Die sogenannte Gegenwart – Wer Halloween nicht mag, den holt der Butzemann
#122

Wer Halloween nicht mag, den holt der Butzemann

Die sogenannte Gegenwart / 27. Oktober 2025 / 19 Medien

Nina Pauer, Lars Weisbrod

Lars hat sich jahrelang eine Halloween-Folge gewünscht — Nina hat sie ihm, sichtlich zähneknirschend und mit orangefarbenem Grusel-Hut, endlich gewährt. Die zwei analysieren, warum Halloween sich in Deutschland zum zweitwichtigsten Fest des Jahres gemausert hat, besonders bei Eltern, und was diese Sehnsucht nach neuen alten Ritualen über unsere Gegenwart verrät. Als intellektuellen Anker dient ein Essay mit marxistischer Lesart von Halloween — damit das Ganze, wie Nina betont, 'nicht irgendwie eine völlige Quatschveranstaltung ist'.

„Jahrelang willst du, was du heute kriegst, nämlich eine Halloween-Folge. Ein von dir heiß geliebtes Fest, von mir kalt verhasstes Fest.“
🗣 Nina Pauer

Erwähnte Medien (19)

How the Grinch Stole Christmas

How the Grinch Stole Christmas

Dr. Seuss · 2013

#1 NATIONAL BESTSELLER • Get in on the Christmas cheer with Dr. Seuss’s iconic holiday classic starring the Grinch and Cindy-Lou Who—guaranteed to grow your heart three sizes! Every Who down in Who-ville liked Christmas a lot...but the Grinch, who lived just north of Who-ville, did NOT! Not since “’Twas the night before Christmas” has the beginning of a Christmas tale been so instantly recognizable.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:02:09 „Will man sofort als abendfüllenden Spielfilm sehen, dich als Halloween-Gringe, der irgendwie so ein Kostüm tragen muss. Sehr süß.“

Nina Pauer wird mehrfach als 'Halloween-Grinch' bezeichnet, weil sie dem Fest ablehnend gegenübersteht – analog zur Figur des Grinch, der Weihnachten hasst. Lars Weisbrod zieht den Vergleich explizit, später heißt es auch 'außer am Ende wird aber dein Herz dann größer, wie beim Grinch'.

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The Nightmare Before Christmas

The Nightmare Before Christmas

Henry Selick (Regie), Tim Burton (Vorlage) · 1993

Jack Skellington ist der gefeierte Held von Halloweentown. Er treibt die gespenstischen Bewohner des Städtchens jedes Jahr aufs Neue dazu an, sich schauerliche Überraschungen und diabolische Gags für das nächste Halloweenfest auszudenken. Doch der jährliche Trott, der sich immer einzig und allein um das Halloween dreht, wird Jack langsam zu eintönig. Als er zufällig die Tür zur fröhlichen und farbigen Weihnachtswelt findet und hindurchtritt, kommt ihm die Idee, das so andersartige Weihnachtsfest

🗣 Nina Pauer zitiert daraus bei ⏱ 00:18:04 „Über einen Film reden, Nightmare Before Christmas haben wir uns angeguckt und einem Essay zu diesem Film können wir noch einmal, wenn es noch niemand gemerkt hat, unseren Versuchsaufbau, ich habe mir aufgeschrieben, Nina findet es scheiße, Lars toll.“

Nina Pauer kündigt das Hauptthema der Episode an: Die beiden haben sich den Film 'Nightmare Before Christmas' angesehen und einen begleitenden Essay dazu gelesen. Der Film dient als Ausgangspunkt für die Diskussion über Halloween als kulturelles Phänomen. Nina findet den Film schlecht, Lars gut.

