Sabine Rückert, wie kamen Sie zum Verbrechen
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Sabine Rückert, stellvertretende Chefredakteurin der ZEIT und Stimme hinter dem Erfolgspodcast ZEIT Verbrechen, gibt Einblicke in ihre Faszination für Kriminalfälle, ihre Begegnungen mit Mördern und ihre Haltung gegen vorschnelle Zuordnungen. Sie erzählt von ihrem Pfarrershaushalt, ihrer Liebe zu Mercedes-Autos und warum sie sich nicht gern auf eine Seite stellen lässt.
„Ich bin nicht Journalistin geworden, weil ich so gern mit Menschen zu tun habe. Ich finde Menschen sehr anstrengend.“
Erwähnte Medien (80)
Real Americans
Rachel Khong
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:06:36 „Das ganze Land liest gerade ein Buch. Real Americans von Rachel Kong. Ein Roman über Liebe, Herkunft und die Frage, was uns zu denen macht, die wir sind.“
Dies ist eine Werbeanzeige innerhalb des Podcasts. Der Roman wird im Rahmen der Aktion 'Deutschland liest ein Buch' von Kiepenheuer & Witsch und der Zeit Verlagsgruppe beworben. Es handelt sich nicht um eine redaktionelle Empfehlung der Hosts.
Der Podcast
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:21:33 „Es gibt einen Podcast auf Spotify, der heißt Der Podcast, glaube ich. Ja, stimmt, das habe ich auch gehört.“
Wegner erwähnt eine Parodie auf Sabine Rückert und ihren Co-Moderator Andreas Senker. In diesem Spotify-Podcast wird Rückerts markante Art nachgeahmt, wie sie Senker unterbricht und zurechtweist – was Rückert amüsiert kommentiert.
Mad Men
Matthew Weiner
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:39:02 „Das ist ein bisschen wie bei Mad Men. Mad Men handelt ja auch davon, dass der große Erfinder irgendwelche genialen Entwürfe hat und dann kommt der Kunde und sagt, ich möchte das, was meine Frau gut findet.“
Sabine Rückert vergleicht ihre frustrierende Erfahrung in einer kleinen Düsseldorfer Werbeagentur mit der Serie Mad Men. Sie zieht die Parallele, dass auch dort die kreative Vision der Werber regelmäßig an den banalen Wünschen der Kunden scheitert. Jochen Wegner merkt an, dass Sabine ein Serien-Junkie sei und Mad Men auch öfter in Vorträgen erwähne.
Einführung in den praktischen Journalismus
Walter von La Roche
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:43:15 „Ich wollte Journalistin werden. Ich hatte aber keine Ahnung. Ich hatte ja auch noch nie in einer Redaktion gearbeitet oder auch nur eine Zeile journalistisch geschrieben. Ich wusste nichts. Dann habe ich mir ein Buch gekauft von Walter von La Roche. Einführung in den praktischen Journalismus.“
Sabine Rückert erzählt, wie sie als komplette Quereinsteigerin den Weg in den Journalismus fand. Nach einem abgebrochenen Werbepraktikum in Düsseldorf kaufte sie sich dieses Standardwerk, weil hinten Adressen von Journalistenschulen abgedruckt waren – darunter die Axel Springer Journalistenschule, bei der sie sich dann bewarb. Das Buch war also der konkrete Auslöser für ihre Journalistenkarriere.
Winnie-the-Pooh
A. A. Milne
🗣 Christoph Amend zitiert daraus bei ⏱ 00:55:17 „Nicht woke enough. Du bist tapferer, als du glaubst, stärker, als es scheint und klüger, als du denkst. Ihr habt so super Sachen. Ey, ey, Milng.“
Die Runde liest offenbar Sprüche oder Zitate vor, vermutlich von Glückskeksen oder ähnlichem. Christoph Amend zitiert den berühmten Satz aus Winnie the Pooh von A.A. Milne und nennt auch den Autor beim Namen. Auch Jochen Wegners anschließendes Zitat über Freundlichkeit und Magie stammt aus demselben Werk.
Der Aufmacher
Günter Wallraff
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:03:43 „das Buch von Günter Wallraff über die Bild-Zeitung war ja gerade erst erschienen“
Christoph erwähnt Wallraffs berühmtes Enthüllungsbuch über die Bild-Zeitung im Kontext von Sabines Zeit dort
Der Aufmacher: Der Mann, der bei Bild Hans Esser war
Günter Wallraff
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:04:13 „Das Buch von Günter Wallraff über die Bild-Zeitung war ja gerade erst erschienen.“
Im Gespräch über Sabine Rückerts Anfänge bei der Bild-Zeitung 1988 bringt Christoph Amend Günter Wallraffs berühmte Undercover-Reportage über die Bild-Zeitung ins Spiel. Rückert bestätigt, das Buch gelesen zu haben, und erzählt, dass sie die darin vorkommenden Personen alle persönlich kannte, weil sie in ihrer Redaktion arbeiteten.
Interview mit Sabine Rückert
Reporterforum
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:20:03 „Es gibt ein sehr tolles Interview mit dir, das ich sehr empfehle, vom Reporterforum, das ist auch online, glaube ich, über viele Seiten, wo du ein bisschen über deine Arbeit reflektierst, auch darüber reflektierst, dass du nicht so gerne darüber reflektierst.“
Jochen Wegner empfiehlt ein ausführliches, mehrseitiges Online-Interview des Reporterforums mit Sabine Rückert, in dem sie über ihre journalistische Arbeitsweise spricht. Er nutzt es als Beleg für seine Beobachtung, dass Rückert ihre Geschichten selten mit klassischen Szenen-Einstiegen beginnt, sondern mit einer übergeordneten Erwägung oder Zusammenfassung.
