Unter Pfarrerstöchtern – Alle sind verrückt nach David – nur einer nicht
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Alle sind verrückt nach David – nur einer nicht

Unter Pfarrerstöchtern / 11. Februar 2022 / 7 Medien

Sabine Rückert & Johanna Haberer

Nach dem Sieg über Goliath fasst David am Hofe Sauls Fuß — nicht nur als Musiker, sondern als erfolgreicher Soldat. Im Zentrum steht die intensive Freundschaft zwischen David und Sauls Sohn Jonathan, der ihm Mantel, Rüstung und Schwert übergibt und damit symbolisch auf seinen eigenen Thronanspruch verzichtet.

„Er zog den Mantel, den er anhatte, aus und gab ihn dem David, ebenso seine Rüstung, sein Schwert und sein Bogen und sein Gürtel.“
🗣 Johanna Haberer

Erwähnte Medien (7)

Faust

Faust

Johann Wolfgang von Goethe · 2018

Goethes »Faust. Der Tragödie erster Teil« mit 200 Wort- und Sacherklärungen für ein besseres Textverständnis Goethes »Faust« ist schlichtweg das Menschheitsdrama. Es ist das Drama des nach Erkenntnis strebenden Menschen, der an seine eigenen Grenzen stößt. In seinem Existenzhunger überschreitet Faust diese Grenze und geht einen Pakt mit dem Teufel ein. Goethes Faust-Dichtung ist eines der wort- und motivgewaltigsten Dramen der deutschen Literatur.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:13:52 „ob Faust in der Osternacht den kathartischen Zauber der Musik beschwört, O, tönet fort, ihr süßen Himmelslieder, die Träne quillt, die Erde hat mich wieder“

Innerhalb des Walter-Jens-Textes wird Goethes Faust als Beispiel für die heilende Kraft der Musik zitiert – die Osterszene, in der Faust durch Gesang vom Suizid abgehalten wird.

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David spielt Harfe vor Saul

David spielt Harfe vor Saul

Rembrandt van Rijn

Das Gemälde „David spielt die Harfe vor Saul" entstand um 1630–1631 aus der Hand des niederländischen Meisters Rembrandt Harmensz. van Rijn. Das Ölgemälde auf Eichenholz zeigt eine Szene aus dem Alten Testament und wird im Städel Museum in Frankfurt am Main aufbewahrt. Mit den Maßen von 62 x 50,1 cm handelt es sich um ein Werk aus mittlerem Format, das 1817 als Teil der Sammlung Sophia Franziska de Neufville-Gontard in die Museumssammlung gelangte. Die Museumskatalogseite stellt digitale Ressourcen bereit, darunter eine Audioführung aus der 2021 Rembrandt-Ausstellung „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam".

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:13:52 „einerlei ob Rembrandt in einem Altarsbild das wunderschöne Judenkind dem weinenden Saul aufspielen lässt“

Im Walter-Jens-Text wird Rembrandts Gemälde als ein Beispiel der jahrhundertelangen künstlerischen Rezeption des musizierenden David angeführt.

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David, von Rembrandt gemalt, die Harfe ans Gewand gepresst

David, von Rembrandt gemalt, die Harfe ans Gewand gepresst

Rembrandt van Rijn

Rembrandts berühmtes Gemälde zeigt David, der seine Harfe schützend ans Herz drückt. Das Kunstwerk wird in Walter Jens' Essay über die Heilkraft der Musik als Symbol für die transformative und rettende Kraft von Musik interpretiert.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:13:52 „David, von Rembrandt gemalt, die Harfe, als sei sie sein Kind ans Gewand gepresst. Was, wenn nicht die Musik, könnte ihn retten?“

Ein zweites Rembrandt-Gemälde wird im selben Walter-Jens-Text erwähnt, das David mit seiner Harfe zeigt – als Schlussbild des Textes über die Heilkraft der Musik.