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Treehouse of Horror

Treehouse of Horror

· 2003

Die Treehouse-of-Horror-Episoden (deutsch „Baumhaus des Schreckens“) der US-amerikanischen Zeichentrickserie Die Simpsons sind spezielle Episoden, deren US-amerikanische Erstausstrahlung etwa zu Halloween stattfindet und von denen es somit immer eine Episode pro Staffel gibt. Jede Episode besteht aus drei unabhängigen Geschichten, in denen es meist um Horror, Science-Fiction oder paranormale Phänomene geht.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:22:43 „Ganz berühmt natürlich die Simpsons, die immer sehr viel Mühe reingesteckt haben, einmal im Jahr, die hießen glaube ich immer Treehouse of Horror-Folgen zu machen, die dann auch so anders funktionierten, eben nicht naturalistisch wie sonst in Springfield stattfanden, sondern irgendwelche übernatürlichen Schauer passierten in Springfield.“

Lars Weisbrod erinnert sich an die Kindheit in den 90er Jahren, als Halloween durch amerikanische TV-Serien nach Deutschland kam. Die Simpsons-Treehouse-of-Horror-Sonderfolgen waren ein besonders prägendes Beispiel, weil sie formal anders funktionierten als reguläre Episoden – mit übernatürlichen Kurzfilmen statt der üblichen Springfield-Realität.

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Die Simpsons

Die Simpsons

Matt Groening · 1989

Die Simpsons sind eine amerikanische Durchschnittsfamilie. Immer neue Geschichten gibt es über Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie und über die weiteren Bewohner von Springfield zu erzählen.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:22:43 „Ganz berühmt natürlich die Simpsons, die immer sehr viel Mühe reingesteckt haben, einmal im Jahr, die hießen glaube ich immer Treehouse of Horror-Folgen zu machen, die dann auch so anders funktionierten, eben nicht naturalistisch wie sonst in Springfield stattfanden.“

Im Rückblick auf die 90er Jahre erklärt Lars Weisbrod, wie amerikanische Serien das Halloween-Bewusstsein in Deutschland geprägt haben. Die Simpsons werden als prominentestes Beispiel genannt, da sie jährlich aufwändige Halloween-Sonderfolgen produzierten.

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Scream

Scream

Wes Craven · 1996

Ein Killer geht um in einer kleinen amerikanischen Provinzgemeinde. Die Schülerin Casey, die einfach nur daheim vor dem Fernseher sitzt, wird sein erstes Opfer. Ihre Eltern finden sie aufgehängt im Garten, massakriert von einem Unbekannten. Die unheimliche Anschlagsserie setzt sich fort. Die junge Sidney, die auf dieselbe Schule wie Casey geht, wird ebenfalls bedroht. Aber kann das eine 17-jährige Amerikanerin davon abhalten, sich nachts in einer einsamen Villa mit Klassenkameraden bei Bier und

🗣 Nina Pauer zitiert daraus bei ⏱ 00:23:47 „Aber wir beide, ich vielleicht noch ein bisschen mehr als du, wir sind ja in dieses Alter gekommen, als dann so Scream rauskam, der glaube ich nochmal so einen Neustart vom Horrorfilm gewagt hat in den 90er Jahren. So ein postmodernes Spiel mit dem Horrorfilm.“

Lars Weisbrod ordnet Scream als Schlüsselfilm seiner Jugend ein, der den Horrorfilm in den 90ern postmodern erneuerte. Er verbindet diese Horrorfilm-Phase mit dem Aufkommen von Halloween-Partys unter Jugendlichen in Deutschland – das Genre und das Fest verstärkten sich gegenseitig.

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Final Destination

Final Destination

James Wong · 2000

Auf dem Weg zum Schüleraustausch nach Europa hat Alex Browning im wartenden Flugzeug plötzlich eine Vision, dass der Flieger abstürzen wird. Er bekommt einen hysterischen Anfall, woraufhin er des Flugzeugs verwiesen wird. Einige seiner Freunde und eine Lehrerin folgen. Tatsächlich explodiert die Maschine nach dem Start und macht Alex plötzlich zum Hauptverdächtigen.

🗣 Nina Pauer zitiert daraus bei ⏱ 00:25:25 „Und auch Final Destination. Final Destination, ganz wichtig, ja. Genau, es hat immer gespielt, also die mochte ich gerne und weiß auch diese Praxis, mit meiner besten Freundin dann ins Kino zu gehen, um sich richtig schlimm erschrecken zu lassen.“

Final Destination wird neben Scream, Blair Witch und The Ring als Teil der Horrorfilm-Welle der späten 90er und frühen 2000er genannt, die das Kino-Erlebnis für eine Teenager-Generation prägte. Nina Pauer betont das Konzept des unausweichlichen Todesplans als besonders beängstigend.

