Seinfeld
Larry David, Jerry Seinfeld
Oft löst ein kleines Ereignis das größte Chaos aus. Jerry Seinfeld und seine drei Freunde Elaine, Kramer und George sind eine Chaotenclique: Ein Kampf um einen Sitzplatz im Restaurant, ein illegaler Kabelanschluss, die Frage nach der richtigen Höhe des Trinkgeldes oder auch nur eine falsche Bemerkung auf dem Anrufbeantworter der neuen Flamme...
Erwähnungen (9)
„Die Sitcom Seinfeld.“
Wird in der assoziativen Aufzählung typischer 90er-Jahre-Phänomene genannt
„Du hast jetzt gesagt, political correctness in den Nullerjahren, das war schon Seinfelds Thema 1989 oder so. Also würde ich jetzt hinzufügen.“
Lars Weisbrod korrigiert Ijoma Mangolds Einordnung, Louis C.K. habe sich vor allem an der Political Correctness der Nullerjahre abgearbeitet. Er verweist darauf, dass dieses Thema in der Comedy-Tradition schon viel älter ist und bereits bei Seinfeld Ende der 80er Jahre eine Rolle spielte.
„Ich habe die Serien vermisst. Ich gucke bis heute, seit wir Netflix haben, wie eine süchtige Seinfeld ist.“
Im Gespräch über ihre Amerika-Jahre schwärmt Christine Westermann von amerikanischem Fernsehen und Serien. Seinfeld schaut sie bis heute auf Netflix wie eine Süchtige. Jochen Wegner gesteht, den Humor damals nicht verstanden zu haben, ihn aber heute großartig zu finden – die Serie war ihrer Zeit voraus.
„Gleichzeitig muss man auch dazu sagen, ich weiß aber, da gilt der alte Jerry Seinfeld Satz Breaking up is like knocking over a Coke machine. You can't do it in one push. You have to go back and forth a bit.“
Lars Weisbrod zitiert einen bekannten Seinfeld-Witz über Trennungen – man kann einen Cola-Automaten nicht mit einem Stoß umwerfen, man muss ihn zum Wackeln bringen – als Metapher für den langen Prozess der Ablösung von Social Media. Das Zitat dient als humorvolle Millennial-Referenz in einem ansonsten analytischen Gespräch.
„Ich hab das Gefühl, dass Larry David der eigentliche Gewinner dieser Zusammenarbeit ist. Dass der eigentlich immer die geileren Entscheidungen getroffen hat.“
Im Kontext einer Diskussion über Jerry Seinfelds Stand-Up-Qualität vergleicht Jan Böhmermann die Karrierewege von Seinfeld und Larry David. Er findet, dass Larry David die besseren kreativen Entscheidungen getroffen hat und besser gealtert ist als Seinfeld.
„Ich habe diese Woche ein Interview gesehen von Michelle Obama. Michelle Obama im Interview mit Julia Louis-Dreyfus von Seinfeld.“
Jan Böhmermann erwähnt die Serie Seinfeld beiläufig, um Julia Louis-Dreyfus zu identifizieren, die ein Interview mit Michelle Obama geführt hat. Die Serie selbst ist nicht Gesprächsthema, sondern dient nur als Referenzpunkt für die Schauspielerin.
„Sachen, die ich in den 90er Jahren wirklich schrecklich fand, nämlich Friends, Seinfeld und wie heißt das, Sex in the City, das fand ich wirklich unsäglich früher und das gucke ich jetzt wahnsinnig gerne und finde ich unheimlich beruhigend.“
Seinfeld gehört zu den drei 90er-Jahre-Serien, die Caroline Peters als Eskapismus-Mittel wiederentdeckt hat. Sie schätzt die handyfreie, langsame Welt dieser Serien als Beruhigung in einer Zeit, die sie als düster und überfordernd empfindet.
„Eine Person kommt, hat schlechte Laune, muffelt einen an, dann ist der irgendwie und dann muffelt der den Nächsten an. Ich glaube bei Seinfeld hieß die Folge so Chain of Screaming, aber quasi dieses ja pandemieartige Verbreitungsmuster.“
Giulia Enders spricht über Studien zur Verbreitung schlechter Laune in Unternehmen und vergleicht das Phänomen mit einer Serienfolge, die sie 'Chain of Screaming' nennt und Seinfeld zuordnet. Sie nutzt die Referenz, um zu illustrieren, wie sich negative Emotionen kettenartig von Person zu Person übertragen – unabhängig von Hierarchie oder Position.
„Der Typus liebenswürdiger Idiot, den wir sehen bei Pastewka und bei Jerks und den wir sehen bei Seinfeld und den wir sehen bei Louis und den wir, der so eingebrannt ist in die Comedy-Popkultur der letzten Jahrzehnte.“
Seinfeld dient als internationales Referenzbeispiel für den männlichen Comedy-Archetypen des charmanten Taugenichts, der Frauen in der Popkultur selten zugestanden wird.
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