Die Hochzeit der Bücher
Sabine Rückert
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 01:40:58 „Und die sind da in ihren eigenen Bücherläden rumgeirrt. Und ich habe mich mit beiden verlaufen. Und das fand ich so lustig. Und das war dann auch immer wieder Thema in meiner Reportage. Und die ist dann die Hochzeit der Bücher und ist in der Zeit erschienen. Das war mein erster Artikel.“
Sabine Rückert erzählt, wie sie ihren ersten Artikel für Die Zeit schrieb. Sie porträtierte die Wiedervereinigung der beiden Berliner Bibliotheken nach dem Mauerfall — die Bestände waren durch den Krieg getrennt worden, und in beiden Häusern verirrten sich die Bibliothekare in ihren eigenen Gebäuden. Diese Reportage war ihr Einstieg bei der Zeit.
Buch über den Fall Amelie
Sabine Rückert
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:50:26 „Ja, aber es dauert alles. Was mich so interessiert an dem Fall, daraus ist ja später auch ein Buch geworden, das du geschrieben hast.“
Christoph Amend erwähnt, dass aus Sabine Rückerts Recherche zum Fall Amelie — einem doppelten Justizirrtum, bei dem zwei Männer wegen angeblicher Vergewaltigung unschuldig verurteilt wurden — später ein Buch entstanden ist. Der genaue Titel wird im Gespräch nicht genannt.
Artikel über Falschbeschuldigungen in den USA
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:02:24 „Ich glaube 59% aller Fehlurteile in Amerika, stand jedenfalls kürzlich bei uns in der Zeitung, sind durch Falschbeschuldigungen zustande gekommen.“
Im Gespräch über die Fehleranfälligkeit der Strafjustiz verweist Rückert auf einen kürzlich in der ZEIT erschienenen Artikel, der besagt, dass 59 Prozent aller Fehlurteile in den USA auf Falschbeschuldigungen zurückgehen. Sie nutzt die Statistik, um zu zeigen, dass Justizirrtümer kein Einzelfall sind. Der genaue Titel und Autor werden nicht genannt.
Das fliegende Klassenzimmer
Erich Kästner
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:05:22 „Na, weil Kachelmann war ein irres Verfahren. Also das war ein, das war ein, ich habe manchmal den Eindruck gehabt, jetzt fliegende Klassenzimmer, also der fliegende Gerichtssaal.“
Sabine Rückert beschreibt den Prozess gegen Jörg Kachelmann und greift dabei metaphorisch auf Erich Kästners Kinderbuchklassiker zurück. Sie vergleicht den chaotischen Gerichtssaal mit dem 'fliegenden Klassenzimmer', um die Absurdität des Verfahrens zu illustrieren.
Es
Stephen King
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:26:23 „King. King. King. Es oder sie? Es oder sie? Sie.“
Direkt nach der Entscheidung für Stephen King über Henning Mankell folgt die Frage 'Es oder sie', die auf Kings Romane 'Es' (It) und 'Sie' (Misery) anspielt. Rückert wählt 'Sie'.
Sie
Stephen King
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:26:23 „King. King. King. Es oder sie? Es oder sie? Sie.“
Im Kontext der Stephen-King-Fragen des A-B-Spiels entscheidet sich Rückert für 'Sie' (Misery) gegenüber 'Es' (It). Die Frage folgt direkt auf die King-vs-Mankell-Entscheidung.
Psycho
Alfred Hitchcock
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:26:29 „Shining oder Psycho?“
Im A-oder-B-Spiel wird Psycho gegen Shining gestellt
Stephen King Werke
Stephen King
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:26:29 „King oder Mankell? ... King oder Mankell? Mankell. ... King. King.“
Im A-oder-B-Spiel werden die Autoren Stephen King und Henning Mankell gegenübergestellt, Sabine wählt nach Korrektur King
Henning Mankell Werke
Henning Mankell
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:26:29 „King oder Mankell? Mankell.“
Im A-oder-B-Spiel wird Mankell gegen King gestellt
Shining
Stanley Kubrick
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:26:29 „Shining oder Psycho? Shining.“
Im A-B-Spiel entscheidet sich Sabine Rückert zwischen den beiden Horror-Klassikern Shining und Psycho für Shining. Die Frage kommt direkt nach der Stephen-King-Runde, was den thematischen Zusammenhang herstellt.
Psycho
Alfred Hitchcock
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:26:29 „Shining oder Psycho? Shining.“
Im A-B-Spiel stellt Jochen Wegner Psycho als Alternative zu Shining zur Wahl. Sabine Rückert entscheidet sich gegen Psycho und für Shining.
Pilot Pirx
Stanisław Lem
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 02:28:48 „Pilot Pirx oder Ion Tihi? Pirx, das ist ja Dings. Das ist ja Stanislaw Lem.“
Im A-B-Spiel erkennt Sabine Rückert sofort die Stanisław-Lem-Referenz bei Pilot Pirx und entscheidet sich für diese Figur. Die Frage zeigt, dass sowohl Wegner als auch Rückert Lem-Leser sind.
