Sahra Wagenknecht, was hält Sie in der Politik
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Sahra Wagenknecht spricht über den ungewöhnlichen Weg, eine nach ihr benannte Partei zu gründen — ein Novum in der deutschen Geschichte, das sie pragmatisch damit begründet, dass neue Parteien auf dem Wahlzettel sonst schlicht untergehen. Zwischen Reflexionen über ihre verhinderte Studienzeit in der DDR und dem Pflichtgefühl, politisch zu handeln statt nur Bücher zu lesen, zeichnet sie das Bild einer Frau, die eigentlich ein Leben in der Theorie vorgezogen hätte, sich aber von der Realität nicht davon abhalten ließ, Parteigeschichte zu schreiben.
„Wenn ich jetzt mein ideales Leben gelebt hätte, hätte ich mein Leben mit Büchern gelebt.“
Erwähnte Medien (18)
Sahra Wagenknecht (Biografie)
· 2025
Die Frau, die den deutschen Populismus neu definiert: Sahra Wagenknecht, einst eine prominente Figur innerhalb der Linkspartei "Die Linke", hat sich von ihr abgespalten, um ihre eigene politische Bewegung - "Die Zukunft" - zu gründen, und fordert damit die deutsche politische Landschaft heraus wie nie zuvor.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:13:31 „Es gibt ja eine tolle Biografie über Sie, die von einem, wenn ich das richtig im Kopf habe, Psychotherapeuten geschrieben worden ist, die deswegen natürlich auch so ein bisschen diese psychologischen Dinge wahrscheinlich überbetont.“
Jochen Wegner erwähnt eine Biografie über Sahra Wagenknecht, die von einem Psychotherapeuten verfasst wurde. Er nutzt sie als Gesprächsanlass, um über die prägenden Kindheitserfahrungen Wagenknechts zu sprechen – insbesondere den Verlust des Vaters und das Aufwachsen in der DDR. Der genaue Titel und Autor werden nicht genannt.
Porträt über Sahra Wagenknecht in der Süddeutschen Zeitung
Renate Meinhof
Porträt von Sahra Wagenknecht in der Süddeutschen Zeitung von Renate Meinhof. Der Artikel überrascht mit der unerwarteten Darstellung von Wagenknechts Mutter, eine ansonsten selten öffentlich in Erscheinung tretende Person. Ein charakterisierendes Porträt, das persönliche Hintergründe der Politikerin beleuchtet.
🗣 Christoph Amend zitiert daraus bei ⏱ 00:26:44 „Und ich war völlig überrascht, als ich vor kurzem in der Süddeutschen Zeitung ein Porträt über sie gelesen habe von der geschätzten Kollegin Renate Meinhof, die sie auch schon seit vielen Jahren immer wieder mal getroffen hat. Und da tauchte plötzlich ihre Mutter auf.“
Christoph Amend leitet einen Gesprächsblock über Wagenknechts Mutter ein, indem er ein aktuelles Porträt in der Süddeutschen Zeitung erwähnt. Der Artikel von Renate Meinhof überraschte ihn, weil darin Wagenknechts Mutter auftauchte – eine Person, die sonst kaum öffentlich in Erscheinung tritt.
Porträt über Sahra Wagenknecht
Frau Meinhof
Sahra Wagenknecht spricht in diesem Porträt der ZEIT über ihre Lebensgeschichte, einschließlich rassistischer Erfahrungen in der Kindheit und ihrem ursprünglichen Traum, Professorin zu werden. Das Interview behandelt ihre politische Entwicklung, ihre Haltung zur AfD und zu Wladimir Putin sowie ihre persönlichen Fehler und Überzeugungen. Das Porträt zeichnet ein differenziertes Bild der Politikerin jenseits medialer Karikaturen.