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The Ring

The Ring

Gore Verbinski · 2002

Als ihre Nichte Katie überraschend ums Leben kommt, stellt die Reporterin Rachel Keller Ermittlungen an und kommt einem mysteriösen Videoband auf die Spur, nach dessen Ansicht jeder Zuschauer binnen sieben Tage Frist sterben muß, wie eine mysteriöse Stimme den Opfern per Telefon mitteilt. Wie sich herausstellt, haben Katie und ihre Freunde das Video in einer Berghütte begutachtet und niemand hat das überlebt.

🗣 Lars Weisbrod zitiert daraus bei ⏱ 00:26:18 „Und auch bei diesem The Ring, wie ging das da nochmal, wenn man den gesehen hat, dann musste man sterben und ich weiß auch noch, dass ich zu der Zeit als Teenager, den Traum weiß ich bis heute und wenn sich Träume über Jahrzehnte halten in der Erinnerung, dann waren sie echt schlimm.“

Nina Pauer erinnert sich daran, wie The Ring sie als Teenagerin so verstörte, dass sie bis heute einen Albtraum davon in Erinnerung hat – einen Brief, aus dem Sand rieselte, als Todessignal. Sie nutzt den Film als Argument dafür, dass echter Grusel durch das Unsichtbare wirkt, nicht durch Halloween-Dekorationen.

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Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast

Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast

Jim Gillespie · 2025

Als fünf Freunde versehentlich einen tödlichen Autounfall verursachen, vertuschen sie ihre Beteiligung und schließen einen Pakt, den Unfall geheim zu halten, um die Konsequenzen nicht tragen zu müssen. Ein Jahr später werden sie von ihrer Vergangenheit eingeholt und müssen sich einer schrecklichen Wahrheit stellen: Jemand weiß, was sie im letzten Sommer getan haben ... und sinnt auf Rache.

🗣 Lars Weisbrod zitiert daraus bei ⏱ 00:27:32 „Du hast halt einen jetzt nicht genannt. Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast, der für diese Reihenfolge, glaube ich, sehr wichtig ist.“

Ijoma Mangold ergänzt den Film als wichtigen Teil der Teenie-Horrorfilm-Welle, auch wenn er formal nicht so innovativ sei wie Blair Witch. Er nutzt das Beispiel, um seine These zu untermauern, dass all diese Horrorfilme von Teenagern und ihrem Leben handelten – und dass Teenager offenbar ein besonderes Bedürfnis haben, ihre Ängste im Gruselfilm zu verarbeiten.

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Neobräuche

Neobräuche

Max Scharnigg

Max Scharnigg untersucht in seinem Artikel das Phänomen der Neobräuche – neue Rituale wie Gender-Reveal-Partys und Babyshowers, die in den letzten Jahren in Deutschland Fuß gefasst haben. Der Text analysiert, wie diese teilweise importierten, teilweise neu erfundenen Bräuche eine wachsende Sehnsucht nach Ritualen in der modernen Gesellschaft widerspiegeln und sich dabei in bestehende kulturelle Praktiken wie die Halloween-Tradition einreihen.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:29:39 „Der SZ-Kollege Max Scharnig hat vor ein paar Jahren schon, glaube ich, also ich weiß gar nicht mehr, wir verlinken es unten, das ist ein zwei Jahre alter Text. Neobräuche, ne? Und er verhandelt da einmal alle diese Neubräuche ab.“

Ijoma Mangold verweist auf einen Artikel des SZ-Kollegen Max Scharnigg über sogenannte Neobräuche – neue Rituale wie Gender-Reveal-Partys und Babyshowers, die in den letzten Jahren importiert oder erfunden wurden. Der Text dient als Beleg für seine These, dass es eine neue Lust an Ritualen gibt, in die sich auch Halloween einreiht.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung Details
Where the Wild Things Are

