Rückkehr nach Reims
Didier Eribon
Eine autobiografische Reflexion über die Rückkehr in die Heimatstadt und die Auseinandersetzung mit Arbeiterklassen-Herkunft, familiärer Gewalt und sozialen Strukturen. Eribon zeigt, wie Armut und soziale Umstände menschliches Verhalten prägen und ermöglicht damit Verständnis für frühere Generationen.
Erwähnungen (10)
„Aber es gibt die schwedisch-dänische Serie Die Brücke“
Habeck erwähnt Ingeborg Bachmann und Max Frisch im Kontext von Schriftstellerpaaren, die zusammen geschrieben haben.
„Ich lese gerade ein Buch, was für mich so ist, dass ich das Gefühl habe, ich bin nicht alleine mit dem.“
Das gesamte Gespräch dreht sich um Ostermeyers Inszenierung von Eribons Buch 'Rückkehr nach Reims' an der Schaubühne, in der Nina Hoss die Hauptrolle spielt.
„Das berühmteste Buch, das war quasi die Initialzündung, ein bisschen der Fanfarenstoß, war von dem französischen Soziologen Didier Eribon, Rückkehr nach Rhin.“
Als Initialzündung für die literarische Auseinandersetzung mit Klassenfragen und sozialer Herkunft genannt, im Kontext der Klassismus-Debatte
„Didi Eribon ist in Deutschland vor allem auch bekannt geworden als Mentor von Édouard Louis, der ja auch großer Bestsellerautor geworden ist.“
Didier Eribon wird im Kontext der Diskussion über Homosexualität und deren sprachliche Bezeichnung erwähnt; Pusch kritisiert seine männlich geprägte Perspektive
„Natürlich auch, wie Rückkehr nach Rheine von D. Eribor, dieses, was macht Politik eigentlich mit Körpern? Was macht Armut eigentlich mit Körpern? Das beschreibt er mit so einer krassen Wucht.“
Im Zusammenhang mit Édouard Louis erwähnt Ricarda Lang Didier Eribons Buch als thematisch verwandt – beide beschreiben, wie Politik und Armut sich auf Körper auswirken. Das Buch dient als Vergleichspunkt für die Frage, was soziale Ungleichheit konkret mit Menschen macht.
„Sie haben derzeit mal erzählt, dass die Bücher von Didier Eribon und J.D. Vance Sie sehr beeindruckt haben und geradezu zu Tränen gerührt. Können Sie uns beschreiben, was Sie daran so berührt hat?“
Roman Pletter konfrontiert Olaf Scholz mit einer früheren Aussage, wonach ihn die Bücher von Eribon und Vance zu Tränen gerührt hätten. Scholz erklärt daraufhin, dass beide Autoren beschreiben, wie sie sich trotz schwieriger Herkunft durchgekämpft haben, und dass ihn als Sozialdemokrat die Frage bewegt, ob Herkunft Lebenschancen verbauen darf.
„So ein bisschen an Didier Rebond hat es einige erinnert, der ähnliche Aufstiegsgeschichten aus Frankreich erzählt hat oder diese Entfremdungsgeschichten“
Vergleich mit Vances Hillbilly Elegy als ähnliche Aufstiegs- und Entfremdungsgeschichte aus Frankreich
„dann ist es aber Knausgart eher oder soziologischer, diese Rückkehr nach Reims“
Als Beispiel für eine soziologisch-realistische Verarbeitung von existenziellen Krisen, im Gegensatz zu Caroline Wahls therapeutischem Ansatz
„Das ist ja auch bei Didier Eribon hat ja auch damals diesen Roman geschrieben oder dieses Buch, autofiktionales Buch zu seiner Familie, die plötzlich nicht mehr kommunistisch wählt, sondern plötzlich die Rechten gewählt hat. Da hat das ja auch schon aufgegriffen.“
Kemper argumentiert, dass Existenzängste und Vermögensungleichheit der Motor für den Rechtsruck sind. Er zieht Eribons autofiktionales Buch als Beleg heran, in dem der Autor beschreibt, wie seine Arbeiterfamilie von der kommunistischen Partei zum Front National wechselte – ein Muster, das Kemper auch in Deutschland beobachtet.
„Didier Eribon. Rückkehr nach Reims. Ja. Und ein wirklich tolles Stück.“
Wegner und Ostermeier besprechen das Buch von Didier Eribon, das für Ostermeier eine neue Schaffensperiode einläutete. Ostermeier erkennt sich in der Herkunftsgeschichte wieder.
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