🗣 Sahra Wagenknecht referenziert bei ⏱ 00:28:28 „Also die Frau Meinhof hatte ja schon einmal 2010, glaube ich, ein Porträt über mich. Und damals hatte sie meine Mutter schon getroffen. Das war ein sehr feinfühliges Porträt, wo ich mich auch verstanden fühlte.“
Sahra Wagenknecht erzählt, wie ein journalistisches Porträt aus dem Jahr 2010 von einer Journalistin namens Meinhof zustande kam. Sie beschreibt es als besonders fair und feinfühlig, gerade in einer Zeit, in der sie medial oft als Kommunistin oder Stalinistin dargestellt wurde. Die positive Erfahrung mit diesem Porträt war auch der Grund, warum sie später ihre Mutter ermutigte, sich erneut mit der Journalistin zu treffen.
träumweiter
Ostkreuz
Fotoausstellung der Berliner Fotoagentur Ostkreuz im CO Berlin unter dem Titel "träumweiter". Die Ausstellung zeigte dokumentarische und Porträtfotografien, darunter ein Porträt von Sahra Wagenknecht aus ihren jungen Jahren und demonstrierte die künstlerische Arbeit des renommierten Fotokollektivs. Die Ausstellung zog großes Publikumsinteresse an.
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:42:23 „Haben Sie zufällig träumweiter gesehen, diese Ausstellung von Ostkreuz, die in CO Berlin ganz lange zu sehen war jetzt, wo die Leute um den Block gestanden, als ich da war, war eine Schlange.“
Jochen Wegner erwähnt die Fotoausstellung 'träumweiter' der renommierten Fotoagentur Ostkreuz, die im CO Berlin gezeigt wurde und großen Andrang hatte. Er verweist auf ein frühes Porträtfoto von Wagenknecht mit etwa 22 Jahren, das in der Ausstellung zu sehen war, und nutzt es als Überleitung zum Thema, wie Wagenknecht schon in jungen Jahren zur öffentlichen Figur und Ikone wurde.
Hausbesuch bei Sarah Wagenknecht
Ein ZEIT-Porträt der jungen Sahra Wagenknecht aus dem Jahr 1996. Der Artikel skizziert die damalige Vorsitzende der kommunistischen PDS-Plattform mit einer für die Zeit typischen, heute als problematisch wahrgenommenen Sprache – die mehr auf Äußerlichkeiten fokussiert als auf inhaltliche Positionen. Das Stück zeigt exemplarisch, wie Journalisten damals über weibliche Politiker schrieben.
🗣 Jochen Wegner zitiert daraus bei ⏱ 00:43:14 „Mit dieser linksliberalen Offerte besuchen wir, das ist jetzt aus der Zeit, besuchen wir Sarah Wagenknecht, die Vorsitzende der kommunistischen Plattform in der PDS. Ein Jeansgirl öffnet zart. Das war so der Sound.“
Jochen Wegner zitiert aus einem ZEIT-Artikel von 1996, einem Hausbesuch bei der jungen Sahra Wagenknecht. Er liest die damalige, aus heutiger Sicht befremdliche und herablassende Beschreibungssprache vor – 'Jeansgirl', 'spröde Mädchenstimme' – um zu illustrieren, wie Journalisten damals über Politikerinnen geschrieben haben. Er schämt sich rückblickend für diesen Ton.
Die antisozialistischen Strategien im Zeitalter der Systemauseinandersetzung
Sahra Wagenknecht · 2019
Sahra Wagenknecht: In ihren ökonomischen Analysen ist sie eine der Klarsten und Sachkundigsten im Land. Mit ihrer Neugier ist sie als eine der wenigen fähig, das Feingewebe der Wirtschaft mit progressiven Ideen zu verbinden. Von ihren Gegnern wird immer wieder ihre umfassende Detailkenntnis gelobt. Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende der Linken im Deutschen Bundestag, fasziniert und polarisiert wie kaum ein anderer in unserer derzeitigen politischen Landschaft.
