Lanz & Precht – Wintergespräch mit Florence Gaub
#226

Wintergespräch mit Florence Gaub

Lanz & Precht / 02. Januar 2026 / 15 Medien

Markus Lanz, Richard David Precht & Florence Gaub

Zum Wintergespräch ist Zukunftsforscherin Florence Gaub zu Gast, die für NATO und EU arbeitet und erklärt, warum institutionalisierte Zukunftsforschung in Deutschland erstaunlich selten ist. Im Zentrum steht das deutsche Paradox: 80 bis 90 Prozent der Deutschen blicken optimistisch auf ihre eigene Zukunft, halten aber die Lage des Landes seit den 90er Jahren konstant für katastrophal — ein Phänomen, das Gaub als Lokaloptimismus versus Nationalpessimismus beschreibt.

„Es gibt zwei Punkte, in denen wir heiße Weltmeisterschaftskandidaten sind. Das eine ist Moralismus und das andere ist Schwarzseherei.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (15)

Zukunftsträume

Zukunftsträume

Friedrich-Ebert-Stiftung

Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zu den Zukunftsträumen der Deutschen. Über 70% befragte Deutsche haben persönliche Träume, die bodenständig auf Gesundheit und Partnerschaft fokussieren. Die empirische Erhebung offenbart einen Widerspruch: Trotz persönlicher Hoffnungen prägt gesellschaftlicher Pessimismus das Gesamtbild.

🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 00:04:34 „Aber was schon interessant ist, es kam jetzt gerade eine Studie raus von der Ebert-Stiftung Zukunftsträume. Und da wurden Deutsche befragt, was sie für Zukunftsträume haben. Die gute Nachricht ist, über 70 Prozent der Leute sagen, ich habe Träume für mich selbst.“

Florence Gaub führt die Studie als empirischen Beleg dafür an, dass Deutsche zwar persönliche Träume haben, diese aber auffällig bodenständig sind – Gesundheit, glückliche Partnerschaft. Sie argumentiert, dass dieses bewusste Kleinmachen der eigenen Zukunftsträume zum gesellschaftlichen Pessimismus beiträgt.

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K Studie

Kulturelle Dimensionen (Cultural Dimensions)

Geert Hofstede

Hofstedes Framework analysiert kulturelle Unterschiede zwischen Nationen anhand mehrerer Dimensionen wie Unsicherheitsvermeidung, Machtdistanz und Individualismus. Die Forschung erklärt, wie verschiedene Kulturen unterschiedliche Grade an Toleranz für Unsicherheit entwickeln und wie dies nationale Mentalitäten und Verhaltensweisen prägt.

🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 00:11:37 „Da gibt es einen kulturellen Index von Gerd Hofstedt, das ist ein niederländischer Wissenschaftler. Wir denken aber auch eher Langzeit.“

Florence Gaub verweist auf Hofstedes kulturellen Index, um zu erklären, warum Deutsche eine höhere Intoleranz gegenüber Unsicherheit haben als andere Nationen und warum das zu mehr Pessimismus führt.

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World Happiness Report

World Happiness Report

United Nations

Jährlicher UN-Bericht, der nationale Lebenszufriedenheit und Wohlbefinden anhand von Umfragedaten misst. Der Report rankt Länder global und identifiziert Faktoren für höheres Glücksempfinden – Finnland rangiert konsistent unter den Top 3.

🗣 Florence Gaub erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:13:02 „Und deswegen sind die Finnen trotz ihrer Nachbarn, trotz einer möglichen Kriegsgefahr eigentlich schon seit Jahrzehnten immer auf Platz, also unter den ersten Top 3 des UNO Happiness Index.“

Florence Gaub nutzt den UN-Glücksindex als Beleg für ihre These, dass Selbstwirksamkeit – nicht die Abwesenheit von Bedrohung – glücklich macht. Die Finnen landen trotz ihrer geopolitisch exponierten Lage an der russischen Grenze regelmäßig unter den Top 3.

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Factfulness

Factfulness

Hans Rosling · 2022

Hans Rosling war der "Popstar der Vernunft" (Süddeutsche Zeitung Magazin), der Herr der Fakten – und zeitlebens ein Kämpfer für eine bessere und gerechtere Welt. Es wird alles immer schlimmer, eine schreckliche Nachricht jagt die andere: Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer. Es gibt immer mehr Kriege, Gewaltverbrechen, Naturkatastrophen. Viele Menschen tragen solche beängstigenden Bilder im Kopf. Doch sie liegen damit grundfalsch.