Die Sterntagebücher
Stanisław Lem
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:28:48 „Pilot Pirx oder Ion Tihi? Pirx, das ist ja Dings. Das ist ja Stanislaw Lem.“
Ion Tichy (im Transkript als 'Ion Tihi') ist die Hauptfigur von Lems Sterntagebüchern. Jochen Wegner stellt die Figur als Alternative zu Pilot Pirx zur Wahl, Sabine Rückert erkennt den Lem-Bezug sofort.
Kyberiade
Stanisław Lem
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:29:06 „Kyberiade oder Robotermärchen? Oh, schwierig. Robotermärchen.“
Im A-B-Spiel stellt Jochen Wegner zwei weitere Lem-Werke gegenüber. Sabine Rückert findet die Wahl schwierig, was zeigt, dass sie beide Bücher kennt und schätzt, entscheidet sich aber für Robotermärchen.
Robotermärchen
Stanisław Lem
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 02:29:06 „Kyberiade oder Robotermärchen? Oh, schwierig. Robotermärchen.“
Sabine Rückert wählt im A-B-Spiel Robotermärchen vor der Kyberiade, beide von Stanisław Lem. Ihr Zögern und das 'Oh, schwierig' verraten echte Kennerschaft beider Werke.
Gilmore Girls
Amy Sherman-Palladino
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:29:15 „Gilmore Girls oder Sex in the City? Gilmore Girls. Friends oder Gilmore Girls? Gilmore Girls.“
Im A-B-Spiel wählt Sabine Rückert gleich zweimal Gilmore Girls – sowohl gegenüber Sex and the City als auch gegenüber Friends. Die konsequente Wahl deutet auf echte Zuneigung zu dieser Serie hin.
Sex and the City
Darren Star
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:29:15 „Gilmore Girls oder Sex in the City? Gilmore Girls.“
Im A-B-Spiel wird Sex and the City als Alternative zu Gilmore Girls angeboten. Sabine Rückert entscheidet sich dagegen.
Friends
David Crane, Marta Kauffman
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:29:18 „Friends oder Gilmore Girls? Gilmore Girls.“
Im A-B-Spiel wird Friends als Alternative zu Gilmore Girls angeboten. Sabine Rückert entscheidet sich klar für Gilmore Girls.
Fargo
Noah Hawley
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:29:25 „Fargo oder Twin Peaks? Boah, ist das schwer. Fargo.“
Im A-B-Spiel wählt Sabine Rückert unter sichtlicher Qual Fargo vor Twin Peaks. Ihr Ausruf 'Boah, ist das schwer' zeigt, dass sie beide Serien hoch schätzt.
Twin Peaks
David Lynch
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:29:25 „Fargo oder Twin Peaks? Boah, ist das schwer. Fargo.“
Twin Peaks wird im A-B-Spiel als Alternative zu Fargo angeboten. Die schwere Entscheidung zeigt, dass Rückert auch Twin Peaks sehr schätzt, sich aber knapp für Fargo entscheidet.
Breaking Bad
Vince Gilligan
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:29:34 „Breaking Bad oder Walking Dead? Walking Dead. Breaking Bad oder Stranger Things? Breaking Bad.“
Breaking Bad taucht im A-B-Spiel gleich zweimal auf. Sabine Rückert wählt es gegen Stranger Things, unterliegt aber gegen Walking Dead – was ihre Zombie-Vorliebe unterstreicht.
Tatort
ARD
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:29:50 „Tatort oder Polizeiruf? Polizeiruf. Tatort München oder Tatort Köln? Tatort München. Tatort Berlin oder Tatort Hamburg? Tatort Hamburg.“
Im A-B-Spiel werden verschiedene Tatort-Varianten durchgespielt. Rückert bevorzugt generell Polizeiruf vor Tatort, wählt bei Tatort aber München vor Köln und Hamburg vor Berlin.
Polizeiruf 110
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:31:08 „Tatort oder Polizeiruf? Polizeiruf.“
Im A-oder-B-Spiel bevorzugt Sabine Polizeiruf gegenüber Tatort
Stranger Things
Matt Duffer, Ross Duffer / Netflix · 2025
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:32:16 „zum Beispiel Stranger Things erzählst du auch mal im Podcast als Gleichnis mit der Upside-Down-Welt, als Metapher“
Jochen erwähnt Sabines Begeisterung für Stranger Things, die sie aber später als zu kindisch empfand und aufhörte zu schauen
Sapiens. Eine kurze Geschichte der Menschheit
Yuval Noah Harari
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 02:34:46 „ich lese auch wahnsinnig viel, zum Beispiel Harari, oder ich höre es mir an bei Autofahrten“
Sabine nennt Harari als Beispiel für ihre Lesegewohnheiten am Abend zur Erholung
The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story
Ryan Murphy
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 02:35:12 „die Versace-Verfilmung. Ja, die Versace ist fantastisch. Die Ermordung des Johnny Versace ist fantastisch. Auch toll besetzt.“
Sabine lobt die Versace-Verfilmung aus der American Crime Story-Reihe als fantastisch und toll besetzt
American Crime Story: The People v. O.J. Simpson
🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:35:12 „O.J. Simpson. O.J. Simpson auch fantastisch.“
Im Kontext der Crime-Serien wird auch die O.J. Simpson-Verfilmung aus der American Crime Story-Reihe als fantastisch bezeichnet
Mindhunter
David Fincher
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:35:12 „Und Mindhunter auch.“
Sabine empfiehlt die Serie über die Erfindung des FBI-Profilings, merkt aber an, dass das Profiling dort überschätzt wird
The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story
Ryan Murphy
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:35:42 „Der Tod des Gianni, die Ermordung des Gianni Versace ist fantastisch.“
Sabine Rückert schwärmt im Serienteil des Gesprächs von der Verfilmung der Ermordung Gianni Versaces. Sie hält die Serie für herausragend und nennt sie als eine ihrer liebsten Crime-Serien. Im A-B-Spiel hatte sie sich bereits für Versace statt Mindhunter entschieden.