🗣 Jochen Wegner zitiert daraus bei ⏱ 00:51:34 „Also ich klamme mal aus, es gab so ein Frühwerk 93, die antisozialistischen Strategien im Zeitalter der Systemauseinandersetzung. Ich könnte daraus zitieren, mache ich jetzt aber nicht.“
Jochen Wegner erwähnt Wagenknechts Frühwerk von 1993 als Teil einer Würdigung ihrer akademischen Publikationen. Er deutet an, dass er daraus zitieren könnte, verzichtet aber bewusst – Wagenknecht ist ihm dafür dankbar. Der Titel lässt auf eine orthodox-marxistische Schrift aus ihrer Zeit in der Kommunistischen Plattform der PDS schließen.
Marx-Gesamtausgabe
Karl Marx · 2004
Text in English, French, and German. some volumes have cover title: Marx/Engels Gesamtausgabe. some volumes published by: Berlin : Akademie Verlag. Statements of responsibility vary, e.g., Herausgegeben vom Institut fèur Geschichte der Arbeiterbewegung, Berlin, und vom Institut fèur Marxismus-Leninismus beim Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Sowjetunion; Herausgegeben von der Internationalen Marx-Engels-Stiftung, Amsterdam.
🗣 Sahra Wagenknecht referenziert bei ⏱ 00:52:34 „Ich hatte ja diese Marx-Gesamtausgabe von meiner Mutter zum 18. Geburtstag bekommen und habe die auch wirklich, also jetzt nicht alle 40 oder 42 Bände, aber doch einen sehr großen Teil davon, auch Briefe und vieles gelesen.“
Sahra Wagenknecht erzählt, dass sie die Marx-Gesamtausgabe – rund 40 bis 42 Bände – als Geschenk zum 18. Geburtstag von ihrer Mutter erhalten hat. Diese intensive Lektüre, einschließlich der Briefe, bildete die Grundlage für ihr späteres Philosophie-Studium und ihre Magisterarbeit über das Verhältnis von Marx und Hegel.
Magisterarbeit über den jungen Marx und Hegel
Sahra Wagenknecht
Magisterarbeit untersucht die Entwicklung des jungen Marx als Junghegeleaner und seine Kritik an Hegel. Wagenknechts These: Marx lag in seiner Hegelkritik falsch – Hegel war progressiver und kapitalismuskritischer als die marxistische Tradition anerkennt. Der späte Marx kehrte letztlich zu Hegelianischen Positionen zurück.
🗣 Sahra Wagenknecht referenziert bei ⏱ 00:52:51 „Und die Kernthese dieser Magisterarbeit ist ja, dass Marx hat sich ja als Junghegelianer, also Marx war ja zunächst ein Junghegelianer, der sich dann dadurch entwickelt hat oder auch zu Marx wurde, indem er Hegel kritisiert hat. Und die Kernthese dieser Arbeit ist, dass der junge Marx im Vergleich zu Hegel Unrecht hatte.“
Sahra Wagenknecht erläutert ihre Magisterarbeit aus dem Studium in Groningen, die sich mit dem Verhältnis des jungen Marx zu Hegel befasst. Ihre provokante These: Der junge Marx lag in seiner Hegel-Kritik falsch, Hegel war progressiver und kapitalismuskritischer als die marxistische Tradition anerkennt, und der spätere Marx kehrte eigentlich zu Hegels Positionen zurück.