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:25:36 „Die meisten Menschen, da gibt es ja auch dieses Buch von Hans Rosling, Faktum ist. Hans Rosling, der berühmte schwedische Statistiker aus Uppsala. Genau, ein ganz tolles Buch, weil wir konsistent pessimistischer auch über die Vergangenheit denken.“

Im Gespräch über den Zusammenhang zwischen Geschichtswissen und Optimismus verweist Florence Gaub auf Daten zu Mädchenbildung und Impfraten, die positiver sind als die meisten Menschen glauben. Markus Lanz ordnet das Roslings Buch zu und lobt es ausdrücklich als 'ganz tolles Buch', das zeigt, wie systematisch wir die Welt pessimistischer einschätzen als sie ist.

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Hoffnung für Verzweifelte

Hoffnung für Verzweifelte

Hannah Ritchie · 2018

Hannah Ritchie zeigt in diesem Buch realistische Wege auf, wie der Klimawandel noch bewältigt werden kann. Statt Hoffnungslosigkeit vermittelt sie konkrete Perspektiven auf menschliche Handlungsfähigkeit und Lösungsmöglichkeiten. Das Werk richtet sich besonders an Menschen, die von der Klimakrise überwältigt sind und einen Weg zurück zu konstruktivem Handeln suchen.

🗣 Florence Gaub empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:34:40 „Für Leute, die jetzt große Angst haben mit dem Klimawandel, da gibt es auch ein super Buch von Hannah Ritchie, Hoffnung für Verzweifelte. Hat jetzt auch gerade ein neues Buch geschrieben, habe ich gerade den Titel vergessen, aber Hoffnung für Verzweifelte ist ganz toll.“

Florence Gaub empfiehlt das Buch als konkrete Lektüre gegen Klimapessimismus, nachdem Richard David Precht seine Sorge über die ökologische Katastrophe ausführlich dargelegt hat. Sie erwähnt auch ein neues Buch von Ritchie, dessen Titel ihr nicht einfällt.

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Der Untergang des Abendlandes

Der Untergang des Abendlandes

Oswald Spengler · 2021

Der Untergang des Abendlandes. Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte ist das kulturphilosophische Hauptwerk von Oswald Spengler. Spengler vergleicht das europäisch-nordamerikanische Abendland unter kulturmorphologischen Gesichtspunkten mit sieben anderen Hochkulturen. Er entwirft so das Panorama einer spezifischen Geschichtsphilosophie.

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:34:45 „Richard interessiert sich mehr für Oswald Spengler Teil 2, der Untergang des Abendlands.“

Markus Lanz stichelt humorvoll gegen Richard David Prechts pessimistische Haltung, indem er ihn scherzhaft als Spengler-Leser charakterisiert. Es ist eine ironische Anspielung, die den Kontrast zwischen Prechts Pessimismus und Florence Gaubs Optimismus auf den Punkt bringt.

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The Innovator's Dilemma

The Innovator's Dilemma

Clayton M. Christensen · 2013

An innovation classic. From Steve Jobs to Jeff Bezos, Clay Christensen’s work continues to underpin today’s most innovative leaders and organizations. The bestselling classic on disruptive innovation, by renowned author Clayton M. Christensen. His work is cited by the world’s best-known thought leaders, from Steve Jobs to Malcolm Gladwell.

🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 00:36:38 „Es gibt ja auch so einen Wirtschaftsklassiker, den kennst du bestimmt auch, Richard, The Innovators Dilemma, dass wenn du eine etablierte, erfolgreiche Struktur bist, wie zum Beispiel unsere Autoindustrie, musst du eigentlich gar nicht mehr innovieren, du schaffst es dann auch gar nicht und die Innovation kommt erst, wenn du mit dem Rücken zur Wand stehst.“

Florence Gaub zieht den Wirtschaftsklassiker heran, um zu erklären, warum Krisen auch Chancen für Innovation bieten. Sie argumentiert, dass etablierte Strukturen wie die deutsche Autoindustrie erst dann wirklich innovativ werden, wenn der Druck groß genug ist – ein Argument für vorsichtigen Optimismus trotz schwieriger Lage.

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Global Trends Report 2030

Global Trends Report 2030

Florence Gaub

Der Global Trends Report 2030 ist ein EU-Strategiepapier von Florence Gaub aus 2019, das klare Ziele für eine vollständig erneuerbare Energieversorgung enthält. Der Report zeigt, dass es auf europäischer Ebene längst definierte Visionen für eine nachhaltige Zukunft gibt, die jedoch in der öffentlichen Debatte unterrepräsentiert sind.

🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 00:41:53 „Ich glaube, dass es vielleicht nicht immer so prominent in der Tagespresse ist. Aber ich sehe zum Beispiel bei der EU, habe ich ja 2019 diesen Global Trends Report geschrieben für 2030. Da hattest du eigentlich genau das. Also dass das das Ziel ist, dass es irgendwann komplett erneuerbar ist.“

Florence Gaub verweist auf den EU-Report, den sie 2019 mitverfasst hat, als Beleg dafür, dass es durchaus politische Visionen für eine nachhaltige Zukunft gibt – sie werden nur in der öffentlichen Debatte kaum wahrgenommen. Der Report enthielt bereits das Ziel einer vollständig erneuerbaren Energieversorgung.

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España 2050

España 2050

Büro des spanischen Premierministers Sánchez

España 2050 ist ein partizipatives Zukunftsprojekt des spanischen Premierministers Sánchez, bei dem unter Leitung von Diego Zivilbevölkerung, Organisationen und private Unternehmen systematisch nach ihrer Vision für Spanien im Jahr 2050 befragt wurden. Das Projekt zeigt einen inklusiven, demokratischen Ansatz zur Gestaltung von Zukunftsvisionen und wird als positives Modell für andere Länder wie Deutschland betrachtet. Es verkörpert eine optimistische, partizipative Vorstellung davon, wie gesellschaftliche Zukunftsgestaltung funktionieren kann.

🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 00:44:10 „Spanien hat dazu was gemacht. Sanchez, vor drei Jahren war das, vier Jahren. Spanier 2050, sind durchs ganze Land gereist und so ein total konsultativer Prozess. Haben wirklich alle möglichen Leute befragt, was für ein Spanien wollt ihr eigentlich für das Jahr 2050?“

Florence Gaub nennt Spaniens Vision-2050-Prozess als positives Beispiel für partizipative Zukunftsgestaltung. Sie kontrastiert damit Deutschlands Mangel an einer vergleichbaren gesellschaftlichen Zukunftsvision.

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Blade Runner

Blade Runner

Ridley Scott · 1982

Man schreibt das Jahr 2019. Den Replikanten, künstlichen Menschen, ist bei Todesstrafe die Rückkehr zur Erde verboten. Doch trotzdem kehren eines Tages einige dieser Wesen zurück. Diese besondere Spezies verfügt über Kraft und Intelligenz mehrerer Menschen und ist von diesen kaum zu unterscheiden. Sie sollen unschädlich gemacht werden. Nur eine Spezialeinheit kann sie aufspüren: die Blade Runner. Eine atemberaubende Hetzjagd durch die futuristische Welt beginnt.

🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 00:47:54 „Weil du hast ja zum Beispiel Cyberpunk, das ist dieses so Blade Runner, die Dystopie in der 80er, wo die Technologie den Menschen, das Menschliche am Menschen eigentlich zerstört.“

Florence Gaub nennt Blade Runner als Inbegriff der Cyberpunk-Dystopie der 1980er Jahre, in der Technologie den Menschen entmenschlicht. Sie stellt den Film dem neuen Solar-Punk-Genre gegenüber, das eine humanere, naturverbundene Zukunftsvision entwirft.

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Star Trek (Raumschiff Enterprise)

Star Trek (Raumschiff Enterprise)

Gene Roddenberry · 1966

Der Weltraum - unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu entdecken, neue Lebensformen und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat... Wir schreiben das Jahr 2264. 201 Jahre nachdem die Menschen mit Überlichtgeschwindigkeit reisen können und 113 Jahre nach dem Start der Enterpris

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:48:46 „Also wenn ich als Kind Star Trek gesehen habe, heimlich, ich durfte das nicht sehen, aber wenn ich das gesehen habe, also Raumschiff Enterprise, dann habe ich immer gedacht, wenn ich irgendwo nicht leben will, dann ist das in so einem Raumschiff. Den ganzen Tag in so einem Schlaffanzug rumlaufen. Kein Grün, keine Pflanze, man kann da nicht rausgehen.“

Precht erzählt, warum er als Kind nie für Science Fiction empfänglich war: Die klinischen, naturfernen Zukunftsvisionen entsprachen nie seinen menschlichen Bedürfnissen. Er nutzt Star Trek als Gegenbeispiel zur gerade besprochenen Solar-Punk-Bewegung, die Technologie und Menschlichkeit verbinden will.

