Ungleich vereint – Warum der Osten anders bleibt
Steffen Mau · 2024
Eine soziologische Analyse, die untersucht, warum Deutschland 34 Jahre nach der Wiedervereinigung strukturell unterschiedlich geblieben ist. Das Buch ergründet die bleibenden Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland in Identität, Transformationserfahrungen und politischer Entwicklung.
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„Unter anderem Steffen Mau, Soziologe hier in Berlin an der Humboldt-Universität, der sehr viel Zuspruch aus der Mitte der Gesellschaft, wenn man so möchte, bekommen hat für sein Buch, indem er nachweist, das war so ein bisschen Kontrafakt.“
Mangold erwähnt den Soziologen Steffen Mau als einen der intellektuellen Gewährsleute, nach denen Steinmeier greift, um die Stabilität seines 'Wir'-Konzepts zu untermauern. Weisbrod ergänzt, dass Maus Buch sogar auf dem ZEIT-Titel war – also selbst nahe am konsensuellen Nullpunkt des Diskurses.
„Da wäre zum einen von Steffen Mau das Buch »Ungleich vereint – Warum der Osten anders bleibt«. Erschienen bei Surkamp.“
Eines der vier besprochenen Bücher der Episode. Der Soziologe argumentiert, dass sich der Osten nicht angleichen wird und die Ostidentität bestehen bleibt.
„Mein heutiger Gast ist Steffen Mau. Steffen Mau ist Soziologe und Autor. In diesem Jahr ist sein Buch Ungleichvereint erschienen, warum der Osten anders bleibt. Und er gründet darin, warum Deutschland 34 Jahre nach der Wiedervereinigung eben nicht eins ist.“
Matze Hielscher stellt seinen Gast Steffen Mau vor und nennt dessen aktuelles Buch als Ausgangspunkt des Gesprächs. Das Buch untersucht, warum Ost- und Westdeutschland auch 34 Jahre nach der Wiedervereinigung strukturell unterschiedlich geblieben sind. Es bildet den thematischen Rahmen für das gesamte Gespräch über ostdeutsche Identität, Transformationserfahrungen und politische Entwicklungen.
„Also das ist ihr Vorschlag, dass man im Grunde, und es ist ja auch interessant, dass jemand wie Steffen Mau in seinem letzten Buch Ungleich vereint auch auf die Bürgerräte am Schluss kommt, die ja auch diskutiert werden gerade politisch.“
Iris Radisch stellt eine Verbindung zwischen Arendts Plädoyer für partizipatorische Demokratie und der aktuellen Debatte um Bürgerräte her. Steffen Maus Buch wird als zeitgenössischer Beleg dafür angeführt, dass Arendts Ideen heute wieder politisch relevant sind.
„Du hast ein Buch geschrieben, das ist ein Bestseller gewesen, ausverkauft gewesen, man hat es gar nicht mehr gekriegt davor. Wir drehen uns immer und immer wieder darum, ungleich vereint, kann man auch mit dazu nehmen von Steffen Mau.“
Matze Hielscher nennt Steffen Maus 'Ungleich vereint' als weiteres zentrales Buch der aktuellen Ost-Debatte, das sich – neben Kowalczuks Bestseller – mit der Frage beschäftigt, warum der Osten uns nicht loslässt. Er reiht es in die endlose Beschäftigung mit dem Thema ein.
„Sein Buch vor allem Triggerpunkte aus 2023 war sehr erfolgreich, aber auch ungleich vereint, warum der Osten anders bleibt, das ist eins seiner Bücher, wir haben hier auch schon darüber gesprochen.“
Maja Beckers erwähnt dieses weitere Buch von Steffen Mau beiläufig, um sein bisheriges Werk vorzustellen. Es wurde bereits in einer früheren Folge des Podcasts besprochen.
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