Dissertation über Sparverhalten und ökonomische Theorie
Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknechts Dissertation untersucht mathematische Modelle des Sparverhaltens und erklärt, warum sehr arme Menschen deutlich weniger sparen als die ökonomische Standardtheorie vorhersagt. Die Arbeit verbindet tiefe mathematische Analyse mit wirtschaftlicher Theorie und bietet neue Einblicke in die ökonomischen Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen. Besonders bemerkenswert ist die ungewöhnlich akademische Rigorosität dieser wissenschaftlichen Arbeit.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:55:22 „Es geht um Ökonomie und Mathematik und ein bestimmtes mathematisches Modell, wie Ökonomen beschreiben, wie Menschen Geld sparen. Und das hat so eine Abweichung bei den sehr armen Menschen, wo die ökonomische Theorie sagt, die würden viel mehr sparen, als sie es wirklich machen. Und sie untersuchen, warum das so ist.“
Jochen Wegner zeigt sich beeindruckt von Wagenknechts Doktorarbeit, die sich mit einem mathematischen Modell zum Sparverhalten befasst. Die Arbeit untersucht, warum sehr arme Menschen weniger sparen als die ökonomische Standardtheorie vorhersagt. Wegner betont die ungewöhnliche Tiefe und die Kombination aus Ökonomie und Mathematik – selten bei Politikerinnen.
Text über Sahra Wagenknecht und den klassischen Marxismus
Jens Jessen
Jens Jessens Artikel in der ZEIT erkundet die intellektuelle Verbindung zwischen klassischem Marxismus und Sahra Wagenknechts politischen Positionen. Der Text argumentiert, dass Wagenknechts Kritik am urbanen, liberalen Establishment eine zeitgenössische Wiederbelebung marxistischer Ideenkerne darstellt. Ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der theoretischen Fundamente ihrer politischen Haltung.
🗣 Jochen Wegner zitiert daraus bei ⏱ 01:16:12 „Die andere Sicht der Welt habe ich in einem Text von Jens Jessen in der Zeit gefunden, der mal, Leute, googelt es, es gibt einen ganz tollen Text, wo er versucht zu erklären, dass sie im Grunde den klassischen Marxismus wiederbeleben.“
Wegner bringt als Gegengewicht zu den gängigen Klischees über Wagenknechts Positionen einen Artikel von Jens Jessen aus der ZEIT ins Spiel. Jessen argumentiere darin, dass Wagenknechts politische Haltung – etwa ihre Kritik an einem urbanen, liberalen Establishment – im Kern eine Wiederbelebung klassisch-marxistischer Ideen sei. Wegner empfiehlt den Text ausdrücklich zum Nachlesen.
Artikel über den Aufschwung der Linken
Nach dem Austritt von Sahra Wagenknecht aus der Linkspartei erlebt die Partei wider Erwarten einen Aufschwung. Viele Mitglieder und Funktionäre empfinden Wagenknechts Abgang als Befreiung und sehen die Partei gestärkt. Die ZEIT dokumentiert Stimmen aus der Linken, die den Verlust der prominenten Politikerin als Chance für einen Neuanfang werten. Der Artikel beleuchtet, wie die Partei nach dem Abspaltungsschock zur Ruhe gekommen ist und wieder an Profil gewinnt.
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:43:10 „Es gibt ja auch Leute bei der Linken, kann man jetzt lesen, auch in der Zeit, die sagen, wir dachten eigentlich, als Sarah Wagenknecht ausgetreten ist, unsere Partei ist am Ende. Jetzt sehen wir, das Gegenteil ist der Fall. Wir sind befreit von Sarah Wagenknecht.“
Christoph Amend verweist auf Berichterstattung in der ZEIT über den überraschenden Aufschwung der Linkspartei nach dem Austritt Wagenknechts. Der Artikel gibt Stimmen aus der Linken wieder, die den Abgang Wagenknechts als Befreiung empfinden. Amend nutzt die Referenz, um Wagenknecht mit der These zu konfrontieren.
RKI-Protokolle
Interne Sitzungsprotokolle des Robert Koch-Instituts aus der Corona-Pandemie, die später veröffentlicht wurden. Sie dokumentieren die Entscheidungsprozesse bei epidemiologischen Bewertungen und zeigen die Schnittstellen zwischen wissenschaftlicher Beratung und Politikgestaltung während der Pandemiebekämpfung.
