Aufsätze über Antikapitalismus und Antisemitismus

Moishe Postone · 1997

Postones Aufsätze analysieren die strukturelle Verbindung von Antikapitalismus und Antisemitismus: Der Begriff des Abstrakten wird sowohl zur Kapitalismuskritik als auch zur antisemitischen Konstruktion des Juden als wurzelloses Wesen einer entwurzelten, universellen Macht herangezogen.

Aufsätze über Antikapitalismus und Antisemitismus

Erwähnungen (1)

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 01:08:50
„Ich beschließe diese Diskussion mit einer Fußnote, nämlich zu einem wichtigen marxistischen Historiker, Moishe Postone. Ich glaube in Chicago hat er gelehrt, der hat einige wesentliche Aufsätze veröffentlicht, die im Merkur nachzulesen sind, über den Zusammenhang von Antikapitalismus und Antisemitismus.“

Mangold bringt Postones Aufsätze als theoretischen Schlussstein der Diskussion ein. Postone argumentiert, dass der Begriff des Abstrakten das Verbindungsstück zwischen Antikapitalismus und Antisemitismus sei – der Kapitalismus gelte als abstrakt, und im Antisemitismus werde der Jude als wurzelloser Träger dieses Abstrakten wahrgenommen. Lars Weisbrod ergänzt, dass Postone als Antikapitalist die Analyse anders akzentuiere als Mangold es darstellt.

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