The People v. O.J. Simpson: American Crime Story
Ryan Murphy
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:35:48 „O.J. Simpson auch fantastisch.“
Direkt nach der Versace-Empfehlung nennt Sabine Rückert auch die O.J.-Simpson-Staffel von American Crime Story als fantastisch. Christoph Amend bringt die Serie ins Gespräch, Rückert bestätigt begeistert.
Mindhunter
David Fincher
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:36:28 „Ich empfehle die Serie, weil sie einfach als Serie toll ist. Aber das Profiling wird dort weit überschätzt. Obwohl es gar nicht, also obwohl es unter Vorbehalt geschildert wird. Also die haut das schon auch auf die Nase.“
Sabine Rückert empfiehlt Mindhunter explizit, ordnet die Darstellung des Profilings aber fachlich ein. Als jemand, die beruflich mit Profilern zu tun hatte, lobt sie die Serie als Unterhaltung, weist aber darauf hin, dass das Profiling in der Realität weit weniger leistungsfähig ist als dort gezeigt.
Stranger Things
Matt Duffer, Ross Duffer / Netflix · 2025
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 02:39:44 „Nee, habe ich auch aufgehört. Unser Kindergartenkram. Ich habe es am Anfang geguckt, weil ich die Idee, dass es eine zweite Welt in der ersten gibt, gut fand.“
Jochen Wegner spricht Sabine Rückert auf Stranger Things an, das sie auch im Podcast als Metapher mit der Upside-Down-Welt verwendet hat. Rückert gibt zu, die Serie angefangen zu haben, weil sie die Idee einer Parallelwelt faszinierend fand, sie dann aber als Kindergartenkram abgetan und aufgehört zu haben.
Dark
Baran bo Odar
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:39:59 „Und ich mag ja auch Dark zum Beispiel, wo man durch diesen Tunnel geht und dann kommt man in einer anderen Zeit wieder raus. Sowas liebe ich. Aber ich habe am Schluss gedacht, da ist halt jetzt ein durchgedrehter Hamster über die Tastatur gelaufen bei diesem Drehbuch.“
Im Zusammenhang mit Stranger Things und Parallelwelten kommt Rückert auf die deutsche Serie Dark zu sprechen. Sie liebt die Grundidee des Zeittunnels, kritisiert aber das Ende als überkomplex. Auch Christoph Amend und Jochen Wegner bestätigen, dass die Serie am Ende schwer nachvollziehbar wurde.
World War Z
Marc Forster
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:41:01 „Es gibt einen Zombiefilm, den ich empfehlen kann mit Brad Pitt. Ja, der heißt Z, World War Z. Toller B-Film, wirklich sehr zu empfehlen. Also finde ich, wenn man so einen schlechten Film gucken will, der doch irgendwie cool ist.“
Als Sabine Rückert ihre Vorliebe für Zombiefilme erwähnt, empfiehlt Jochen Wegner World War Z mit Brad Pitt. Er beschreibt ihn augenzwinkernd als tollen B-Film – einen schlechten Film, der trotzdem cool ist – und gibt zu, ihn selbst gerne wiederzuschauen.
Walking Dead
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 02:42:54 „Walking Dead hat einen phänomenalen Anfang, phänomenalen Einfall auch. Und dann wird es immer schwieriger und immer zäher. Und dann bleibt man noch dabei, weil man aufessen muss, was man sich auf den Teller getan hat.“
Sabine Rückert nutzt Walking Dead als Paradebeispiel für ihr Grundproblem mit Serien: Sie finden kein Ende. Sie beschreibt begeistert die Prämisse – ein Polizist erwacht aus dem Koma in einer Zombie-Apokalypse – und lobt die ersten zwei bis drei Staffeln, kritisiert dann aber den Qualitätsverfall mit immer schlechteren Schauspielern.
Game of Thrones
David Benioff, D. B. Weiss / George R. R. Martin
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 02:44:12 „Game of Thrones finde ich auch gut. Als ich es angefangen habe zu gucken, kam ich dann bis Folge 5 und dann musste ich wieder ein Jahr warten. Und deswegen warte ich immer, bis die letzte Folge da ist und dann schaue ich alles.“
Jochen Wegner fragt nach Game of Thrones, und Rückert bestätigt, die Serie gut zu finden. Sie beschreibt dabei ihre generelle Strategie bei Serien: Sie wartet inzwischen, bis alle Staffeln fertig sind, weil sie das Problem kennt, nach einem Jahr Pause die Figuren und Handlungsstränge vergessen zu haben.
Die Bibel
Martin Luther (Übersetzung)
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 02:44:26 „Der Jochen hat ja vorhin zwei Bücher auf dem Tisch liegen gehabt. Das eine ist ja eins von dir gewesen und das andere ist ja die Beine. Meine Bibel, nicht irgendeine Bibel, sondern meine Bibel.“
Jochen Wegner hat seine persönliche Bibel zum Gespräch mitgebracht. Christoph Amend fragt Rückert nach ihrer ersten Begegnung mit der Bibel, woraufhin sie erzählt, dass sie die Bibel schon als Kleinkind gehört habe – noch bevor sie lesen konnte. Das verweist auf ihre Pfarrerstochter-Prägung.
