Hotel Matze – Soziologe Andreas Kemper – Was will die AfD
#459

Soziologe Andreas Kemper – Was will die AfD

Hotel Matze / 04. Juni 2025 / 21 Medien

Matze Hielscher & Andreas Kemper

Andreas Kemper, Soziologe und erster Buchautor über die AfD, analysiert schonungslos ihre Geschichte als Partei, die von Anfang an rassistisch war und den Sozialstaat abschaffen wollte. Er beschreibt seinen inneren Zwiespalt zwischen dem distanzierten Rechercheur, für den die Lage Paradies und Hölle zugleich ist, und der Privatperson, die selbst angegriffen wird und Gerichtstermine wahrnehmen muss. Sein zentraler Hebel: Existenzängste um Wohnung, Job und gesellschaftliche Isolation treiben Menschen in die Arme der Rechten — doch er hält es für realistisch, die AfD wieder auf einstellige Werte zu drücken.

„Man quält keine Tiere, man schlägt keine Kinder, man wählt keine AfD.“
🗣 Andreas Kemper

Erwähnte Medien (21)

CORRECTIV-Recherche zum Geheimtreffen in Potsdam
Artikel

CORRECTIV-Recherche zum Geheimtreffen in Potsdam

CORRECTIV

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 00:05:51 „An die Korrektivrecherche oder nach der Korrektivrecherche? Genau, nach der Korrektivrecherche sind dann plötzlich Millionen von Menschen auf die Straße gegangen.“

Die CORRECTIV-Recherche wird als Auslöser der großen Demonstrationen gegen die AfD Anfang 2024 beschrieben, die zu einem deutlichen Rückgang der AfD-Umfragewerte führten.

Zum Artikel bei Correctiv.org
Deutschland schafft sich ab
Buch

Deutschland schafft sich ab

Thilo Sarrazin

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 00:07:06 „Und diese Tabuisierung ist aufgehoben worden mit der ganzen Thilo Sarrazin-Debatte. Man wird ja noch so sagen dürfen, das war eine Kampagne von der Bild-Zeitung, aber auch Spiegel hat mitgemacht. Und das Buch ist ja im Bertelsmann Verlag erschienen, größter Medienkonzern.“

Kemper beschreibt Sarrazins Buch als den entscheidenden Tabubruch, der rassistische Positionen in der breiten Öffentlichkeit sagbar gemacht habe. Er sieht das Buch nicht als isoliertes Werk, sondern als Teil einer Medienkampagne von Bild, Spiegel und Bertelsmann, die den Boden für den späteren Aufstieg der AfD bereitet habe.

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Studie

Gutachten des Bundesamts für Verfassungsschutz zur AfD

🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:14:31 „Durch dieses, das ist jetzt durch Nancy Faeser, ein Gutachten veröffentlicht worden, aber auch nicht richtig, nur ein Teil davon, nicht das Komplette, sind 1.100 Seiten, sind aber 17, glaube ich, sind irgendwie veröffentlicht worden.“

Hielscher spricht das kürzlich veröffentlichte 1.100-seitige Gutachten des Verfassungsschutzes zur AfD an, von dem nur 17 Seiten öffentlich gemacht wurden. Er fragt Kemper nach dessen Einschätzung der Handhabe — Kemper gibt an, nur die Spiegel-Berichterstattung darüber gelesen zu haben.

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The Nature of Fascism
Buch

The Nature of Fascism

Roger Griffin

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 00:19:39 „Wenn man die Faschismustheorie von Retro Griffin, ein britischer Faschismusforscher, zugrunde legt, dann ist er ein faschistischer Ideologe. Und Retro Griffin hat sich dann später auch nochmal zu Wort gemeldet. Ich hatte halt seine Theorie genommen und habe das dann angewendet und entspricht Björn Höcke den Kriterien nach Retro Griffin.“

Kemper stützt seine Einordnung von Björn Höcke als faschistischen Ideologen auf die Faschismustheorie von Roger Griffin (im Transkript als 'Retro Griffin' verschrieben). Er betont, dass Griffin selbst seine Anwendung der Theorie auf Höcke öffentlich bestätigt habe — ein seltener Fall, in dem der Theoretiker die politische Anwendung seiner Forschung ausdrücklich unterstützt.

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Hamburger Appell
Essay

Hamburger Appell

Bernd Lucke u.a.

