Time Capsules
Andy Warhol
Konzeptuelle Kunstwerke des Pop-Art-Künstlers Andy Warhol, bei denen er alltägliche Gegenstände aus seinem Leben – Servietten, Skizzen, Postkarten – in Kartons sammelte und archivierte. Diese Time Capsules sind persönliche Erinnerungsmuseen, die dokumentieren, wie Ephemeres bewahrt und scheinbar unbedeutende Dinge kunsthistorisch bedeutsam werden.
Erwähnungen (1)
„Andy Wall hat das doch gemacht mit seinen Time Capsules, dass er Sachen gesammelt hat und die dann in Kisten aufbewahrt hat. Und es gab letztes Jahr eine Ausstellung in München und da wurde eine Time Capsule so gezeigt und es war wahnsinnig toll einfach zu sehen, irgendeine Serviette von irgendeinem Restaurant, was es natürlich nicht mehr gibt und Keith Haring hat das gemalt für ihn und eine Weihnachtskarte, die er gekriegt hat von Capote oder was auch immer.“
Im Gespräch über Erinnerungskultur und die Frage, wie man Vergangenes bewahrt, bringt Matze Hielscher Andy Warhols Time Capsules als Beispiel. Er schwärmt von einer Ausstellung in München, bei der eine solche Zeitkapsel geöffnet wurde – mit Servietten, Keith-Haring-Zeichnungen und Weihnachtskarten von Truman Capote. Für ihn verkörpern die Time Capsules die Idee eines persönlichen Erinnerungsmuseums.
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