Unsere Mütter, unsere Väter
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 02:46:01 „In den Filmen sind immer verstümmelte und kaputte und vernichtete Existenzen, die dann ihre Familien drangsalieren und so. Das ist ja so die ARD-Darstellung von Kriegsheimkehrer. Das sind doch immer diese großen Serien mit unseren Vätern, unseren Müttern und so weiter. Da werden Klischees schon bedient, ja.“
Sabine Rückert kritisiert die klischeehafte Darstellung von Kriegsheimkehrern im deutschen Fernsehen. Sie verweist auf große ARD-Serien wie 'Unsere Mütter, unsere Väter', die ihrer Meinung nach ein stereotypes Bild der Kriegsgeneration zeichnen, das nicht ihrer eigenen Erfahrung mit ihren Eltern entspricht.
Dietl-Filme
Helmut Dietl
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 02:57:38 „Das war so die Zeit von Dietl. Diese ganzen Dietl-Filme, die geben dieses Gefühl in Bayern schön wieder. Also dieses bisschen Verlogene. Jeder lebt über seine Verhältnisse.“
Sabine Rückert erklärt, warum sie nie nach Bayern zurückkehren würde. Sie beschreibt die oberflächliche Schickimicki-Atmosphäre der 80er Jahre und verweist auf Helmut Dietls Filme als treffendes Abbild dieses Lebensgefühls – das latent Verlogene und Frauenfeindliche der bayerischen Gesellschaft.
Fünf Bücher Mose
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 03:08:08 „Also die fünf Bücher Mose beschäftigen sich ja damit, dass sozusagen ein Gott und ein Volk zusammenkommen. Dieses Volk bekommt ein Gesetz. Das ist absolut einmalig in dieser Zeit, dass ein Gott ein Gesetz erlässt. Das gibt es nur im Judentum.“
Im Rahmen der ausführlichen Bibel-Diskussion geht Sabine Rückert konkret auf die fünf Bücher Mose ein und erklärt deren zentrale Erzählung: die einzigartige Verbindung von Volk, Gesetz und Land. Sie hebt dies als kulturelle Leistung hervor, weist aber auch auf die brutalen Passagen hin, in denen Gott Widerspruch grausam bestraft.
Evangelium nach Johannes
🗣 Jochen Wegner zitiert daraus bei ⏱ 03:12:42 „Wie war das nochmal mit dem Johannes-Evangelium? Irgendein Evangelium beginnt doch mit, am Anfang war das Wort oder Logos, also Logos heißt ja 400 Sachen auf Deutsch. Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.“
Jochen Wegner greift den Prolog des Johannes-Evangeliums auf, um eine Brücke zwischen Theologie und Physik zu schlagen. Nachdem Sabine Rückert gesagt hat, man nähere sich Gott eher über Physikbücher als über die Bibel, zitiert Wegner den berühmten Anfang – 'Am Anfang war das Wort' – als Beispiel für einen abstrakten, fast naturphilosophischen Gottesbegriff.
Buch Hiob
🗣 Sabine Rückert zitiert daraus bei ⏱ 03:14:05 „Wenn es dann über den Leviathan heißt, in seinem Nacken wohnt die Furcht und vor seinen Zähnen tanzt die Angst. Also es sind so Bilder, die unvorstellbar schön sind. Auch wunderbar von Luther übersetzt. Also ganz große Literatur, aber eben Literatur.“
Sabine Rückert zitiert die Leviathan-Passage aus dem Buch Hiob als Beispiel für die sprachliche Kraft der Bibel. Sie würdigt dabei ausdrücklich Luthers Übersetzungsleistung und unterstreicht ihre These: Die Bibel sei große Literatur, aber eben menschengemachte Literatur – nicht göttliche Offenbarung.
Was macht der Schalk auf Omas Sofa
Sabine Rückert
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 03:32:15 „Ja, ich habe auch drüber geschrieben, was macht der Schalk auf Omas Sofa.“
Sabine Rückert erzählt die absurde Geschichte, wie ihre Mutter nach dem Mauerfall den DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski in ihrem Pfarrhaus versteckte. Sie hat diese Slapstick-artige Episode in einem Artikel verarbeitet, dessen Titel auf den Ausruf ihres Schwagers zurückgeht, als er den Flüchtling zufällig entdeckte.
Homo Deus
Yuval Noah Harari
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 03:37:03 „Das ist immer bei Harari. Harari sagt ja, es gibt gar kein Ich. Es gibt ja nicht mal ein Ich.“
In einer philosophischen Diskussion über den freien Willen und die Frage, ob das Gehirn nur eine Illusion des Ichs erzeugt, verweist Sabine Rückert auf Hararis These, dass es gar kein stabiles Ich gebe. Die Erwähnung dient als Sprungbrett für ihre eigene Überlegung, dass Konstrukte wie der freie Wille oder Gott durch den Glauben an sie real werden.
Die Mörderin
Sabine Rückert
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 03:51:11 „Und diesen Artikel, den ich über sie geschrieben habe, die Mörderin hieß der, den hat er beigelegt.“
Sabine erwähnt ihren preisgekrönten Artikel über Frau L., die ihren misshandelnden Ehemann erschießen ließ, für den sie den Kisch-Preis erhielt
Die Mörderin
Sabine Rückert
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 03:52:06 „Diese Geschichte hier mit Frau L., die habe ich aufgeschrieben. Dafür habe ich meinen ersten Kischpreis bekommen. Da habe ich 7.500 Mark, D-Mark noch, dafür bekommen. Und das habe ich mir mit ihr geteilt.“
Sabine Rückert erzählt ausführlich den Fall einer Frau, die ihren gewalttätigen Mann durch einen Auftragskiller töten ließ und zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Ihren Artikel darüber – 'Die Mörderin' – reichte sie beim Egon-Erwin-Kisch-Preis ein und gewann. Mit dem Preisgeld finanzierte die Verurteilte einen Anwalt für ein Gnadengesuch.
