Hurengespräche
Heinrich Zille
Hurengespräche ist eine 1913 von Heinrich Zille unter Pseudonym veröffentlichte Prosasammlung mit fiktiven Dialogen zwischen Prostituierten in einem Berliner Bouillonkeller. Zille, bekannt für seine gesellschaftskritischen Zeichnungen des proletarischen Berlins, wählte das Pseudonym, da das Werk wegen seiner unzüchtigen Thematik massiven Widerstand hervorrief und als »üble Lektüre« verschrien war. Die ARD produzierte 2007 eine Hörspielbearbeitung mit Musik von Uwe Hilprecht und Regie von Jutta Hoffmann und Matthias Thalheim. Das Werk dokumentiert Zilles sozialkritisches Schaffen und seinen ungeschönten Blick auf das Leben marginalisierter Menschen im wilhelminischen Berlin.
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„Und da bin ich ja aufgetreten mit den Hurengesprächen von Heinrich Zille, ein Theaterstück mit Theaterfreunden von mir. Ich bin auf die Bühne gegangen mit den anderen, wir haben dort natürlich auch geprobt. Und dann dachte ich, ich bin zu Hause.“
Désirée Nick erzählt von ihrem Neuanfang in Berlin nach dem Mauerfall. Im Zosch in der Tucholsky-Straße trat sie mit Theaterfreunden in den Hurengesprächen von Heinrich Zille auf – ein Schlüsselmoment, der ihr zeigte, dass sie auf der Bühne zu Hause ist und der den Grundstein für ihre Berliner Karriere legte.
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