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 00:28:12 „Bernd Lucke hat den Hamburger Appell damals mit verfasst, wo es darum ging, wir können uns einen Sozialstaat nicht mehr leisten. Das waren sehr klar Angriffe auf den Sozialstaat und das ist meiner Meinung nach auch verfassungsfeindlich.“

Kemper verweist auf den Hamburger Appell als Beleg dafür, dass die AfD von ihren Anfängen her eine sozialstaatsfeindliche Partei war. Er argumentiert, dass die Abschaffung des Sozialstaats gegen Artikel 20 des Grundgesetzes verstößt und dieser Aspekt in der aktuellen Verbotsdebatte zu wenig beachtet wird.

Zum Artikel bei Neuerkanzler.blogspot.com
LTI – Lingua Tertii Imperii
Buch

LTI – Lingua Tertii Imperii

Viktor Klemperer

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 00:38:24 „Das ist auch bei der Untersuchung von Viktor Klemperer, der die Sprache der Nazis untersucht und der meinte, die Nazis haben sehr wenig Begriffe. Die wiederholen die aber staccato förmlich. Die werden immer wieder wiederholt. Und die sind dann aufgeladen, so magisch quasi aufgeladen.“

Kemper erklärt den Unterschied zwischen linker und rechter Sprache. Er zieht Klemperers Analyse der Nazi-Sprache heran, um zu zeigen, dass rechte Sprache mit wenigen, ständig wiederholten und emotional aufgeladenen Begriffen arbeitet – im Gegensatz zur komplexeren linken Diskurskultur.

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Der Begriff des Politischen
Buch

Der Begriff des Politischen

Carl Schmitt

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 00:41:59 „Das ist ja auch die Politik von Karl Schmitt, Freund-Feind-Scheidung. Politik ist die Unterscheidung zwischen Freund und Feind. Das ist dieser Machiavellismus, dieses Stärke zeigen und so weiter, keine Schwächen zeigen.“

Im Rahmen seiner Analyse rechter Sprache verweist Kemper auf Carl Schmitts Freund-Feind-Unterscheidung als theoretisches Fundament rechter Politik. Schmitts These, dass Politik im Kern die Trennung von Freund und Feind sei, dient Kemper als Erklärung für die Funktion rechter Abgrenzungsbegriffe.

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Sherlock Holmes
Film

Sherlock Holmes

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 00:52:40 „Ich gucke auch gerne so Sherlock-Holmes-Filme. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, wenn Sherlock Holmes total begeistert ist, wenn ein schlimmer Mord passiert ist, weil er da einen neuen Fall hat. Sowas kenne ich auch von mir selber.“

Kemper erklärt, warum ihn seine Recherche-Arbeit über die AfD trotz der belastenden Inhalte antreibt. Er vergleicht seine Freude am Puzzeln und Rausfinden mit Sherlock Holmes' Begeisterung für neue Fälle – die intellektuelle Herausforderung ist für ihn lustvoll.

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Das Kapital im 21. Jahrhundert
Buch

Das Kapital im 21. Jahrhundert

Thomas Piketty

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 01:02:24 „Da gibt es von Thomas Pequeti, dieses von einem französischen Vermögenshistoriker, der hat festgestellt, also der hat sich Vermögensverteilungen angeschaut über mehrere Jahrhunderte, über mehrere Kontinente und der hat festgestellt, dass bis in die 70er, 80er Jahre hinein die Einkommen und Vermögen gleicher wurden.“

Kemper nennt die zunehmende Vermögensungleichheit als einen der weltweiten Faktoren für den Aufstieg rechter Bewegungen. Er verweist auf Pikettys historische Analyse der Vermögensverteilung, die zeigt, dass die Gesellschaft bis in die 1970er/80er egalitärer wurde – und sich dieser Trend danach umkehrte.

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Zugang vor Wert
Buch

Zugang vor Wert

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 01:04:39 „Eine Bekannte von mir, die hat ein Buch geschrieben, das heißt Zugang vor Wert. Da geht es auch um Klassismus, da geht es darum, dass Arbeiterkinder eben nicht aufsteigen können, in Anführungszeichen. Und ich finde den Titel so gut, Zugang vor Wert. Die Türen sind verschlossen.“

Kemper erwähnt das Buch einer Bekannten im Zusammenhang mit struktureller Ungleichheit und Klassismus. Der Titel fasst für ihn zusammen, wie Arbeiterkinder durch verschlossene Türen am sozialen Aufstieg gehindert werden — ein Mechanismus, den er auch aus seiner eigenen Familie kennt.