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König David, Herrscher und Musikant

König David, Herrscher und Musikant

Walter Jens

Walter Jens kommentiert in diesem Essay eine biblische Stelle aus 1. Samuel 24 humorvoll durch verschiedene Übersetzungsvarianten – von der Einheitsübersetzung über Luthers ‚Füße decken' bis zum ursprünglichen ‚scheißen'. Ein literarisch feinsinniger Text über König David und Bibelübersetzung, 1993 in Die Zeit.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:14:07 „Ich bin nämlich in dem Zeitarchiv auf einen Text von Walter Jens gestoßen, dem berühmten, inzwischen verstorbenen Rhetorik-Professor, der ein großes Stück geschrieben hat über den König David, Herrscher und Musikant. Und zwar am 24.12.1993. Also da hatte ich gerade bei der Zeit angefangen. Da war ich gerade zwei Jahre bei der Zeit.“

Sabine Rückert hat im ZEIT-Archiv einen Artikel von Walter Jens über König David wiedergefunden, den sie bereits 1993, kurz nach ihrem Einstieg bei der ZEIT, gelesen hatte und der sie damals schwer beeindruckte. Sie liest eine längere Passage daraus vor, in der Jens die Musik als Heilmittel gegen Schwermut und Melancholie beschreibt — von David über Orpheus, Rembrandt, Faust bis hin zu Luther.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Faust

Faust

Johann Wolfgang von Goethe

Goethes Faust gehört zu den bedeutendsten Werken der deutschen Literatur. Der Artikel beleuchtet die Gretchen-Szene – das ergreifende Gebet aus dieser Tragödie – anhand von Dagmar Berghoffs Erfahrungen bei Theatervorsprechungen. Er zeigt die Spannung zwischen künstlerischer Leidenschaft und der oft nüchternen Realität von Casting-Prozessen in der Theaterbranche.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:15:31 „ob Faust in der Osternacht den kathartischen Zauber der Musik beschwört, »O, tönet fort, ihr süßen Himmelslieder, die Träne quillt, die Erde hat mich wieder«“

Im Kontext des Walter-Jens-Artikels wird Goethes Faust als eines der großen Beispiele in der Weltliteratur für die Heilungskraft der Musik zitiert. Die Osternacht-Szene, in der Faust durch Musik vom Suizid abgehalten wird, steht in einer Traditionslinie, die Jens von König David bis in die Neuzeit nachzeichnet.

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Saul und David (Gemälde)

Saul und David (Gemälde)

Rembrandt

Rembrandts Gemälde „Saul und David" zeigt den jungen David mit Harfe vor dem weinenden König Saul — eine biblische Szene der Musiktherapie. Das Altarsbild verdichtet die Heilungskraft der Musik ikonisch: David spielt, um Sauls Trauer zu lindern. Rembrandts charakteristische Licht- und Schattentechnik verleiht diesem intimen Moment tiefe emotionale Präsenz.

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:17:46 „einerlei ob Rembrandt in einem Altarsbild das wunderschöne Judenkind dem weinenden Saul aufspielen lässt... David, von Rembrandt gemalt, die Harfe, als sei sie sein Kind ans Gewand gepresst. Was, wenn nicht die Musik, könnte ihn retten?“

Im Walter-Jens-Artikel wird Rembrandts Gemälde von David und Saul als ein Beispiel für die künstlerische Darstellung der Heilungskraft der Musik angeführt. Rembrandt zeigt den jungen David, der dem weinenden König Saul auf der Harfe vorspielt — ein Bild, das die biblische Szene der Musiktherapie ikonisch verdichtet.

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Einer von Zweien

Einer von Zweien

Ich + Ich

Als das Debutalbum von Ich + Ich im April 2005 erschien, konnte die versammelte Presselandschaft nur staunen. Formuliert wurden Überschriften wie „Keine Generationsfrage“ und „ungleiches Paar“ (Focus), „Generationenvertrag“ (Brigitte) „Clash der Generationen“ (Musikwoche) oder auch „Melancholie und Nachdenklichkeit“ (Der Tagesspiegel). So etwas hatte man im Pop-Kosmos ganz offensichtlich noch nicht erlebt. Einerseits die New-Wave-Ikone und Ideal-Frontfrau Annette Humpe (Jahrgang 1950)

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:23:18 „Es gibt ein Lied, das ist von der Gruppe, die es nicht mehr gibt, die heißt Ich und Ich. Und da heißt es, fand ich, hat mir schon immer gut gefallen, das Lied. Das heißt Einer von Zweien. Einer von Zweien liebt immer etwas mehr.“

Sabine Rückert zieht eine überraschende Parallele zwischen der biblischen Konstellation David-Saul und dem Popsong 'Einer von Zweien' der Band Ich + Ich. Das Lied beschreibt das Ungleichgewicht zwischen zwei Menschen — einer hat Glück, der andere nicht — was sie als archetypisches Muster in der David-Saul-Beziehung wiedererkennt. Sie zitiert den Song ausführlich.

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