Episoden von ZEIT Verbrechen
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Die Vergeltung der Toten, Teil 2
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Im zweiten Teil der Geschichte von Peter W. wird dessen Weg vom Kinderheim in die Freiheit nachgezeichnet — und wie schnell diese Freiheit in Gefahr kippte. In der Nacht zum 1. Mai 1974 zieht der junge Mann durch Bremens Kneipen, eine eingetauschte Walther PP in der Tasche, und nimmt schließlich zwei Fremde mit in seine Bude, nachdem er zuvor in die Nacht geschossen hat.
Die Einkreisung, Teil 1
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
In diesem ersten Teil geht es um die Wiederaufnahme längst vergessener Kriminalfälle durch die DNA-Analyse: Wie Anfang der 2000er Jahre Ermittler ihre Asservatenkammern durchforsteten und Täter überführten, die sich seit Jahrzehnten in einem bürgerlichen Leben eingerichtet hatten. Der Fall, der hier aufgerollt wird, hat laut Sabine Rückert eine geradezu metaphysische Dimension — und eine überraschende wissenschaftliche Komponente, bei der ein Flokati-Teppich eine zentrale Rolle spielt.
Die Tote im Eistal
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Erstmals mit Gast: Tanja Stelzer, Ressortleiterin im Dossier der ZEIT, bringt einen rätselhaften Cold Case aus Norwegen mit. Im November 1970 fanden Spaziergänger in einem abgelegenen Tal nahe Bergen eine Frauenleiche — bis heute ist weder ihre Identität noch die Todesursache zweifelsfrei geklärt.
Der Tod im Rückspiegel
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Am 14. Juli 2003 rast ein schwarzer Mercedes mit über 220 km/h auf der A5 bei Karlsruhe auf einen Kia zu, dessen Fahrerin — eine 21-jährige Mutter — vor Schreck das Steuer herumreißt, die Kontrolle verliert und mit ihrer zweijährigen Tochter tödlich gegen einen Baum prallt. Der Fall wurde zum Jedermann-Fall, der wochenlang die Republik beschäftigte, weil er jeden hätte treffen können — auf der Opfer- wie auf der Täterseite.
Die Justiz kratzt und beißt
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
In der vierten Folge zum Osnabrücker Justizskandal geht es um den Moment, in dem der Fall öffentlich wird: Ein vierseitiges Dossier in der Zeit legt offen, wie zwei unschuldige Männer wegen erfundener Vergewaltigungsvorwürfe jahrelang im Gefängnis saßen — und wie die niedersächsische Justiz auf die Enthüllung nicht etwa mit Selbstkritik reagiert, sondern mit Empörung über die Berichterstattung.
Lug und Trug vor Gericht
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Ein Vater und ein Onkel werden wegen Vergewaltigung derselben jungen Frau zu langen Haftstrafen verurteilt — und kämpfen über ein Jahrzehnt um ihre Rehabilitation. Adolf S. schreibt aus dem Gefängnis 2.500 Bittbriefe an Gerichte und Ministerien, Bernhard M. sitzt seine Strafe bis zum letzten Tag ab, weil er als uneinsichtiger Sexualstraftäter gilt, und verkriecht sich danach bei seinen Eltern. Am Ende stellt sich heraus: Die Anklägerin Amelie hatte die Prozesse zu einer theatralischen Inszenierung gemacht, während ihre eigene Familie ihr längst nicht mehr glaubte.
Ein Ahnungsloser wird mitgerissen
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Im zweiten Teil des Justizskandals aus Papenburg wird deutlich, wie ein brutaler, aber unschuldiger Vater zum perfekten Sündenbock wurde: Adolf S. wurde in nur drei Verhandlungstagen wegen zehn Vergewaltigungen an seiner Tochter Amelie verurteilt und verbüßte sieben Jahre Haft — obwohl eine gynäkologische Untersuchung ergab, dass Amelie noch Jungfrau war. Familie, Polizei und Gericht ignorierten entlastende Fakten, weil der gewalttätige Charakter des Vaters das Bild eines Täters so überzeugend zeichnete.
Unschuldig im Gefängnis
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Ein Tipp des renommierten Rechtsmediziners Professor Brinkmann führt zu einer der aufsehenerregendsten Justizrecherchen Deutschlands: In der JVA Meppen sitzen zwei Männer aus dem katholischen Emsland, die für Taten verurteilt wurden, die sie nachweislich nicht begangen haben. Als alle juristischen Wege gescheitert sind — selbst Brinkmanns Gutachten wird vom Gericht ignoriert — wird der Fall von der Justiz- zur Pressesache, und die akribische Recherche führt schließlich zum Freispruch wegen erwiesener Unschuld.
Das Kind im dunklen Zimmer
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Im März 2005 stirbt die siebenjährige Jessica in einer Hamburger Hochhaussiedlung in Jenfeld — verhungert im eigenen Kinderzimmer, das mit verklebten Scheiben verdunkelt war. Das Mädchen wog bei seinem Tod nur neuneinhalb Kilo, war zwanzig Zentimeter zu klein und hatte versteinerten Kot im Bauch, weil es über Jahre systematisch von seiner Mutter ausgehungert wurde. Der Fall zeigt nicht nur das Versagen der Eltern, sondern auch einer ganzen Gesellschaft, die wegschaute: Hätte nur eine einzige Person aufgepasst, hätte Jessicas Martyrium verhindert werden können.
Warum Frau K. einen Bundeskanzler ohrfeigte
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Die Episode dreht sich um Beate Klarsfeld, die am 7. November 1968 auf dem CDU-Parteitag in der Berliner Kongresshalle Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger ohrfeigte — eine Tat, die die damals 27-Jährige schlagartig in alle Zeitungen brachte. Sabine Rückert hat Klarsfeld in ihrem Pariser Büro besucht, wo noch heute die Bild-Titelseite von damals hängt, und erzählt die Geschichte hinter der wohl berühmtesten Ohrfeige der deutschen Nachkriegsgeschichte.