Episoden von Alles gesagt?
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Herr Regener, wie viel Herr Lehmann sind Sie
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Sven Regener, Musiker von Element of Crime und Autor von „Herr Lehmann
Nora Tschirner, warum erziehen wir unsere Kinder falsch
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Nora Tschirner spricht bei der Live-Ausgabe aus Hamburg über die Fehler in unserer Lernkultur, das Stigma psychischer Gesundheit in der Filmbranche und warum Beziehungsarbeit der Schlüssel zu einer besseren Gesellschaft ist. Sie kritisiert, dass im deutschen Film mit Angst produziert werde und dass die Scham rund um Therapie so groß sei, dass Kolleginnen und Kollegen lieber schweigen — und nimmt dabei auch den feministischen Diskurs ins Visier, der sich zu sehr an Konzernchef-Karrieren orientiere.
Sabine Rückert, wie kamen Sie zum Verbrechen
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Sabine Rückert, stellvertretende Chefredakteurin der Zeit und Grande Dame des deutschen True-Crime-Podcasts, spricht über ihre Begegnungen mit Mördern, den Fall Kachelmann und warum sie sich trotz aller Erwartungen weigert, sich Feministin zu nennen. Zwischen Pfarrershaushalt und Mercedes-Chefredaktion zeichnet sie das Porträt einer Journalistin, die lieber mit Akten als mit Menschen zu tun hat und sich von niemandem vorschreiben lässt, auf welcher Seite sie zu stehen hat.
Annalena Baerbock, wie grün ist Deutschland wirklich
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Annalena Baerbock spricht 23 Tage nach ihrer Nominierung zur Kanzlerkandidatin über den Zustand ihrer Partei, die Gefahr durch die AfD und ihr Ringen mit dem Klischee, Klimaschutz bedeute Verzicht. Sie wehrt sich gegen die Dystopie, grüne Politik mache alles schlechter, und wirbt für das genaue Gegenteil: Vieles werde besser werden.
Julia von Heinz, wie war es in der Antifa
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Filmregisseurin Julia von Heinz erzählt von ihrem Weg in die Antifa — wie sie nach einer Attacke mit Flaschen vor Angst rannte und sich der Gruppe Silvio Meier anschloss, deren Mitglieder bis heute ihre besten Freunde sind. Sie spricht über Meinungsfreiheit, das Widerstandsrecht im Grundgesetz und die MeToo-Probleme der Filmbranche, wobei sie den Hosts auch mal energisch widerspricht.
Deborah Feldman, wie unorthodox sind Sie
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Deborah Feldman spricht über ihren Weg aus der ultraorthodoxen Gemeinde in Brooklyn, den weltweiten Erfolg von „Unorthodox
Maja Göpel, wie können wir die Welt neu denken
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Maja Göpel, Mitgründerin von Scientists for Future und Autorin von *Unsere Welt neu denken*, fordert einen radikalen Perspektivwechsel in der Klimadebatte. Sie wettert gegen die Ausrede, Politik könne nur umsetzen, was Umfragen hergeben, und nennt es eine Beleidigung der Ingenieure zu behaupten, ein erneuerbares Energiesystem sei unmöglich. Angela Merkel wird sie nicht vermissen — es braucht jetzt etwas Neues.
Paul Auster, Can You Tell Us the Story of America
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Paul Auster empfängt den Podcast mitten im New Yorker Schneesturm aus dem Arbeitszimmer seiner Frau — am Computer von Siri Hustvedt, denn er selbst besitzt keinen und schreibt seit Jahrzehnten mit Füllfeder und Olympia-Schreibmaschine. In einem Parforceritt durch die amerikanische Geschichte, von der Sklaverei über den Zivilkrieg bis zu Trump, erklärt er, warum die USA bis heute von ihren Gründungslügen verfolgt werden — und erzählt von dem Blitzschlag, der als 14-Jähriger direkt neben ihm einen Jungen tötete und sein Verständnis von Zufall und Schicksal für immer veränderte.
Spezial - Alle 34 A-B-Spiele
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Sonderausgabe mit allen 34 A-oder-B-Spielen aus der Podcast-Geschichte am Stück. Maria Lorenz, die Produzentin, ist ausnahmsweise auch im Zoom-Call dabei, während Christoph Amend seinen neuen Job als Editorial Director des Zeitmagazins antritt. Aufschlussreich dabei: Erst Dorothee Bär brachte die Gäste nach einer scharfen Sendekritik dazu, ganze Begriffe statt nur A oder B zu antworten.
Ai Weiwei, warum sind Sie so wütend
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Ai Weiwei empfängt die Hosts in seinem Prenzlauer Berger Studio und beginnt das Gespräch bereits kritisch: Deutschland sei ein autoritärer Staat unter dem Deckmantel der Demokratie, und der Westen könne gegen Chinas autoritären Kapitalismus, der schnell und groß entscheide, schlichtweg nicht gewinnen. Zwischen spöttischen Seitenhieben auf bezahlte Konferenzen und der Bemerkung, er fühle sich entschuldigt, wenn jemand seine Werke kaufe, offenbart der Künstler seinen tiefsten Reue: nie eine Frage an seinen Vater gestellt zu haben.