Moby Dick

Herman Melville · 2020

"Command the murderous chalices! Drink ye harpooners! Drink and swear, ye men that man the deathful whaleboat's bow -- Death to Moby Dick!" So Captain Ahab binds his crew to fulfil his obsession -- the destruction of the great white whale. Under his lordly but maniacal command the Pequod's commercial mission is perverted to one of vengeance.

Moby Dick

Deine Stimme wird anonym via IP-Hash gespeichert.

Erwähnungen (10)

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:21:46
„Ja, ich muss an den weltberühmten Roman, muss man sagen, von Hermann Melville denken, Moby Dick. Der erste Satz von Moby Dick heißt, nennt mich Ismail. Und damit fängt dieser Roman an, einer der berühmtesten Anfänge eines Romans überhaupt.“

Als die Bibelstelle den Namen Ismail einführt, schlägt Sabine Rückert die Brücke zu Melvilles Moby Dick, dessen berühmter erster Satz 'Nennt mich Ismail' lautet. Sie erklärt, dass der Ich-Erzähler Ismail auch dort der einzige Überlebende ist – genau wie der biblische Ismail ein Erretteter und Überlebender ist. Die Namensgebung 'Gott hat mich erhört' verbindet beide Figuren thematisch.

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:25:06
„Es gibt eine wunderbare Beschreibung von Melville in seinem Roman »Moby Dick«, wie sich Wale verhalten, wenn einer von ihnen getroffen wird. Es gibt ja bei den Jungtieren Walschulen. Das heißt, die Jungtiere ziehen zusammen in Gruppen herum.“

Sabine Rückert zieht eine spontane Parallele zwischen der Loyalität der Ruth gegenüber Naomi und dem Verhalten weiblicher Wale in Melvilles Roman. Sie erinnert sich an eine Passage, in der beschrieben wird, dass weibliche Wale bei einem harponierten Artgenossen bleiben und versuchen, ihn zu retten, während männliche Wale fliehen. Diese Assoziation unterstreicht das zentrale Thema der weiblichen Solidarität im Buch Ruth.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:45:55
„Jeder kennt Herman Melville, Moby Dick, einer der großartigsten Romane der Weltgeschichte. Ich habe früher nie so ganz verstanden, warum sich die Walfänger aus Nantucket, warum die sich auf diese riesigen, weiten Wege machen, das Kap Horn umschiffen, um in den Pazifik zu gelangen, nur um so einen Wal an die Angel zu kriegen, den man nur nutzen konnte, weil man seinen Tran als Brennmittel verwendete.“

Ijoma Mangold nutzt Moby Dick als Illustration für die Energiegeschichte: Der enorme Aufwand der Walfänger wird erst verständlich, wenn man bedenkt, dass Waltran bis Mitte des 19. Jahrhunderts die wichtigste Energiequelle für Innenbeleuchtung war. Er verknüpft so den Roman mit der These, dass Energiequellen das Schicksal ganzer Zivilisationen bestimmen.

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:48:14
„Und dieser Ahab, der wird geschildert von dem Ismail, dem Matrosen, der auf der Pequod dient und er erlebt einen wahnsinnigen Kapitän, der besessen ist von dem Hass auf einen weißen Wal. Und der Autor Hermann Melville hat diesem wahnsinnigen Kapitän den Namen Ahab gegeben in Anlehnung an diesen König.“

Am Ende der Folge schlägt Sabine Rückert den Bogen vom biblischen König Ahab zu Kapitän Ahab aus Moby Dick. Sie liest eine lange, gekürzte Passage vor, in der der Ich-Erzähler Ismail dem Kapitän zum ersten Mal begegnet, und arbeitet die Parallelen heraus: Beide Ahabs sterben festgebunden – der eine im Streitwagen verblutend, der andere in Harpunenleinen verheddert vom Wal in die Tiefe gerissen. Auch die Figuren Ismail und Elia im Roman sind biblischen Vorbildern nachempfunden.

Alles gesagt?
🗣 Antje Boetius referenziert bei ⏱ 00:19:36
„Ihr Kollege Herr Weidermann hat gerade dafür gesorgt, vor einiger Zeit, weil er mich gefragt hat, zu Moby Dick eine Buchbesprechung zu schreiben. Und dann wusste er, er hat extra geschrieben, Sie müssen es aber gar nicht lesen. Und dann habe ich zuerst, mein Lebensgefährte hat mir gesagt, Hörbücher gegeben, dann hat er mir was vorgelesen, aber irgendwann war ich dann mittendrin und ich konnte nicht mehr aufhören.“

Antje Boetius erzählt, wie sie über den Umweg einer Buchbesprechung für einen ZEIT-Kollegen (Weidermann) Moby Dick wiederentdeckte. Was als Auftragsarbeit begann, zog sie völlig in den Bann – erst über Hörbücher, dann vorgelesen, bis sie nicht mehr aufhören konnte. Sie vergleicht es mit dem 'Rabbit Hole'-Gefühl, das auch Jules Verne auslöst.