Serial
Sarah Koenig
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 03:56:54 „Die zweite war riesig in den USA als Serial rauskam. Das war eben ein True-Crime-Format, das in einer Serie sozusagen einen Kriminalfall gelöst hat, einen realen.“
Jochen Wegner erzählt die Entstehungsgeschichte des Podcasts ZEIT Verbrechen. Er beschreibt, wie die zweite große Podcast-Welle in den USA durch Serial ausgelöst wurde – einen hochproduzierten True-Crime-Podcast, der einen realen Kriminalfall aufrollte. Das habe ihn inspiriert, ein ähnliches Format mit Sabine Rückert bei der ZEIT zu entwickeln.
The Father (Vater)
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 04:13:03 „Anthony Hopkins. Hat doch jetzt einen Oscar bekommen für den Film Vater, den wir uns bestimmt alle demnächst im Kino anschauen können.“
Sabine erwähnt den Film im Zusammenhang mit einem Interview, das Anthony Hopkins der Zeit gegeben hat
Das Schweigen der Lämmer
Jonathan Demme
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:13:47 „Ich habe letztens ein Interview gelesen mit diesem berühmten Schauspieler, der Vater, wie heißt er denn? Der hat jetzt einen Oscar bekommen, der alte Schauspieler, der auch beim Schweigen der Lämmer. Anthony Hopkins.“
Sabine Rückert erwähnt 'Das Schweigen der Lämmer' nur beiläufig, um den Schauspieler Anthony Hopkins zu identifizieren, bevor sie auf seinen Oscar für 'The Father' und ein Interview mit ihm zu sprechen kommt.
The Father
Florian Zeller
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:14:01 „Anthony Hopkins hat doch jetzt einen Oscar bekommen für den Film Vater, den wir uns bestimmt alle demnächst im Kino anschauen können.“
Sabine Rückert erwähnt den Film 'The Father' als Aufhänger, um über ein Interview mit Anthony Hopkins zu sprechen. Der Film selbst wird nur kurz als Oscar-prämiertes Werk genannt, der eigentliche Gesprächsanlass ist Hopkins' Aussage über sein Lebensgefühl.
Interview mit Anthony Hopkins
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:14:30 „Der hat doch ein Interview gegeben an uns. In der Zeit hat er ein Interview gegeben. Und dann wurde er gefragt, wie er sein Leben sieht und so. Und dann sagt er, wie er Entscheidungen getroffen hat. Und dann sagt er was ganz Interessantes. Er sagt, ich habe die Entscheidungen gar nicht getroffen. Ich habe den Eindruck, seit etwa 60 Jahren werde ich gelebt. Ich sitze wie auf einem fliegenden Teppich.“
Sabine Rückert zitiert ausführlich aus einem Interview, das Die Zeit mit Anthony Hopkins geführt hat. Hopkins beschreibt darin das Gefühl, seit Jahrzehnten 'gelebt zu werden' statt selbst Entscheidungen zu treffen. Rückert nutzt dieses Zitat als Beleg dafür, dass viele Menschen ein Gefühl eines transzendenten Gegenübers haben, ohne es klar benennen zu können.
Das Leben des Brian
Terry Jones / Monty Python
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:20:37 „Judäische Volksfront. Volksfront Judäas.“
Als Sabine Rückert über die Entstehung des Christentums als jüdische Sekte spricht und die Abspaltung durch Paulus beschreibt, wirft Christoph Amend das berühmte Filmzitat aus 'Das Leben des Brian' ein. Die humorvolle Anspielung auf die sich befehdenden jüdischen Splittergruppen im Film passt direkt zum Gesprächsthema der religiösen Sektenbildung im antiken Judentum.
Erster Korintherbrief
Paulus
🗣 Sabine Rückert zitiert daraus bei ⏱ 04:22:56 „Und Paulus sagt ja auch, ihr sollt haben, als hättet ihr nicht. Das heißt, ihr hängt gar nicht euer Herz an irgendwas. Es ist gleichaus. Ihr könnt alles haben, aber hängt euer Herz nicht dran.“
Sabine Rückert zitiert Paulus im Kontext der Endzeiterwartung der frühen Christen und vergleicht diese Haltung mit heutigen Prepper-Bewegungen und Millenniumsängsten.
Der Name der Rose
Umberto Eco
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 04:41:14 „Also es ist doch Faust, Gretchen bringt ihr Kind um. Ich meine, dann Umberto Eco, der Name der Rose, da wird gemordet, dass das Zeug hält.“
Im Gespräch über die Faszination der Deutschen für Krimis reiht Sabine Rückert literarische Klassiker aneinander, in denen Verbrechen zentral sind. Ecos Klosterkrimi dient ihr als Beleg, dass Mord seit jeher zur großen Literatur gehört.
Das Parfum
Patrick Süskind
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 04:41:24 „Oder das Parfüm. Wird eine Frau nach der anderen umgebracht, damit er dieses Parfüm... Und das ist natürlich alles Literatur.“
Als drittes Beispiel in ihrer Aufzählung verbrechenslastiger Weltliteratur nennt Rückert Süskinds Roman über den Serienmörder Grenouille. Die Reihe Faust–Eco–Süskind–Dostojewski untermauert ihre These, dass Kriminalität das Fundament großer Erzählungen ist.
