Episoden von Die sogenannte Gegenwart
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Ist Pop heute rechts
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Historische Premiere bei der sogenannten Gegenwart: Zum ersten Mal überhaupt ist ein Gast im Podcast, und zwar der Pop-Theoretiker Dietrich Diederichsen — ausgerechnet dann, wenn es um die Frage geht, ob Pop heute rechts ist. Im Gegenwartscheck geht es zunächst um Tesla und das Ende der automobilen Individualisierung durch Lackierung.
Ich wär jetzt lieber woanders
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Die Folge kreist um das Thema Sehnsucht — ob sie der Grundzustand des Menschen ist und was sie mit der Gegenwart zu tun hat. Bevor es ans Eingemachte geht, wird im Gegenwartscheck ein neuer Cinemax-Trailer namens »Jetzt ist Film« besprochen, der statt der üblichen Handy-aus-Durchsage die Smartphone-Abhängigkeit elegant reflektiert. Alle drei haben Texte zum Thema mitgebracht, passend zur Sommersehnsuchts-Stimmung kurz vor den Ferien.
Sind wir im Fitnesstudio alle gleich
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
In dieser Folge geht es um Fitnessstudios, Körperarbeit und alles, was man dort an Erlebnissen und Seelenlagen durchmacht. Zum Aufwärmen berichtet Ijoma Mangold aus Mailand von einer subtilen italienischen Widerstandsgeste gegen die fest angebrachten Plastikflaschendeckel: Statt sie wie die Deutschen brachial abzureißen, verwandeln die Italiener das Trinken mit gespreiztem Zeigefinger in eine elegante Demonstration gegen die Deckeldiktatur.
Warum wollt ihr alle an die Eliteuni
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Die Folge nimmt sich ein Phänomen vor, das von BookTok bis zu Streamingdiensten boomt: Geschichten, die in elitären Bildungseinrichtungen spielen — englische Internate, Oxbridge, amerikanische Ivy League. Im Zentrum steht die Amazon-Serie Maxton Hall, laut Eigenaussage die erfolgreichste nicht-amerikanische Serie des Streamingdienstes, basierend auf einem deutschen BookTok-Erfolg. Die Frage dahinter: Warum zieht diese Welt aus dicken Büchern, reichen jungen Menschen und ehrwürdigen Hallen gerade so magnetisch an — und wie viel davon ist eigentlich das lange Erbe von Harry Potter?
Wird der Nazi-Giftschrank hip
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Ein Wochenende im Mai 2024 steht im Zeichen des Sylt-Videos: Feiernde singen rassistische Parolen zu Gigi D'Agostinos «L'Amour Toujours» — und die Hosts fragen sich, was passiert, wenn rechte Memes die Popkultur kapern. Außerdem im Gegenwartscheck: Die Entdeckung des deutschen Kippfensters durch staunende US-Amerikaner als virales Tech-Phänomen.
Das Ende der Faulheit
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Die Folge widmet sich der Frage, was Faulheit eigentlich ist – angestoßen durch die Bürgergeld-Debatte und den Generationenkonflikt zwischen Boomern und Gen Z um Homeoffice, Work-Life-Balance und den Stellenwert von Lohnarbeit. Zum Auftakt experimentieren die Hosts mit einem KI-generierten Jingle als Siri-Vertretung und sezieren dabei gleich die kreative Leere maschinell erzeugter Musik.
Reden wie ein Bundespräsident
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Im Zentrum steht Frank-Walter Steinmeiers neues Suhrkamp-Buch »Wir« — ein Bundespräsident, der sich im intellektuellen Verlag versucht. Doch bevor es ans Eingemachte geht, liefert der Gegenwartscheck eine Beobachtung über X-Accounts, die mit Superlativen europäischer Kathedralen und Altstädte einen ungeniert eurozentrischen Kulturkanon feiern — eine stille Gegenbewegung zum poststrukturalistischen Dekonstruktionseifer der Universitäten.
Willkommen in der biochemischen Lotterie
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Ausgehend von Kate Middletons Krebsdiagnose unternehmen die drei eine feuilletonistische Bestandsaufnahme: Wie sprechen und fühlen wir über Krebs, wie wurde die Krankheit historisch als Metapher gedeutet, und was hat sich daran verändert? Als Leitfaden dient das Buch «Krebsfühlen» der Historikerin Bettina Hitzer. Im Gegenwartscheck geht es vorweg um ein ganz anderes Zeitgeist-Phänomen: die allgegenwärtige Bitcoin-FOMO, die inzwischen sogar in der Plakatwerbung angekommen ist.
Werden wir jetzt wieder Freunde
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Anlass der Folge ist ein Feuilleton-Text von Lars über das Ende von Social Media — ein schleichendes Vorbeigefühl, das die beiden Millennials zum Anlass nehmen, ihre eigene Social-Media-Biografie abzuschreiten: von der Freundschaftsanfrage über die Follower-Ära bis zur heutigen Ernüchterung. Die zentrale Frage dabei: Was kommt nach Social Media, und wie lässt sich verhindern, dass es noch schlimmer wird als das, was war?
Sind wir nicht alle ein bisschen konservativ
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Was bedeutet es heute noch, konservativ zu sein — jenseits von Trump und Markus Söder? Die Folge verspricht einen großen Bogen durch die Geschichte des konservativen Denkens, von der Ästhetik des Oldschool bis zur Suche nach den 'guten' Konservativen. Im Gegenwartscheck kollidieren derweil zwei Zeitgeist-Phänomene: ethische Nicht-Monogamie als moralisierte Version der freien Liebe und die überraschende Rückkehr dicker Bücher in der U-Bahn.