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Die feinen Unterschiede (La Distinction)
Buch

Die feinen Unterschiede (La Distinction)

Pierre Bourdieu

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 01:06:21 „Es gibt von Pierre Bourdieu einen soziologischen Begriff, der heißt Habitus. Das kommt aus dem Lateinischen habere, wie ich mich habe. Das ist eine grundsätzliche Welteinstellung. Wie ich die Welt wahrnehme, welchen Geschmack ich habe. So eine ganz grundsätzliche Einstellung, die ist unbewusst, die ist sehr klassenspezifisch.“

Kemper führt Bourdieus Habitus-Konzept ein, um zu erklären, warum besonders Männer aus der Arbeiterklasse für rechte Bewegungen anfällig sind. Der Habitus, den sie von ihren Vätern aus den 70er/80er Jahren übernommen haben, passt nicht mehr zum heutigen flexiblen Kapitalismus — was zu Frustration und Empfänglichkeit für rechte Narrative führt.

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Rechts keimen
Buch

Rechts keimen

Andreas Kemper

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 01:11:57 „Und ich hatte damals gemutmaßt, dass in meinem Buch, was ich 2013 geschrieben habe, dass die Finanzierung lief über Thorsten Polleit von Vermises-Institut und über Dagmar Metzger. Und Dagmar Metzger ist tatsächlich die erste Sprecherin geworden von der AfD zusammen mit Lucke und zusammen mit Konrad Adam.“

Kemper verweist auf sein eigenes Buch von 2013 über die Frühphase der AfD, in dem er bereits die Finanzierungsstrukturen über August von Fink und das Mises-Institut beschrieben hatte. Er sieht sich durch die 2018 geleakten Belege in seiner damaligen Analyse bestätigt.

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Volk und Bewegung
Artikel

Volk und Bewegung

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 01:26:11 „Unter dem Pseudonym Lander Fladig hat er in der Nazi-Zeitung von Thorsten Heise, einer der führenden Neonazis in Deutschland, Volk und Bewegung heißt diese Zeitschrift, da hat er geschrieben, 2011, wir haben eine Krise, eine Chance und einen Auftrag.“

Kemper beschreibt Björn Höckes pseudonyme Veröffentlichungen in der neonazistischen Zeitschrift 'Volk und Bewegung', herausgegeben von Thorsten Heise. Die dort unter dem Pseudonym Landolf Ladig veröffentlichten Texte offenbaren laut Kemper Höckes wahre ideologische Ziele: eine Revolution zur Wiederanknüpfung an das 'europäische Kraftzentrum der 30er Jahre'.

Zum Artikel bei Apabiz.de
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Studie

Bundeswehrstudie zum Peak Oil

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 01:28:13 „Also es gibt eine Bundeswehrstudie, die sich Sorgen darüber macht, was passiert, wenn es demnächst keinen Erdöl mehr gibt. Dann könnte es global Kriege geben um die letzten Erdölreserven und es könnte aber auch innerstaatlich zu Krisen kommen bis hin zu einer Revolution. Und das zitiert er nicht nur in seinem Artikel, sondern das plagiiert er.“

Kemper erklärt, dass Höcke in seinen pseudonymen Texten eine Bundeswehrstudie zum Peak Oil nicht nur zitiert, sondern plagiiert hat. Höcke habe die darin beschriebenen Krisenszenarien als 'Chance' für eine politische Revolution gefeiert, um dann die Führung zu übernehmen.

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ZDF Magazin Royale
Serie

ZDF Magazin Royale

Jan Böhmermann

🗣 Andreas Kemper erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:35:58 „Eigentlich verfolge ich Böhmermann, aber das kannte ich jetzt nicht. Das fand ich ganz gut.“

Kemper erwähnt, dass er Böhmermanns Sendung regelmäßig verfolgt, einen bestimmten Beitrag aber verpasst hatte.

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Ökotopia
Buch

Ökotopia

Ernest Callenbach

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 01:36:43 „Ich komme ja aus einer Alternativbewegung aus den 80er Jahren. Da hieß es damals Grün wächst und es gab ganz viele utopische Romane, Ökotopia, es gab ganz viele feministische utopische Romane und so weiter. Sehr viele Ideen, wie eine bessere Gesellschaft aussieht.“

Kemper kontrastiert die Utopie-Fähigkeit der linken Bewegungen in den 80er Jahren mit dem heutigen Mangel an progressiven Zukunftsentwürfen. Er nennt Ökotopia als Beispiel für die damalige Fülle an utopischen Romanen und beklagt, dass die Rechten heute deutlich klarere Utopien haben als die progressive Seite.