Schuld und Sühne
Fjodor Dostojewski
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 04:41:24 „Und das ist natürlich alles Literatur und Dostoyevsky, Schuld und Sühne.“
Als Abschluss ihrer Reihe literarischer Kriminalklassiker nennt Rückert Dostojewskis Roman über Raskolnikows Mord und seine moralische Zerrissenheit. Damit spannt sie den Bogen von Goethe bis zur russischen Literatur, um zu zeigen, dass Verbrechen universell zum Erzählen gehört.
Faust
Johann Wolfgang von Goethe
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 04:42:11 „Also es ist doch Faust, Gretchen bringt ihr Kind um.“
Sabine nennt Goethes Faust als Beispiel für Verbrechen in der großen Literatur
heute-show
Oliver Welke / ZDF · 2009
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:10:22 „Abends schaue ich Tagesschau, Tagesthemen und manchmal noch Talkshows, aber selten. Also abends informiere ich mich auf das Ende des Tages. Ich schaue natürlich auch die Heute-Show.“
Sabine Rückert beschreibt ihren abendlichen Medienkonsum. Neben Nachrichtensendungen gehört die heute-show zu ihrem festen Programm.
ZDF Magazin Royale
Jan Böhmermann
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 05:10:42 „Ich schaue auch Böhmermann. Mir hat er keinen Brief geschrieben, wo das drinsteht, aber ich war halt mal bei ihm in der Sendung. Und das gucke ich mir an, weil ich finde das auch total originell, was der macht.“
Im Rahmen ihres Medienkonsum-Überblicks erzählt Sabine Rückert, dass sie regelmäßig Jan Böhmermanns Sendung schaut. Sie war selbst einmal zu Gast und schätzt die Originalität des Formats.
Cum-Ex-Dokumentation über Staatsanwältin
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 05:11:00 „Kürzlich habe ich eine super Dokumentation über diese Staatsanwältin gesehen, die diese ganzen Cum-Ex-Delikte ins Rollen bringt. Und die seit Jahren gegen die Banken kämpft, die da diese Cum-Ex, diese krummen Dinger zur Ausplünderung des Staates machen.“
Sabine Rückert empfiehlt begeistert eine Dokumentation über eine Staatsanwältin, die den Cum-Ex-Skandal aufrollt. Sie bewundert die Protagonistin als 'dolle Figur' und 'Frau, mit der nicht gut Kirschen essen ist'. Der genaue Titel der Dokumentation wird nicht genannt.
Das Kapital
Karl Marx
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 05:20:32 „Er hat das Kapital, ein großer Leser des Marxischen Kapitals gewesen. Und ich hätte jetzt gedacht, dass man in so einer Position und mit einer aus einer gesicherten Position eines pensionierten Bundesrichters, dass man jetzt, wenn man dann schon Verteidiger wird, dass man sich dann für die Armen einsetzt.“
Sabine Rückert spricht über Thomas Fischer und dessen Wandlung vom öffentlichen Intellektuellen zum Verteidiger von Cum-Ex-Beschuldigten und Dieter Wedel. Sie erwähnt, dass Fischer ein großer Leser von Marx' Kapital war, was im Kontrast zu seiner jetzigen Mandantenwahl steht.
Unter Leuten
Juli Zeh
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 05:39:06 „Juli C. hat er mir auch in weiten Teilen. Jetzt haben wir auch ein neues Buch von Juli C. gekauft. ... Unter Menschen heißt es. Über Menschen heißt es. Unter Leuten hat er mir auch schon vorgelesen.“
Sabine erwähnt mehrere Bücher von Juli Zeh, die ihr Mann ihr vorgelesen hat
Der Schwarm
Frank Schätzing
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 05:39:14 „Ich kriege alles Mögliche vorgelesen. Also ganze Regale. Den Schwarm hat er mir vorgelesen.“
Sabine Rückert erzählt, dass ihr Mann ihr regelmäßig vorliest – vor allem dicke Bücher. Der Schwarm von Frank Schätzing wird als eines der Bücher genannt, die er ihr komplett vorgelesen hat. Es dient als Beispiel für ihre gemeinsame Lesepraxis.
Über Menschen
Juli Zeh
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 05:39:24 „Juli C. hat er mir auch in weiten Teilen. Jetzt haben wir auch ein neues Buch von Juli C. gekauft. Das würde er mir auch vorlesen. Unter Menschen heißt es. Über Menschen heißt es.“
Im Gespräch über das gemeinsame Vorlesen mit ihrem Mann erwähnt Sabine Rückert, dass sie ein neues Buch von Juli Zeh gekauft haben. Sie verspricht sich zunächst beim Titel und korrigiert sich dann zu 'Über Menschen'. Ihr Mann würde es ihr als nächstes vorlesen.
Unterleuten
Juli Zeh
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:39:32 „Unter Leuten hat er mir auch schon vorgelesen.“
Neben dem neuen Buch erwähnt Sabine Rückert, dass ihr Mann ihr bereits Juli Zehs Roman 'Unterleuten' vorgelesen hat. Das Buch wird als weiteres Beispiel für die langen Romane genannt, die sie gemeinsam lesen.
