Das Kapital im 21. Jahrhundert

Thomas Piketty

Wie funktioniert die Akkumulation und Distribution von Kapital? Welche dynamischen Faktoren sind dafür entscheidend? Jede politische Ökonomie umkreist die Fragen nach der langfristigen Evolution von Ungleichheit, der Konzentration von Wohlstand und den Chancen für ökonomisches Wachstum. Aber befriedigende Antworten gab es bislang kaum, weil geeignete Daten und eine klare Theorie fehlten. In "Das Kapital im 21.

Das Kapital im 21. Jahrhundert

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Erwähnungen (8)

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:25:00
„Das ist doch das Learning, was wir von Piketty oder das ist doch von den Wirtschaftswissenschaftlern bekommen haben, das Kapital, das Vermögen verselbstständigt sich so im Wachstum, dass man da mit irgendwelchen Popel-Einkommen gar nicht mehr gegen ankommen kann.“

Weisbrod verweist auf Pikettys Erkenntnis, dass Vermögen schneller wächst als Einkommen, als wichtigstes wirtschaftswissenschaftliches Learning.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 01:00:37
„Weil wir mit Thomas Piketty zu sprechen seit Jahrzehnten sehen, dass die Seite der Arbeit immer schwächer wird und die Seite des Kapitals immer stärker. Und statt, wie die linke sozialdemokratische Antwort lautet, dieser Dynamik durch Umverteilung gegenzusteuern, was einem in drei Jahrzehnten nicht gelungen ist.“

Mangold bezieht sich auf Pikettys zentrale These der wachsenden Ungleichheit zwischen Kapital und Arbeit. Er nutzt Pikettys Analyse als Argument dafür, dass statt Umverteilung eine breitere Beteiligung am Kapitalmarkt die bessere Lösung wäre — eine bewusst konträre Lesart zu Pikettys eigenen Schlussfolgerungen.

Alles gesagt?
🗣 Maja Göpel referenziert bei ⏱ 00:43:03
„Ich war da total beeindruckt, dass Robert Schiller als einer der Ökonomen, die ich ja auch zitiert habe in dem Buch, sich wirklich nach Pikettis Analyse über die Macht des Finanzkapitals auch hingestellt hat und gesagt hat, wir sind ja auf dem Weg in eine Plutokratie.“

Göpel beschreibt, wie Pikettys Analyse der wachsenden Ungleichheit und Vermögenskonzentration andere Ökonomen wie Robert Shiller dazu brachte, vor einer Plutokratie zu warnen. Sie sieht in den heutigen Eigentumsstrukturen fast feudalistische Züge und nutzt Piketty als Beleg für ihre Forderung nach stärkerer Regulierung der Finanzmärkte.

Alles gesagt?
🗣 Ricarda Lang erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:02:46
„Von dieser Bücherliste, wenn ich sie richtig im Kopf habe, habe ich alle gelesen, Manning bei der Hälfte. Und Piketty noch nicht. Das ist das dickste darunter. Das liegt immer noch weiter auf dem Lesenstapel.“

Im Gespräch über ihre Twitter-Leseliste gesteht Ricarda Lang, dass sie das Piketty-Buch als dickstes Werk der Liste noch nicht gelesen hat. Es passt ins Muster der Episode: Lang spricht ehrlich über ambitionierte Leselisten und ungelesene Bücher auf dem Stapel.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:40:32
„Thomas Piketty, das ist der französische Ökonom, der das Kapital geschrieben hat, der über Nachtwelt berühmt geworden ist mit diesem Buch.“

Lanz erwähnt Piketty neben Michael Sandel als einen der wichtigsten Denker zu Ungleichheit und Aufstiegschancen. Das Buch wird als Referenzwerk genannt, das Piketty weltberühmt gemacht hat, im Kontext der Diskussion über die wachsende Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern seit den 1980er Jahren.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:52:20
„Und deswegen ist es, glaube ich, wichtig, Piketty zu erwähnen. Der große französische Ökonom mit seinem Buch Kapital über die zunehmende Ungleichheit war, glaube ich, ein ganz entscheidender, also ein sehr markanter Teilnehmer im Diskurs und in der Art, über Gesellschaft nachzudenken.“

Im Kontext der intellektuellen Verarbeitung der Finanzkrise 2008 wird Pikettys Hauptwerk als entscheidender Beitrag zum Diskurs über zunehmende Ungleichheit genannt. Mangold ordnet ihn als dritten großen Denker neben Kahneman und Graeber ein, der die Debatte über Gesellschaft und Ökonomie maßgeblich geprägt hat.

Hotel Matze
🗣 Andreas Kemper referenziert bei ⏱ 01:02:24
„Da gibt es von Thomas Pequeti, dieses von einem französischen Vermögenshistoriker, der hat festgestellt, also der hat sich Vermögensverteilungen angeschaut über mehrere Jahrhunderte, über mehrere Kontinente und der hat festgestellt, dass bis in die 70er, 80er Jahre hinein die Einkommen und Vermögen gleicher wurden.“

Kemper nennt die zunehmende Vermögensungleichheit als einen der weltweiten Faktoren für den Aufstieg rechter Bewegungen. Er verweist auf Pikettys historische Analyse der Vermögensverteilung, die zeigt, dass die Gesellschaft bis in die 1970er/80er egalitärer wurde – und sich dieser Trend danach umkehrte.

Hotel Matze
🗣 Martyna Linartas referenziert bei ⏱ 00:23:14
„Und ich weiß noch, dass ich damals Kapital im 21. Jahrhundert, habe ich verschlungen, habe ich auch meine Masterarbeit drüber geschrieben, war grandios.“

Martyna Linartas erwähnt Pikettys früheres Hauptwerk als Buch, das sie so begeistert hat, dass sie ihre Masterarbeit darüber schrieb. Sie ordnet es zeitlich vor 'Kapital und Ideologie' ein und nutzt es, um Pikettys eigene Entwicklung vom Kapitalisten zum Sozialismus-Befürworter nachzuzeichnen.

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