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Kapital und Ideologie
Buch

Kapital und Ideologie

Thomas Piketty

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 01:42:30 „Da bin ich auch wieder bei Thomas Piketty, der sagt, wir brauchen einen partizipativen Sozialismus. Betonung auf partizipativ, dass die Ärmeren mehr Möglichkeiten der Gesellschaftsgestaltung eingeräumt.“

Kemper greift Pikettys Konzept des partizipativen Sozialismus auf, um seine eigene Lösung für den Rechtsruck zu untermauern. Er verbindet Pikettys Forderung nach Umverteilung – insbesondere das Sozialerbe von 120.000 Euro für jeden 25-Jährigen, finanziert durch Erbschaftssteuer – mit der These, dass nur mehr Partizipation den Ärmeren eine Zukunftsperspektive gibt und so den Rechten den Nährboden entzieht.

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Studie

Deutsche Zustände

Wilhelm Heitmeyer

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 01:47:20 „Heidemeyer hat damals nach 2008 gesagt, mit der Weltwirtschaftskrise ist das Bürgertum verroht. Die haben die Ellenbogen ausgefahren, das Bürgertum. Jedes sich selbst am nächsten.“

Kemper diskutiert die Ursachen des Rechtsrucks und nennt die Weltwirtschaftskrise 2008 als weltweiten Faktor. Er zitiert Heitmeyers These der 'rohen Bürgerlichkeit' als Erklärung dafür, wie Existenzängste zu einem machiavellistischen Denken führen, das den Rechten zuarbeitet.

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Studie

Diskursatlas Antifeminismus

Andreas Kemper

🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 01:50:26 „Also ich kann es in einzelnen Dingen sagen. Ich hatte ja vorhin schon auf den Diskursatlas hingewiesen. Es gibt bestimmte Begrifflichkeiten, wie da geht es ja zum Antifeminismus.“

Kemper verweist auf sein eigenes Forschungsprojekt, den Diskursatlas Antifeminismus, als Werkzeug zur Erkennung rechter Strategien. Er nutzt ihn, um zu zeigen, wie bestimmte Begrifflichkeiten und Schlagwörter – statt analytischer Begriffe – eingesetzt werden, um junge Männer und Frauen für antifeministische Positionen zu gewinnen.

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Störkraft
Musik

Störkraft

Störkraft

🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 02:01:19 „Ich bin meine ganze Jugend, habe ich damit verbracht, irgendwie mit Freunden, Schulfreunden, Bekannten zu diskutieren, die dann irgendwann angefangen haben, Störkraft und so weiter zu hören und Neonazis wurden.“

Hielscher erzählt von seinen persönlichen Erfahrungen mit Rechtsextremismus in seiner Jugend und seiner ehemaligen Heimat, wo über die Hälfte AfD wählt. Die Neonazi-Band Störkraft dient als Marker für die Radikalisierung seiner damaligen Freunde und leitet die Frage ein, ob man mit solchen Menschen noch reden sollte.

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Das Prinzip Hoffnung
Buch

Das Prinzip Hoffnung

Ernst Bloch

🗣 Andreas Kemper empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:16:17 „Mein Lieblingsphilosoph ist Ernst Bloch und der hat als jüdischer Marxist im Exil, als alle Verwandten seiner Frau in den KZs ermordet wurden, hat er angefangen, das Buch Das Prinzip Hoffnung zu schreiben. Das war eine sehr viel düstere Zeit damals und er hat dann angefangen, das Buch Das Prinzip Hoffnung zu schreiben. Und da denke ich, okay, wenn er dann halt 42, 43 anfängt, so ein Buch zu schreiben, wo es wirklich sehr, sehr düster war, dann können wir auch hoffen, können wir auch weiter hoffen.“

Auf die Frage, was ihm Hoffnung macht, nennt Andreas Kemper Ernst Bloch als seinen Lieblingsphilosophen. Bloch begann 'Das Prinzip Hoffnung' 1942/43 im Exil zu schreiben, während seine Angehörigen in KZs ermordet wurden. Kemper zieht daraus die Lehre: Wenn Bloch in einer ungleich düstereren Zeit ein Buch über Hoffnung schreiben konnte, dann dürfen auch wir heute weiter hoffen.

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