🗣 Sahra Wagenknecht referenziert bei ⏱ 01:51:40 „Also das ist ein wirklich übles Framing, das uns von Anfang an begleitet. Wir haben, also das war ja damals, wo ich mit Frau Schwarzer zusammen diese große Kundgebung gemacht habe. Wir haben diese Protokolle auch durchgearbeitet.“
Wagenknecht argumentiert im Abschnitt zur Corona-Aufarbeitung, dass das Robert Koch-Institut politisch unter Druck gesetzt wurde, seine wissenschaftlichen Bewertungen anzupassen. Sie verweist auf die veröffentlichten RKI-Protokolle als Beleg dafür, dass etwa Gesundheitsminister Lauterbach interveniert habe, um die Risikobewertung der Omikron-Variante künstlich hochzuhalten.
Interview mit Sahra Wagenknecht in der Zeit
Umfassendes Interview mit Sahra Wagenknecht in der Die Zeit, in dem sie über persönliche Erfahrungen wie rassistische Beleidigungen in ihrer Kindheit und ihre ursprünglichen Karriereziele berichtet. Der Artikel behandelt ihre politischen Positionen, insbesondere ihre Haltung zur Sicherheitspolitik, zu Russland und zur AfD, sowie ihre Reflexion über Fehler in ihrem Leben.
🗣 Jochen Wegner zitiert daraus bei ⏱ 01:58:23 „Es gab ein großes Interview mit Ihnen auch kürzlich in der Zeit. Also wir müssen nicht allzu lange gerade zum Thema Sicherheit da verweilen. Aber ich wollte es schon nochmal von Ihnen selbst hören.“
Im Gespräch über die Sicherheitspolitik und Wagenknechts Haltung zu Russland verweist Jochen Wegner auf ein kürzlich in der Zeit erschienenes großes Interview mit Wagenknecht, in dem sie ihre Positionen bereits ausführlich dargelegt habe. Er nutzt den Verweis, um das Thema Sicherheitspolitik nicht nochmals vollständig aufzurollen.
Faust
Johann Wolfgang von Goethe
Goethes Faust gehört zu den bedeutendsten Werken der deutschen Literatur. Der Artikel beleuchtet die Gretchen-Szene – das ergreifende Gebet aus dieser Tragödie – anhand von Dagmar Berghoffs Erfahrungen bei Theatervorsprechungen. Er zeigt die Spannung zwischen künstlerischer Leidenschaft und der oft nüchternen Realität von Casting-Prozessen in der Theaterbranche.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:25:16 „Ihr naht euch wieder schwankende Gestalten oder wenn der Blüten Frühlingsregen? Ja, der Faust. Also ihr naht euch wieder.“
Im Entweder-oder-Spiel stellt Jochen Wegner die Wahl zwischen zwei berühmten Gedichtanfängen – der Zueignung aus Goethes Faust und einem Schiller-Vers. Wagenknecht entscheidet sich sofort für Faust und identifiziert das Zitat korrekt, was ihre Vorliebe für Goethe gegenüber Schiller unterstreicht.
Emma
Die aktuelle Mai/Juni-Ausgabe von EMMA behandelt überwiegend feministische Themen mit kritischem Fokus. Ein Schwerpunkt liegt auf Frauenrechten an Elite-Universitäten, wo Studentinnen in Cambridge gegen progressive Trends an ihrem Frauen-College antreten. Die Redaktion dokumentiert auch zehn Jahre des französischen „Nordischen Modells" zur Bestrafung von Freiern sowie Debatten über einen fragmentierten modernen Feminismus in Berlin. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit Pornografie-Prävention durch die amerikanische Forscherin Gail Dines und mit rechtlichen Konsequenzen für Therapeuten, die bei Minderjährigen geschlechtsangleichende Maßnahmen begleitet haben. Die Titelgeschichte widmet sich der Wut als kreatives und politisches Ausdrucksmittel, illustriert durch ein Interview mit Schauspielerin Stefanie Reinsperger.