Essay über die Hausfrau
Sabine Rückert
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 06:00:47 „Du hast mal so ein Essay geschrieben über die Hausfrau in der Zeit, wo du sozusagen durchdeklinierst die ganzen Wiedergänger in deiner Familie.“
Jochen Wegner erinnert an einen Essay, den Sabine Rückert in der Zeit über die Hausfrau geschrieben hat. Rückert erklärt, dass es eigentlich zwei verschiedene Texte waren – einen über ihre Familiengeschichte und einen als Streitgespräch mit Christoph Drösser, in dem sie aus reinem Widerspruchsgeist für die Hausfrau plädierte, weil alle auf die Hausfrau eingedroschen hätten.
Die Bibel (Altes Testament)
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 06:08:14 „Alkohol gibt es schon immer. Übrigens auch im Alten Testament wird hier schon ordentlich gezecht. Noah. Als die Arche landet und Noah... Noah hat kein Bier getrunken, sondern Rotwein. Der trunkene Noah wurde auch immer wieder mal gemalt.“
Im Gespräch über Alkoholkultur und warum Alkohol nicht stärker reguliert wird, verweist Sabine Rückert auf die biblische Geschichte des trunkenen Noah als Beleg dafür, dass Alkoholkonsum seit Anbeginn der Kulturgeschichte dazugehört. Sie kennt die Geschichte im Detail und erwähnt auch die kunsthistorische Tradition, den trunkenen Noah darzustellen.
Odyssee
Homer
🗣 Jochen Wegner zitiert daraus bei ⏱ 06:16:06 „Jetzt so standen die Götter, die Geber des Guten im Vorsaal und ein langes Gelächter erscholl bei den seligen Göttern.“
Ausgehend von Sabine Rückerts charakteristischem Lachen kommt das Gespräch auf den Begriff des 'homerischen Lachens'. Jochen Wegner zitiert direkt aus der Odyssee die Szene, in der die Götter über Hephaistos lachen, der seine untreue Frau Aphrodite in einem Netz gefangen hat. Sabine Rückert erzählt daraufhin die gesamte mythologische Hintergrundgeschichte detailliert nach.
Gedichte und Bildergeschichten
Wilhelm Busch
🗣 Sabine Rückert zitiert daraus bei ⏱ 06:26:04 „Dann habe ich gesagt, Wilhelm Busch sagt, wer einsam ist, der hat es gut, weil keiner da, der ihm was tut. Genau. Und dann hast du gesagt einen anderen Wilhelm Busch Spruch.“
Im Kontext der Pandemie-Quarantäne zitiert Sabine Rückert Wilhelm Buschs Vers über die Einsamkeit. Das Gespräch dreht sich um Buschs tragische Künstlerbiografie: Er verachtete seine berühmten Zeichnungen und wollte als großer Maler und Dichter anerkannt werden, wurde aber stattdessen als Cartoonist berühmt.
Die fromme Helene
Wilhelm Busch · 1872
🗣 Sabine Rückert zitiert daraus bei ⏱ 06:26:11 „Und dann hast du gesagt einen anderen Wilhelm Busch Spruch. Weißt du noch? Ich weiß nicht mehr, welcher das war. Doch, du hast gesagt, es ist ein Spruch von Alters her. Wer Sorgen hat, hat auch Likör. Das hast du gesagt.“
Sabine Rückert erzählt, wie in einer ZEIT-Redaktionskonferenz während der Pandemie eine Titelgeschichte über Wilhelm Busch entstand. Die Redakteure warfen sich gegenseitig Busch-Zitate zu — darunter den berühmten Vers aus 'Die fromme Helene' — und erkannten, dass Busch ein 'Mann der Krise' sei, woraus eine erfolgreiche Titelgeschichte wurde.
Eine kurze Geschichte der Menschheit
Yuval Noah Harari
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 06:29:48 „Wir hatten ja Harari, von dem du ja auch schon geschwärmt hast, auch bei uns im Podcast. Und dessen These ist ja auch, dass wir als Homo Sapiens deshalb plötzlich auch mit Menschenaffen, dass wir uns diese vom Leibe halten, emotional. Weil wir alle tief in uns drin wissen, dass der Homo sapiens vor 5000 Jahren alle anderen niedergemäht hat.“
Im Zusammenhang mit einer gescheiterten ZEIT-Titelgeschichte über Menschenrechte für Menschenaffen erwähnt Christoph Amend Yuval Noah Harari und dessen These über das Verhältnis des Homo sapiens zu anderen Menschenaffen. Harari war offenbar zuvor Gast im Podcast, und seine These wird hier als ergänzende Perspektive zum Thema Mensch-Tier-Verhältnis eingebracht.
Working Class
Julia Friedrichs
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 06:44:16 „Julia Friedrichs, die ja auch viel für die Zeit und das Zeitmagazin schreibt, die hat ja in ihrem letzten Buch jetzt hier im Frühjahr eben darüber geschrieben, dass die Generation ihrer Eltern eben eine Aufstiegsgeneration war und während ihre eigene Generation und die nächstjüngeren auch im Grunde genommen nicht mehr aufsteigen können.“
Christoph Amend bringt Julia Friedrichs' Buch ins Gespräch, als die Runde über Generationenunterschiede diskutiert. Friedrichs' These, dass der soziale Aufstieg für jüngere Generationen kaum noch möglich sei, knüpft an Sabine Rückerts eigene Beobachtungen über die dominante Babyboomer-Generation an. Rückert greift das Thema sofort auf und verweist auf ihre eigene Titelgeschichte über Erben und die daraus resultierende Ungerechtigkeit.