Fest & Flauschig
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:18:14
„So wie Moby Dick damals. Fanden auch alle scheiße erst. Und dann ist Herman Melville gestorben oder wir heißen auf einmal was für der Geniestreich. Vielleicht beschreibst du ja auch noch deinen Moby Dick.“

Böhmermann träumt davon, im Alter ein rätselhaftes Werk zu veröffentlichen, das erst mit der Zeit als genial erkannt wird. Olli Schulz greift das auf und zieht den Vergleich zu Moby Dick, das bei Erscheinen durchfiel und erst nach Melvilles Tod als Meisterwerk anerkannt wurde.

Fest & Flauschig
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:52:56
„Hermann Melville, Moby Dick, er ist 20, 30 Jahre nach seinem Tod zum Bestseller geworden.“

Olli Schulz bringt 'Moby Dick' als Paradebeispiel für ein verkanntes Werk, das erst Jahrzehnte nach dem Tod des Autors zum Bestseller wurde — passend zur Diskussion über Werke, die ihrer Zeit voraus sind.

Was liest du gerade?
🗣 Alexander Cammann referenziert bei ⏱ 00:36:31
„Und was fängt er an? Er fängt an, dicke Bücher zu lesen. Das ist einem natürlich schon mal... Also mir zumindest ist es sausympathisch gewesen, als er dann sagt, ja gut, dann lese ich halt Melville nochmal, Moby Dick, Dostoevsky und auch Flaubert.“

Cammann schildert, wie Lethen nach seiner Gehirnblutung im Krankenhaus zu den großen Klassikern greift, statt in Altersdepression zu verfallen. Moby Dick ist eines der dicken Bücher, die er als Rekonvaleszent liest.

Fest & Flauschig
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 00:39:02
„Ich finde die Geschichte von Moby Dick, das war eine der ersten großen Romane, die ich gelesen habe. Ein bisschen zu früh. Hermann Melville, der das Buch geschrieben hat, ich glaube 1850 oder sowas, hat dann zu Lebzeiten nicht mehr mitbekommen, dass das Buch ein Erfolg wurde.“

Olli Schulz erzählt, dass 'Moby Dick' einer der ersten großen Romane war, die er gelesen hat. Er kennt die Verlagsgeschichte – das Buch wurde zunächst verrissen und erst Jahrzehnte nach Melvilles Tod als Meisterwerk wiederentdeckt – und bezeichnet sich als großen Fan, der sogar ein Moby-Dick-Bild in der Küche hängen hat.

Fest & Flauschig
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:14:06
„Oder du machst es so wie Jonathan Mese, der hat so die ganzen Bücher im Regal stehen und sagt, er liest sie nicht, er fässt einmal mit der Hand drüber, dann ist das Buch ja in mir drin. Hast du das mal gesehen, wo Jonathan Mese gesagt hat, hier, Weltliteratur, Moby Dick, nie gelesen, aber ich halte einmal die Hand drauf und dann habe ich das Buch ja in mir.“

Olli erzählt eine Anekdote über den Künstler Jonathan Meese, der Bücher angeblich nicht liest, sondern nur mit der Hand berührt — Moby Dick wird dabei als ikonisches Beispiel für nicht-gelesene Weltliteratur genannt. Die Erwähnung passt zum übergeordneten Gespräch darüber, wie ungelesene Bücher als Statussymbole im Bücherregal stehen. Es ist ein Stellvertreter-Titel für 'Klassiker, die niemand wirklich liest'.

Ähnliche Medien

Bartleby, der Schreiber

Bartleby, der Schreiber

Herman Melville · 1853

Herman Melville: Bartleby, der Schreiber | Neu lektoriert und mit modernisierter Rechtschreibung. Voll verlinkt, mit eBook-Inhaltsverzeichnis und Fußnoten »I would prefer not to«, in der deutschen Übersetzung »Ich würde vorziehen, das nicht zu tun« – dieser sanft und leise vorgetragene Satz ist das Kernstück von Herman Melvilles Erzählung ›Bartleby, der Schreiber‹.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Bartleby, the Scrivener

Bartleby, the Scrivener

Herman Melville · 2015

"Bartleby the Scrivener: A Story of Wall Street" is a short story by Herman Melville. The story first appeared, anonymously, in Putnam's Magazine in two parts. The first part appeared in November 1853, with the conclusion published in December 1853. It was reprinted in Melville's The Piazza Tales in 1856 with minor textual alterations.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Bartleby, der Lohnschreiber

Bartleby, der Lohnschreiber

Herman Melville · 2019

Bartleby der Schreiber ist eine Erzählung des amerikanischen Schriftstellers Herman Melville, die unter dem Originaltitel Bartleby the Scrivener veröffentlicht wurde. Es ist das erste Werk, das Melville nach Moby Dick verfasste, und wurde zunächst anonym im November und Dezember 1853 in zwei Teilen in der Zeitschrift Putnam’s Monthly Magazine veröffentlicht.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details
Die Bibel

Die Bibel

Die Bibel als Klassiker der Weltliteratur und religiöses Fundament – ein Werk, das in westlichen Kulturen ständig zitiert wird, vielen Menschen aber weitgehend unbekannt bleibt. Jan Böhmermann nennt sie als eine seiner größten Wissenslücken und beschreibt das Unbehagen, nicht mitreden zu können, wenn andere Bibelreferenzen einbauen. Eine Anleitung zum Nachschlagen für alle, die ihre Kulturkompetenz erweitern möchten.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books Details