Emma oder Missy Mac? – Emma (Zeitschrift)
Die Schneekönigin
Hans Christian Andersen · 2012
Hans Christian Andersen (* 2. April 1805 in Odense; † 4. August 1875 in Kopenhagen), der sich als Künstler zeitlebens nur H. C. Andersen nannte, ist der bekannteste Dichter und Schriftsteller Dänemarks. Weltberühmt wurde er durch seine zahlreichen Märchen (dänisch Eventyr), unter anderen Däumelinchen, Des Kaisers neue Kleider, Die kleine Meerjungfrau, Die Prinzessin auf der Erbse, Der standhafte Zinnsoldat, Das hässliche Entlein und Die Schneekönigin.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:32:16 „Gerda oder Kai? Die Gerda hat ihn gerettet. Schneekönigin oder Froschkönig? Schneekönigin.“
Im Entweder-oder-Spiel werden zunächst die Figuren Gerda und Kai aus Andersens Märchen gegenübergestellt, wobei Wagenknecht Gerda wählt, weil sie Kai gerettet hat. Kurz darauf wählt sie auch die Schneekönigin gegenüber dem Froschkönig – beides Verweise auf das gleiche Märchen.
Rede in Mannheim
Oskar Lafontaine · 1996
Rede von Oskar Lafontaine auf dem SPD-Parteitag in Mannheim, die im Fernsehen übertragen wurde. Bekannt für sein selbstbewusstes Auftreten und politische Durchsetzungskraft. Sahra Wagenknecht erinnert sich daran als Schlüsselmoment, der sie faszinierte und ihre Wahrnehmung Lafontaines prägte, noch bevor sie ihn persönlich kennenlernte.
🗣 Sahra Wagenknecht zitiert daraus bei ⏱ 02:34:21 „Ich habe ihn ja sogar etwas skeptisch gesehen vorher. Ich habe ihn schon auch immer verfolgt, auch irgendwie mit einer gewissen Faszination. Also ich weiß noch genau, ich habe seine Rede in Mannheim im Fernsehen gesehen, habe daran auch Erinnerungen. Weil ich das so, ja irgendwie so tough, so einfach tritt man da auf und tritt an und gewinnt dann auch noch.“
Wagenknecht erinnert sich an Oskar Lafontaines berühmte Rede auf dem SPD-Parteitag in Mannheim, die sie im Fernsehen verfolgt hat. Es ist ein persönlicher Schlüsselmoment: Noch bevor sie Lafontaine persönlich kannte, faszinierte sie sein selbstbewusstes Auftreten. Die Rede wird Teil ihrer Erzählung darüber, wie sie ihren späteren Mann zunächst als politische Figur wahrnahm.
Sahra Wagenknecht Dokumentation
Vier- bis fünfteilige Dokumentation über die Politikerin Sahra Wagenknecht. Der Film zeigt erstmals Oskar Lafontaines unterstützende Rolle an ihrer Seite – wie er sie in ihrer politischen Karriere begleitet, berät und coacht. Ein intimes Porträt ihrer persönlichen und politischen Partnerschaft.
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:37:07 „Es gibt jetzt viele, ich meine fünfteilige Doku über sie. Waren es vier oder fünf Teile, die sehr empfehlenswert ist, die auch in den Mediatheken zu sehen ist. Wirklich sehr empfehlenswert. Wo er plötzlich eine Rolle spielt und auftaucht, sie begleitet, coacht und so weiter.“
Jochen Wegner empfiehlt eine vier- bis fünfteilige Dokumentation über Sahra Wagenknecht, die in den Mediatheken verfügbar ist. Er hebt hervor, dass darin erstmals Oskar Lafontaines Rolle an Wagenknechts Seite sichtbar wird – wie er sie begleitet und berät. Der genaue Titel wird nicht genannt.