Zur Person
Günter Gaus · 1963
Legendäre Interviewsendung aus den 1970er/80ern: Zwei Gesprächspartner sitzen sich im Studio gegenüber und diskutieren intensiv für etwa zwei Stunden. Das Format lebt von Ruhe, langen Pausen und intellektuellem Dialog – minimal inszeniert, maximal substanziell. Ein Vorbild für tiefgründige Gesprächsformate.
Erwähnungen (2)
„Was weiß ich, Günther Gauss oft zitiert hier, was war das, 80er, 70er, 80er Jahre, die sitzen zwei Stunden im Studio, Helmut Schmidt raucht. Und sonst passiert eigentlich nichts. Und die reden so ein bisschen. Da ist nichts animiert, außer der Zigarette.“
Jochen Wegner verweist auf die legendären Interviews von Günter Gaus als Idealbeispiel für reduzierten, authentischen Journalismus. Zwei Menschen sitzen im Studio, Helmut Schmidt raucht, sonst passiert nichts — und genau das macht für Wegner den Reiz aus. Er stellt diese Schlichtheit der heutigen überinszenierten Nachrichtenästhetik gegenüber.
„Ich denke gerade an Günther Gauss, der ja auch mit unglaublichem Tiefgang und mit unglaublich guten Fragen, also vielleicht würde es gehen, eine halbe Stunde.“
Christine Westermann erwähnt Günter Gaus' legendäre Interviewsendung als Beispiel für tiefgründige Gesprächsführung. Jochen Wegner bestätigt, dass Gaus' Format – mit rauchenden Gästen, langen Pausen und dann wieder Reden – eines der beiden Vorbilder für den Podcast 'Alles gesagt?' war. Die Sendung steht als Gegenpol zum Entertainment-Format Zimmer frei.
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