Friedrich Merz - Woran (ver)zweifeln Sie
Matze Hielscher & Gäste
Erwähnte Medien (5)
Interview im Tagesspiegel
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:10:43 „Ich habe natürlich auch über Sie gelesen, dass Sie dann relativ doll rebelliert haben als Teenager. Sie haben auch mal gesagt im Tagesspiegel, ich war ziemlich aufsässig. Das fing mit 13, 14 Jahren an. Ich war ein Typ, der sich nicht hat leiten lassen.“
Matze Hielscher zitiert aus einem früheren Interview von Friedrich Merz im Tagesspiegel, in dem Merz über seine rebellische Jugend sprach. Das Zitat dient als Gesprächseinstieg in das Thema Pubertät und Schulzeit von Merz in den späten 1960er Jahren.
Wetten, dass..?
Frank Elstner, Thomas Gottschalk
🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:08:29 „Markus Lanz, den habe ich interviewt, und der sagte, er hatte so eine kleine Panne bei Wetten, dass? Als er Wetten, dass? moderierte einige Jahre. Das lief jetzt nicht ganz so nach Plan.“
Matze Hielscher erwähnt die Sendung beiläufig, um eine Parallele zu ziehen: So wie Markus Lanz nach seinem schwierigen Start bei Wetten, dass..? das Gefühl hatte, noch eine Rechnung offen zu haben, fragt er Merz, ob auch ihn ein ähnliches Gefühl zurück in die Politik getrieben habe.
Spuren der Macht
Herlinde Koelbl
🗣 Matze Hielscher empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:16:32 „Es gibt ein ganz tolles Buch von Herr Linde Kölbe, es heißt Spuren der Macht, kennen Sie bestimmt, oder? Wo sie verschiedene Politiker und Politikerinnen über Jahre begleitet hat und immer wieder befragt hat. Und es gibt einen wunderbaren Satz von Gerhard Schröder, der sagt, der Antrieb etwas vom Leben abkriegen zu wollen, weil man ein Defizit verspürt, geht auch in der Politik nicht verloren.“
Matze Hielscher bringt das Buch ins Gespräch, um Friedrich Merz mit einem Zitat von Gerhard Schröder zu konfrontieren – dem Gedanken, dass politischer Antrieb aus einem empfundenen Defizit entsteht. Merz distanziert sich deutlich von diesem Satz und betont, er empfinde keine Defizitkompensation, sondern eine Verpflichtung, dem Land etwas zurückzugeben.
Die Anmaßung von Wissen
Friedrich August von Hayek
🗣 Friedrich Merz zitiert daraus bei ⏱ 01:32:47 „August von Hayek hat das mal das angemaßte Wissen der Politik genannt. Da maßen sich zur Zeit in Deutschland etwas viele Leute, zu viele Leute an, zu wissen, was in zehn Jahren technologisch geht. Das weiß niemand von uns.“
Friedrich Merz argumentiert gegen das Verbrenner-Aus und die Festlegung auf eine einzige Technologie. Er zitiert Hayeks Konzept der 'Anmaßung von Wissen', um zu begründen, dass die Politik nicht voraussagen könne, welche Technologie in zehn Jahren die richtige sei. Damit stützt er seine Position, die Revisionsklausel für 2026 zu nutzen, statt sich einseitig festzulegen.
Die Nackte Kanone
David Zucker
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 01:42:24 „Kennen Sie die Nackte Kanone? Den Film? Da gibt es eine wunderbare Szene, wo das komplette Haus brennt und Leslie Nielsen steht da vorne und sagt, hier gibt es nichts zu sehen, hier gibt es nichts zu sehen.“
Matze Hielscher nutzt die berühmte Szene aus 'Die nackte Kanone' als Gleichnis für politische Zuversichts-Rhetorik. Er kontert damit Friedrich Merz' Plädoyer für Optimismus in der Politik: Wenn überall sichtbar Probleme brennen, wirke das ständige Beschwichtigen auf die Bevölkerung so absurd wie Leslie Nielsens 'Hier gibt es nichts zu sehen' vor einem lichterloh brennenden Haus.