Sehnsucht
Joseph von Eichendorff
Das Gedicht verkörpert die romantische Fernsehnsucht – den Wunsch, die Gegenwart zu verlassen und anderswo ein glücklicheres Leben zu führen. Die Sehnsucht richtet sich nicht auf einen konkreten Ort, sondern auf die Vorstellung einer perfekten "prächtigen Sommernacht", auf die Idee einer Welt voller Möglichkeiten.
Erwähnungen (1)
„Es schienen so golden die Sterne, am Fenster ich einsam stand und hörte aus weiter Ferne ein Posthorn im stillen Land. Das Herz mir im Leib entbrennte, da habe ich mir heimlich gedacht, ach, wer da mitreisen könnte in der prächtigen Sommernacht.“
Mangold trägt Eichendorffs Gedicht als Inbegriff der romantischen Fernsehnsucht vor – dem Wunsch, nicht am festen Ort zu bleiben, sondern in der Ferne ein anderer, glücklicherer Mensch zu werden. Er bemerkt, dass die Sehnsucht sich am Ende gar nicht mehr auf einen konkreten Ort bezieht, sondern auf das Gedicht selbst: Man möchte in einer Welt leben, in der es eine 'prächtige Sommernacht' gibt.
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