Where the Wild Things Are

Maurice Sendak · 1963

A boy is sent to bed withouth his supper and imagines he becomes king of the wild things.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:37:48 „Da gibt es ja von Kinderbuchklassikern, ja, von Where the Wild Things Are, wo es eben um diese Frage geht, wer ist eigentlich das Monster, der Junge, der so durchdreht oder die Monster, die er sich ausdenkt.“

Ijoma Mangold nennt das Kinderbuch als Beispiel dafür, dass Kinder einen natürlichen Zugang zu Angst und Schrecken haben. Das Buch illustriert seine These, dass das Spiel mit der Angst für Kinder eines der schönsten Spiele ist – die Frage, wer das eigentliche Monster ist, fasziniert Kinder seit Generationen.

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Alles gesagt? (Folge mit Sebastian Fitzek)

Alles gesagt? (Folge mit Sebastian Fitzek)

Wir befragen außergewöhnliche Menschen – so lange, bis sie selbst erklären, dass jetzt “alles gesagt” sei. Ein Gespräch kann also zwölf Minuten oder drei Stunden dauern. Die Interviewer, Christoph Amend, Editorial Director der ZEIT und Jochen Wegner, Chefredakteur der ZEIT, sind auf alles vorbereitet – und haben hunderte Fragen und meistens auch ein paar Spiele für ihren Gast dabei.

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:39:58 „Ich habe gerade diese Alles-Gesagt-Folge gehört mit Sebastian Fitzek. Und da hat Jochen Wegner nochmal so Studien zitiert, wo es darum ging, dass man sich ja auch gerade bei diesem ganzen Genre, Krimis, Horror.“

Nina Pauer bezieht sich auf eine konkrete Episode des Podcasts Alles gesagt? mit dem Thriller-Autor Sebastian Fitzek als Gast. Dort wurde besprochen, warum Menschen Grusel und Krimis genießen – Fitzek argumentiert, es sei eine Auseinandersetzung mit dem Tod in einer angstfreien Atmosphäre. Nina nutzt diese These, um zu reflektieren, warum das bei ihr persönlich nicht funktioniert.

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Kompass für die Seele

Kompass für die Seele

Bas Kast · 2023

Der neue SPIEGEL-Bestseller von Bas Kast: Was die Seele stark macht – von Naturerfahrung bis Psychedelika: 10 wissenschaftlich fundierte und selbst erprobte Strategien, mit denen jede*r sein seelisches Wohlbefinden steigern kann Krisen, Stress, Zukunftsängste: Um unser psychisches Wohlbefinden ist es derzeit nicht allzu gut bestellt. In seinem neuen Buch geht Bestsellerautor Bas Kast der Frage nach, was wir selbst dafür tun können, um (wieder) in die innere Balance zu finden.

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:41:49 „Und ich musste auch an dieses Buch von Bas Kast denken, dieser Kompass der Seele oder sowas, da redet er, hat er ein Kapitel zu meditieren und da geht es darum, dass wenn du meditierst, dann sitzt du ja in deinem Safe Space auf deinem Kissen und du lässt alles Schlimme, ich meine die Gedankenspiralen.“

Nina Pauer zieht eine Parallele zwischen Halloween und Meditation: In beiden Fällen konfrontiert man sich mit Ängsten aus einer sicheren Position heraus. Bei Bas Kast geht es darum, dass man beim Meditieren Angstspirale erlebt, aber gleichzeitig sicher auf dem Kissen sitzt – bei Halloween sei es ein ähnliches Prinzip, nur durch Weglachen statt durch stilles Beobachten.

