

Der Artikel berichtet über die spektakuläre Hochzeit des Sohnes des indischen Milliardärs Mukesh Ambani in Mumbai. Das Fest zieht zahlreiche prominente Gäste, Wirtschaftsvertreter und Politiker an und verdeutlicht die extreme Disparität zwischen extravaganter Wohlfahrt und der Armut in unmittelbarer Nähe.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:16:30 „Ich habe hier auch einiges mitgebracht heute. Zum Beispiel einen Artikel aus der Neuen Züricher Zeitung. Ein Fest der Extravaganz vom 13. Juli diesen Jahres. Wenn der Sohn des reichsten Mannes Asiens heiratet, reist viel Prominenz nach Mumbai.“

Sabine Rückert liest einen NZZ-Artikel über die extravagante Hochzeit des Sohnes von Mukesh Ambani in Mumbai vor, um die im Gleichnis beschriebene Kluft zwischen Arm und Reich mit einem aktuellen Beispiel zu illustrieren. Der Artikel beschreibt den grotesken Kontrast zwischen der Milliardärs-Hochzeit und dem nur zwei Kilometer entfernten Slum.

Zum Artikel bei NZZ Details
Unverdient

Unverdient

Heribert Prantl

Marlene Engelhorn, eine 31-jährige Wienerin und Erbin von 25 Millionen Euro aus der BASF-Familie, hat den größten Teil dieses Vermögens über einen von ihr organisierten Bürgerrat an 77 Organisationen verteilt. Nach sechswöchigen Beratungen entschieden 50 Bürger aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen über die Verteilung der Gelder. Heribert Prantl argumentiert in seinem Meinungsartikel, dass die Erbschaftssteuer eine zentrale Gerechtigkeitsfunktion hat: Sie soll verhindern, dass sich Gesellschaft in immer reichere und ärmere Schichten spaltet. Engelhorns freiwillige Umverteilung demonstriert, dass Sozialstaat und Demokratie zusammenhängen – wer extrem ungleich verteilte Vermögen zulässt, gefährdet die demokratische Stabilität.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:19:34 „Ich habe noch einen Artikel dabei, und zwar aus der Süddeutschen Zeitung. Von einem Herrn, der heißt Heribert Prantl und war lange Jahre stellvertretender Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung und Hauptkommentator. Und das ist auch ein Kommentar, und zwar vom Juni 24. Da geht es unter der Überschrift Unverdient um eine Millionenerbin, die ihr Geld verschenkt.“

Sabine Rückert liest ausführlich aus einem Kommentar von Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung vor, der die freiwillige Entreichung der Millionenerbin Marlene Engelhorn würdigt und die mangelhafte Erbschaftsbesteuerung in Deutschland und Österreich kritisiert. Der Artikel wird als modernes Pendant zum Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus herangezogen.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung Details
Gleichnis vom Schalksknecht

Gleichnis vom Schalksknecht

· 2012

Das Gleichnis vom Schalksknecht (Lukas 16,1-9) erzählt von einem Verwalter, der von seinem Herrn entlassen wird und daraufhin den Schuldnern die Schulden erlässt, um sich Freunde zu machen. Johanna Haberer nutzt dieses Gleichnis als Gegenbeispiel zur These, dass der Evangelist Lukas generell gegen Reichtum eingestellt sei. Das Gleichnis zeigt vielmehr eine differenzierte Sicht auf Wohlstand und die Möglichkeit, durch Verzicht oder Kulanz zu handeln.

🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:31:57 „Da gibt es ganz andere Gleichnisse, die zum Beispiel von diesem listigen Schuldner, wo ein Chef entlässt seinen Verwalter. Und der Verwalter geht dann zu den Schuldnern seines Herrn und er lässt denen die Schulden. Aber mache dir Freunde, heißt es dann, mit dem ungerechten Mammon.“

Johanna Haberer erzählt das Gleichnis vom Schalksknecht (Lukas 16,1-9) als Gegenbeispiel zur These, Lukas sei generell gegen Reichtum. Das Gleichnis zeigt einen listigen Verwalter, der Schulden erlässt und dafür von seinem Herrn gelobt wird.

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ZEIT Verbrechen (Folge über Jürgen Harksen)

ZEIT Verbrechen (Folge über Jürgen Harksen)

Warum lässt eine Frau ihren Mann erschießen? Wie kommt ein Kommissar an ein Geständnis? Und warum lügen Zeugen manchmal? Was, wenn Polizisten kriminell handeln oder Sachverständige versuchen, ihre Irrtümer zu kaschieren? Und was, wenn Unschuldige in die Mühlen der Strafjustiz geraten – und niemand ihnen glaubt …? ZEIT Verbrechen können Sie auch in diesem Jahr wieder live erleben.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:33:42 „Man kann sich die ganze Geschichte auch im Podcast Verbrechen anhören. Da geht es um den Betrüger Jürgen Harxen.“

Sabine Rückert verweist auf eine Folge ihres eigenen Podcasts ZEIT Verbrechen über den Betrüger Jürgen Harksen, der reiche Hamburger um Millionen betrog

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ZEIT Verbrechen – Episode über Jürgen Harksen

ZEIT Verbrechen – Episode über Jürgen Harksen

Warum lässt eine Frau ihren Mann erschießen? Wie kommt ein Kommissar an ein Geständnis? Und warum lügen Zeugen manchmal? Was, wenn Polizisten kriminell handeln oder Sachverständige versuchen, ihre Irrtümer zu kaschieren? Und was, wenn Unschuldige in die Mühlen der Strafjustiz geraten – und niemand ihnen glaubt …? ZEIT Verbrechen können Sie auch in diesem Jahr wieder live erleben.

🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:34:44 „Man kann sich die ganze Geschichte auch im Podcast Verbrechen anhören. Da geht es um den Betrüger Jürgen Harxen. Ich weiß nicht mehr, wie der Titel heißt, aber es ist ein Betrüger, der die konservativsten und reichsten Hamburger ausgenommen hat.“

Sabine Rückert verweist auf eine konkrete Episode des Podcasts ZEIT Verbrechen, in der der Fall des Betrügers Jürgen Harksen behandelt wird. Harksen nahm reiche Hamburger um rund 70 Millionen aus. Rückert ordnet die Episode als eine der ersten zwanzig des Podcasts ein und empfiehlt sie als Ergänzung zur Bibeltext-Diskussion über Reichtum und Moral.

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Gerichtsreportage über Jürgen Harksen

Gerichtsreportage über Jürgen Harksen

Sabine Rückert

Zwei Jahrzehnte lang prellt Jürgen Harksen Anleger um Millionen. Nach seiner Auslieferung aus Südafrika beginnt 2003 in Hamburg der Prozess. Das Urteil lautet: sechs Jahre und neun Monate Freiheitsstrafe. Am 19. März 2024 stirbt er auf Mallorca.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:38:34 „Das war eine kleine Szene aus dieser Reportage, die ich über Haxen geschrieben habe, also den Eulenspiegel von Norddeutschland.“

Sabine Rückert liest ausführlich aus ihrer eigenen Gerichtsreportage über den Hochstapler Jürgen Harksen vor, in der sie ihn als Untersuchungshäftling im Gefängnis interviewte. Die Reportage passt thematisch zur Diskussion über den biblischen Reichen und den armen Lazarus – Harksen beschreibt darin die Gier und Verarmungsangst der Reichen, die ihm ihr Geld nachwarfen.

Zum Artikel bei Ndr.de Details
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