Episoden von Lanz & Precht

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Lanz & Precht

Ausgabe Zwoelf

Markus Lanz & Richard David Precht

Die zwölfte Ausgabe kreist um die wachsende Überforderung der Gesellschaft in der Corona-Krise: aufgeschobene Entscheidungen, der Streit um die epidemische Lage und Olaf Scholz' Kurs gegen Angela Merkels Linie. Zwischen persönlichen Anekdoten über Heimweh und amerikanische Klischees wird es grundsätzlich — über eine moralische Impfpflicht, das Recht auf eigene Meinung versus eigene Fakten und die Frage, ob der Staat von oben herab anordnet oder eine echte Schutzpflicht erfüllt.

Lanz & Precht

Ausgabe Elf

Markus Lanz & Richard David Precht

Die Episode beginnt mit Reiseeindrücken aus den USA: Eine chaotische Anreise über New York nach Atlanta mündet in eine eindringliche Schilderung der demütigenden Einreiseprozedur, bei der Reisende stundenlang in schlecht belüfteten Räumen warten und intimste Fragen beantworten müssen — ein Erlebnis, das die Wertschätzung für das Funktionieren des deutschen Alltags schärft. Daraus entspinnt sich eine Reflexion über Empfindlichkeit und Bedürfnisaufschub: Wie leicht kultivierte Sensibilität in Dünnhäutigkeit und Aggression umschlagen kann.

Lanz & Precht

Ausgabe Zehn

Markus Lanz & Richard David Precht

Markus hakt nach, warum Richard immer vom neuen Buch redet — und fragt ihn nach seinen Lieblingsbüchern. Richard schwärmt überraschenderweise zunächst vom neuen Asterix-Band, lobt Jean-Yves Ferry dafür, Goscinny-Humor wieder lebendig zu machen, und bleibt an einer Formulierung hängen: ein Seminar über 'alternative Magie'. Daneben reflektiert er, wie sich die Asterix-Lektüre im Erwachsenenalter verändert hat — kein Mitfiebern mehr, nur noch Nostalgie und Freude an Wortwitzen.

Lanz & Precht

Ausgabe Neun

Markus Lanz & Richard David Precht

Die Episode beginnt mit der Impfdebatte: Lanz analysiert den gesellschaftlichen Druckmechanismus hinter 2G/3G – offiziell keine Impfpflicht, faktisch aber einer gleichkommend. Dann ein überraschender Schwenk: Lanz schwärmt von Goldfrappers Heavy-Metal-Cover von '99 Luftballons', während Precht gesteht, dass er in der Pubertät kaum Musik gehört hat und musikalisch quasi in innerer Immigration aufwuchs. Lanz hingegen beschreibt Musik als seinen Ausweg aus der Enge der Berge – den Weg, der ihn schließlich zu Giorgio Moroder und Dieter Bohlen führte.

Lanz & Precht

Ausgabe Acht

Markus Lanz & Richard David Precht

Markus Lanz berichtet von Dreharbeiten in San Francisco, wo er für den dritten Teil einer Dokumentarreihe über den Verfall Amerikas unterwegs war — und auf eine Obdachlosenrealität stieß, auf die er nicht vorbereitet war: tausende Menschen in Zelten und Pappkartons, viele mit Drogenproblemen, darunter erschreckend viele, die noch kurz zuvor zur amerikanischen Mittelschicht gehörten. Im Gespräch zieht er eine Linie zurück zu 2016, als er mit dem Journalisten George Packer über dessen Buch 'Die Abwicklung' sprach und früh erkannte, dass Trump eine reale Chance hatte.

Lanz & Precht

Ausgabe Sieben

Markus Lanz & Richard David Precht

Precht sitzt in Düsseldorfer Schreibklausur an einem umfangreichen Buch und gesteht, ein reiner Monotasker zu sein — Multitasking ist das, was er am schlechtesten kann. Lanz beschreibt seinen eigenen Jonglieralltag zwischen Dossiers, Fotosichtung bis drei Uhr morgens und Podcast-Vorbereitung. Den Aufhänger liefert eine Spiegel-Titelgeschichte über Elon Musk, dessen kindliche Trance-Zustände beim tiefen Versinken in eigene Welten Precht zu einer verblüffenden Selbsterkenntnis führt.

Lanz & Precht

Ausgabe Sechs

Markus Lanz & Richard David Precht

Precht renoviert in Spanien ein Fenster und fragt sich, ob das eigentlich Arbeit ist — was die beiden zu einer grundsätzlichen Frage führt: Was unterscheidet Arbeit von Selbstverwirklichung? Precht schildert anschaulich, wie er sein Studium bei Haribo finanzierte, mit dem Oberkörper in rotierenden Zuckerturbinen. Dahinter steht die ernstere These: Eine Gesellschaft, die sich neu über Sinn statt Beschäftigung definiert, kann nicht einfach die alten Arbeitsstrukturen weiterführen.

Lanz & Precht

Ausgabe Fünf

Markus Lanz & Richard David Precht

Über Langeweile als verlorene Kunst: Precht vermisst sie als Zustand, Lanz hat sie zuletzt beim Südpolmarsch 2012 erlebt — mit Joey Kelly durch die Eiswüste, wo das Gehirn ohne äußere Reize anfängt, Zäune und schwarze Vögel zu halluzinieren. Dazwischen: ein kurzer Ausflug ins Thema Macht, die Precht für zutiefst selbstzerstörerisch hält.

Lanz & Precht

Ausgabe Vier

Markus Lanz & Richard David Precht

Lanz und Precht nehmen sich endlich das Thema Alter vor — bewusst kurz vor der Bundestagswahl, um nicht von aktuellen Ereignissen überholt zu werden. Precht reflektiert, dass Altern ihn im Alltag kaum beschäftigt, räumt aber ein, dass materielle Sicherheit dabei eine entscheidende Rolle spielt. Lanz ergänzt, dass tiefe Niederlagen und Erfahrungen einen dauerhaft prägen — und mit zunehmendem Alter immer mehr das Leben ausmachen.

Lanz & Precht

Ausgabe Drei

Markus Lanz & Richard David Precht

Im Mittelpunkt steht das TV-Triell zur Bundestagswahl 2021: Precht nennt das Format schlicht 'Demokratie-Theater' und würde als Kandidat einfach nicht hingehen. Lanz dagegen diagnostiziert ein tieferes gesellschaftliches Problem — wir haben verlernt zu streiten — und zeichnet ein faszinierendes Doppelporträt von Olaf Scholz: ein Mann mit echtem Temperament und Humor, der sich vor der Kamera hinter einem zweiten, eiskalten Kontroll-Ich versteckt.