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Frankenstein

Frankenstein

Mary Shelley

*Frankenstein; or, The Modern Prometheus* is an 1818 novel written by English author Mary Shelley. Frankenstein tells the story of Victor Frankenstein, a young scientist who creates a sapient creature in an unorthodox scientific experiment. Shelley started writing the story when she was 18, and the first edition was published anonymously in London on 1 January 1818, when she was 20. Her name first appeared in the second edition, which was published in Paris in 1821.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:44:02 „Frankenstein ist vielleicht das beste Beispiel dafür, dass das als Wurzel der Science-Fiction und der Horror-Literatur gilt.“

Ijoma Mangold ordnet Horror als drittes Untergenre der Fantastik neben Science-Fiction und Fantasy ein. Frankenstein dient ihm als Schlüsselbeispiel für die gemeinsamen Wurzeln dieser Genres – der Roman gilt gleichzeitig als Ursprung der Science-Fiction und der Horror-Literatur.

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The Big Bang Theory

The Big Bang Theory

· 2007

Leonard und Sheldon sind brillante Physiker, die meist zusammen mit ihren Kumpels Howard und Rajesh in ihrem gemeinsamen Apartment abhängen und - natürlich nach einem festgelegten Plan - ihre Videogames pflegen. Einzig und allein Penny, die neue Nachbarin, schafft es hin und wieder, für Abwechslung zu sorgen. Sie hat zwar keine Ahnung von Physik, doch kennt sie die Welt da draußen - etwas, was den Physikern vollkommen fremd zu sein scheint...

🗣 Nina Pauer erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:44:27 „Und es gibt die berühmte Szene aus Big Bang Theory, wenn Sheldon eben auf einer Halloween-Party dann sogar als Doppler-Effekt geht. Was im weitesten Sinne noch irgendwie zum Fantastischen dazugehört, weil es die technische Grundlage von Science-Fiction ist.“

Ijoma Mangold nutzt die Szene aus Big Bang Theory, in der Sheldon als Doppler-Effekt zur Halloween-Party geht, um zu illustrieren, dass Halloween auch ein Nerd-Verkleidungsfest ist. Alle Figuren aus dem Kanon des Fantastischen seien erlaubt, solange sie irgendwie otherworldly sind.

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Dinner for One

Dinner for One

· 1963

Zu Ehren ihres Geburtstages wird alljährlich für Miss Sophie eine Feier veranstaltet, um genau zu sein: Ein Dinner. Doch die geladenen Gäste, vier Herren mit Namen Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom, sind schon vor Jahren verstorben, und so muss auch zu ihrem heutigen 90. Geburtstag ihr Butler James nicht nur seinen Mann stehen, sondern gleich vier weitere. Da zu jedem Menü passend Alkohol serviert wird und James im Namen jedes einzelnen Gastes Miss Sophie einen T

🗣 Lars Weisbrod zitiert daraus bei ⏱ 00:52:19 „Ich gucke mir jetzt so einen Ritualfilm, also so wie wenn andere Dinner for One gucken würden, so vom anderen Ende der Welt und denken, aha, das gucken sie jetzt die Deutschen immer an Silvester an.“

Nina Pauer vergleicht ihre Fremdheit gegenüber dem Halloween-Film mit der Perspektive eines Außenstehenden auf den deutschen Silvester-Klassiker Dinner for One. Sie nutzt den Vergleich, um zu illustrieren, dass sie The Nightmare Before Christmas als fremdes kulturelles Ritual wahrnimmt, das nichts in ihrem europäischen Herzen zum Klingen bringt.

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Batman

Batman

Tim Burton · 1966

Die “Vereinigte Umwelt” will die Weltherrschaft übernehmen. Zu diesem Zweck stehlen Joker, Pinguin, Riddler und Catwoman eine Erfindung mit deren Hilfe sie die gesamte Menschheit pulverisieren könnten. Nur zwei sind in der Lage diesen düsteren Plan zu stoppen: Batman und Robin! Doch auch die Gegner wissen was es heißt, wenn das Rächer-Duo ins Spiel kommt und so locken sie die beiden heimtückisch in eine Falle… Wird es den beiden Fledermaus-Helden gelingen das skrupellose Verbrechersyndikat recht

🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:54:20 „Ich liebe, also ich könnte ein ganzes Buch schreiben über Architektur bei Tim Burton, das ist schon in seinen Batman-Filmen so toll, auch wenn dieser Film nicht von Tim Burton ist.“

Ijoma Mangold erwähnt Tim Burtons Batman-Filme beiläufig, als er über die gotische Architektur in Halloween Town schwärmt. Er vergleicht die schiefen Türmchen und spitzen Giebel mit Burtons charakteristischem Architekturstil, den er bereits aus den Batman-Filmen kennt und bewundert.