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Economic Possibilities for our Grandchildren

Economic Possibilities for our Grandchildren

John Maynard Keynes · 2013

This book introduces a refreshing perspective to the discussion on the barriers to economic development in third world countries. It is one of the rare moments when the pursuit of self- interest by developed nations is held accountable for slow development in third world countries. David Tataw, PhD, MMIS,MPA,FACHE

🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 00:50:30 „Da gibt es ja diesen Aufsatz von Keynes, ich weiß nicht mehr aus welchem Jahr, 38 oder so. Ja, der Brief an die Enkel, wo er eben denkt, wir werden nur noch 15 Stunden die Woche arbeiten und das ist eine große Sorge, weil er sagt, was macht denn der Mensch, wenn er nicht mehr arbeitet, ne?“

Florence Gaub bringt Keynes' berühmten Essay ins Gespräch, als Richard David Precht seine Sorge äußert, dass Menschen ohne sinnvolle Arbeit unzufriedener werden könnten. Keynes hatte bereits in den 1930er Jahren prognostiziert, dass die 15-Stunden-Woche kommen würde – und sich gefragt, ob die Menschheit damit umgehen kann.

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Vita activa oder Vom tätigen Leben

Vita activa oder Vom tätigen Leben

Hannah Arendt · 2020

WAS TUN, WENN WIR TÄTIG SIND? » Vita activa« im ursprüngliche Sinne meint Arbeiten, Herstellen und Handeln. Hannah Arendts umfassende Analyse gilt vor allem diesen drei Grundtätigkeiten. Sie untersucht darüber hinaus, wie sie sich im Laufe der Geschichte bis in die Neuzeit hinein zu verhalten haben. Hannah Arendts Auseinandersetzung mit dem Fetisch Arbeit und Konsum in der modernen Arbeitsgesellschaft im Zusammenhang mit dem Niedergang einer Kultur der politischen Öffentlichkeit bildet den Kern ...

🗣 Richard David Precht zitiert daraus bei ⏱ 00:50:43 „Oder Hannah Arendt, die geschrieben hat, was wäre, wenn den Menschen in einer Arbeitsgesellschaft die Arbeit aufhanden kommt. Das Einzige, worauf sie sich noch verstehen. Bisschen arroganter Satz, aber so nach dem Motto, außer arbeiten können Menschen ja nichts mehr.“

Precht ergänzt Keynes' Gedanken mit Hannah Arendts berühmter Überlegung zur Arbeitsgesellschaft. Er zitiert ihren Gedanken, dass eine Gesellschaft, die sich nur noch übers Arbeiten definiert, in eine Sinnkrise gerät, wenn die Arbeit verschwindet – passend zur Debatte über KI und Automatisierung.

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Homo Prospectus

Homo Prospectus

Martin Seligman · 2016

NINE Morality and Prospection -- TEN Prospection Gone Awry: Depression -- ELEVEN Creativity and Aging: What We Can Make With What We Have Left -- Afterword -- Author Index -- Subject Index

🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 00:56:56 „Und deswegen kann man eigentlich auch sagen, wir sind gar nicht Homo sapiens, wir sind Homo prospectus, weil wir denken eigentlich die ganze Zeit über die Zukunft nach. Aber ich mache einen ganz wichtigen Punkt dazu. Wir machen das, damit wir in der Gegenwart damit etwas tun.“

Florence Gaub greift den von Seligman und Kollegen geprägten Begriff 'Homo prospectus' auf, um ihre These zu untermauern, dass der Mensch ein zukunftsorientiertes Wesen ist. Sie erwähnt, dass Menschen 59 Mal am Tag an die Zukunft denken, und nutzt das Konzept, um zu argumentieren, dass Zukunftsdenken letztlich dem Handeln in der Gegenwart dient.

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The Optimism Bias

The Optimism Bias

Tali Sharot · 2011

Psychologists have long been aware that most people maintain an irrationally positive outlook on life—but why? Turns out, we might be hardwired that way. In this absorbing exploration, Tali Sharot—one of the most innovative neuroscientists at work today—demonstrates that optimism may be crucial to human existence.

🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 00:57:44 „Also interessanterweise, es gibt auch ein ganz tolles Buch, das heißt The Optimism Bias. Und die Autorin zeigt halt, dass wir haben die neurologische Tendenz, Negatives aus der Erinnerung zu löschen. Und das ist wahrscheinlich ein Überlebensvorteil, weil was passiert, wenn du es nicht tust? Das ist dann Trauma und das ist sehr anstrengend.“

Lanz fragt, warum Menschen ihre Vergangenheit so verklären – etwa die 80er Jahre. Florence Gaub empfiehlt daraufhin das Buch 'The Optimism Bias' und erklärt dessen Kernthese: Unser Gehirn löscht systematisch negative Erinnerungen, was ein evolutionärer Überlebensvorteil ist. Sie nutzt das Buch, um zu erklären, warum Nostalgie ein neurologisches Phänomen ist und keine objektive Einschätzung der Vergangenheit.

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