ZEIT Verbrechen – Nick und das Netzwerk des Schweigens
#356

Nick und das Netzwerk des Schweigens

ZEIT Verbrechen / 06. Januar 2026 / 8 Medien

Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Fiona Weber-Steinhaus

Ein Fall von organisiertem Kindesmissbrauch. Nick bricht das Schweigen und berichtet von einem Netzwerk, das jahrelang unentdeckt blieb. Anne Kunze berichtet über die Ermittlungen.

Erwähnte Medien (8)

Anklage gegen den Neffen von Verleger Hubert Burda erhoben. Vergewaltigungsvorwurf gegen Franz H. Burda
Artikel

Anklage gegen den Neffen von Verleger Hubert Burda erhoben. Vergewaltigungsvorwurf gegen Franz H. Burda

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:01:17 „Und da ist vor mehr als einem Jahr, nämlich am 4. Januar 2025, ein Artikel erschienen. Der heißt, Anklage gegen den Neffen von Verleger Hubert Burda erhoben.“

Sabine Rückert erzählt, wie sie auf den Fall aufmerksam wurde. Sie las in der Bild-Zeitung einen Artikel vom 4. Januar 2025 über die Anklage gegen Franz H. Burda wegen Vergewaltigung. Dieser Artikel war der Ausgangspunkt für ihre Recherche zum gesamten Fall.

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Aenne Burda – Die Wirtschaftswunderfrau
Serie

Aenne Burda – Die Wirtschaftswunderfrau

🗣 Anne Kunze referenziert bei ⏱ 00:05:19 „Genau, über die gab es ja auch eine Serie, die sehr hübsch war, eine sehr interessante Serie über eine sehr durchsetzungsfähige Frau.“

Im Gespräch über die Verleger-Dynastie Burda erwähnt Anne Kunze eine TV-Serie über Aenne Burda, die Frauen der Nachkriegszeit als Verlegerin bekannt war. Die Serie wird als 'sehr hübsch' und 'sehr interessant' beschrieben und portraitiert Aenne Burda als durchsetzungsfähige Unternehmerin.

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Traumhochzeit in Baden-Baden
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Traumhochzeit in Baden-Baden

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:11:20 „Da hat die Bunte drüber berichtet. Ah, die Burda-Bunte. Ja, die Burda Bunte berichtet über eine familieneigene Hochzeit. Das fand ich bemerkenswert, sagen wir es mal so.“

Im Zusammenhang mit der Prominenz der Familie Burda in Baden-Baden wird ein Bunte-Artikel über die Hochzeit von Franz Burdas Tochter mit einem Investmentbanker erwähnt. Die Sprecherinnen finden es bemerkenswert, dass die Bunte als Burda-eigenes Magazin über eine familieneigene Hochzeit berichtet. Der Artikel beschreibt die Feier als Society-Event mit 400 internationalen Gästen.

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Bunte-Berichterstattung über den Fall Kachelmann
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Bunte-Berichterstattung über den Fall Kachelmann

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:53:31 „Ich habe das alles aufgehoben. Ich habe die ganzen Artikel damals aufgehoben und ich habe sie auch aus dem Archiv nochmal alle geholt. Es ist ein solcher Stapel, was allein die Bunte über Kachelmann geschrieben hat und wie sie ihn darunter gemacht hat die ganze Zeit.“

Sabine Rückert beschreibt eine umfangreiche Serie von Bunte-Artikeln über den Fall Kachelmann, die sie archiviert hat. Sie nutzt diese als Beleg für die Doppelmoral des Burda-Verlags: Während die hauseigene Bunte Kachelmann medial zerstörte, wurde der eigene Familienvater Franz Burda bei einem Vergewaltigungsvorwurf von der Berichterstattung verschont.

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Jetzt spricht die Ex-Freundin
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Jetzt spricht die Ex-Freundin

🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:54:55 „Da tauchte Isabella auf, das war, jetzt spricht die Ex-Freundin, stand dann auf dem Titelbilderbund. Ja, die war sogar, soweit ich mich entsinne, auf dem Titel.“

Im Vergleich zwischen der Medienberichterstattung über Kachelmann und über Franz Burda wird ein konkretes Bunte-Titelbild genannt, auf dem eine Ex-Freundin Kachelmanns als 'Isabella' inszeniert wurde. Sentker erinnert sich an den Titel und dass die Frau 50.000 Euro für den Auftritt erhalten habe.

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Ich bin auch ein Opfer von Kachelmann
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Ich bin auch ein Opfer von Kachelmann

🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:55:17 „Genau, nochmal ein Titelbild. 2. September 2010. Ich bin auch ein Opfer von Kachelmann. Das war Anja.“

Ein weiteres konkretes Bunte-Titelbild vom 2. September 2010 wird genannt, auf dem eine Frau namens Anja sich als Opfer von Jörg Kachelmann inszenierte. Sabine Rückert kritisiert, dass die Bunte-Redaktion Kachelmanns Partnerinnen aufwendig fotografierte und für ihre Aussagen bezahlte, obwohl Kachelmann später freigesprochen wurde.

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Bunte-Titelbild mit Kachelmanns Falschbeschuldigerin nach dem Freispruch
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Bunte-Titelbild mit Kachelmanns Falschbeschuldigerin nach dem Freispruch

🗣 Anne Kunze referenziert bei ⏱ 00:55:46 „Nachdem Kachelmann freigesprochen worden war, ist ja auch noch die Falschbeschuldigerin auf die Titelseite der Bunden gehoben worden und wurde dort als Opfer beklagt, also als wahres Opfer beklagt.“

Anne Kunze verweist auf ein weiteres Bunte-Titelbild, das nach dem Freispruch Kachelmanns dessen Falschbeschuldigerin Claudia D. als 'wahres Opfer' inszenierte. Dies unterstreicht die These, dass der Burda-Verlag bei Kachelmann journalistisch aggressiv vorging, beim eigenen Familienangehörigen Franz Burda aber schwieg.

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Bild-Zeitung-Bericht über den Fall Burda
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Bild-Zeitung-Bericht über den Fall Burda

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:56:37 „Eva Schmidt hat, nachdem die Bild-Zeitung über diesen Fall berichtet hat im Januar 2025, brach über sie eine Hetzkampagne auf Social Media.“

Sabine Rückert erwähnt einen Bericht der Bild-Zeitung vom Januar 2025, der den Fall um Franz Burda öffentlich machte. Dieser Artikel löste eine massive Online-Hetzkampagne gegen die Anzeigeerstatterin aus, die unter ihrem echten Namen identifiziert und auf Social Media bedroht wurde.

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