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This is Halloween

This is Halloween

Danny Elfman

Ikonischer Eröffnungssong aus Tim Burtons The Nightmare Before Christmas, in dem die Bewohner von Halloween Town sich singend vorstellen. Das Stück verbindet spielerische Gruseltöne mit festlicher Energie und hat sich als Klassiker der Halloween-Popkultur etabliert. Eine düster-fröhliche Hymne auf die Monster und Kreaturen der Halloween-Welt.

🗣 Lars Weisbrod zitiert daraus bei ⏱ 00:54:29 „Das ist ein Musical, das ist auch das erste Lied, This is Halloween, ganz toller Song und da singen alle darüber, wie gruselig dieses Halloween ist und es gibt so verschiedene Monster, die sich vorstellen.“

Ijoma Mangold beschreibt den Eröffnungssong des Films The Nightmare Before Christmas, in dem die Bewohner von Halloween Town sich singend vorstellen. Er hebt den Song als besonders gelungen hervor. Am Ende der Folge stimmt er ihn scherzhaft als Abschiedsgruß an.

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Jack's Lament

Jack's Lament

Danny Elfman

Nightmare Before Christmas (deutsch etwa: Der Albtraum vor Weihnachten) ist ein Stop-Motion-Film von Touchstone Pictures, basierend auf einer Geschichte von Tim Burton, aus dem Jahre 1993. Obwohl Burton als Produzent an der Entwicklung des Films beteiligt war, führte er entgegen einem weit verbreiteten Irrtum nicht selbst Regie. Regisseur des Films war Henry Selick. Der Film startete am 8. Dezember 1994 in den deutschen Kinos.

🗣 Lars Weisbrod zitiert daraus bei ⏱ 00:55:15 „Das zweite Lied ist Jacks Lamento, Lament, ich weiß gar nicht, wie man es auf Englisch sagt, also sein Trauergesang. Er beschwert sich, weil er spürt nichts mehr. Nach dieser Parade geht er alleine auf den Friedhof und sagt, ich mache jedes Jahr Halloween, aber irgendwie spüre ich es nicht.“

Ijoma Mangold beschreibt das zweite Lied des Films, in dem Jack Skellington nach der Halloween-Parade allein auf dem Friedhof seine innere Leere besingt. Dieses Lied markiert den emotionalen Wendepunkt des Films und den Beginn von Jacks Suche nach etwas Neuem.

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A Nightmare Before Socialism

A Nightmare Before Socialism

· 2020

America Through the Eyes of an Immigrant from a Socialist Country By: Dave W Chen America Through the Eyes of an Immigrant from a Socialist Country details Dave W Chen’s early life in China, his experiences immigrating to and living in America, and the stark difference between the two systems. Many Americans are naïve about the evils of living in a socialist country compared to the freedom of capitalist America.

🗣 Lars Weisbrod zitiert daraus bei ⏱ 01:01:27 „Er ist erschienen im amerikanischen Magazin Jacobine und er beschäftigt sich eben mit diesem Film, den wir gerade erzählt haben. Er heißt A Nightmare Before Socialism und er überträgt das auf die große Frage, wie eigentlich Marxisten die Entwicklung vom Feudalismus über den Kapitalismus hin zu einer irgendwann dann hoffentlich bald besseren Gesellschaft, nennen wir sie Sozialismus, wie die aussehen könnte.“

Lars Weisbrod empfiehlt einen Essay aus dem amerikanischen Magazin Jacobin, der den Film Nightmare Before Christmas marxistisch interpretiert. Der Text deutet Halloween Town als Allegorie auf den Kapitalismus und Jack als Elon-Musk-artige Unternehmerfigur, die vergeblich versucht, das Vormoderne (Weihnachten) zu inkorporieren.

Zum Artikel bei Jacobin Details
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