Texte über Göring (1933)
Heinrich Mann · 2014
Heinrich Mann kritisiert 1933 aus dem französischen Exil in beißenden Essays die Inszenierung und Lächerlichkeit von Hermann Görings Pressekonferenz. Eine prophetisch genaue Analyse des totalitären Regimes, die heute noch erschreckt.
Erwähnungen (1)
„Er hat Texte geschrieben schon 1933, zwei davon hat er mir mit Jilmaz vorgelesen und der erste, ich lese mal kurz nur die Überschrift vor, weil es wirklich phänomenal über Göring zittert und schwitzt. Heinrich Mann schreibt aus seinem Exil in Nizza in der Beobachtung über eine Pressekonferenz von Hermann Göring 1933.“
Jan Böhmermann berichtet von der Heinrich-Mann-Preisverleihung, bei der der Schauspieler Mehmet Yilmaz zwei Texte von Heinrich Mann aus dem Jahr 1933 vorlas. Böhmermann ist beeindruckt, wie Mann bereits 1933 aus dem Exil alles kommen sah – die Opferinszenierung, die Lächerlichkeit der Machthaber – und wie erschreckend aktuell diese Texte heute noch wirken.
Ähnliche Medien
Göring zittert und schwitzt
Heinrich Mann · 1971
Heinrich Manns "Der Haß" (1933) ist eine scharfsinnige Exilschrift aus Nizza, die das nationalsozialistische Regime und Hermann Göring einer vernichtenden Kritik unterzieht. Der Text, ursprünglich als Dankrede bei einer Preisverleihung vorgetragen, besticht durch klare politische Analyse und zeitlose Beobachtungen über Machtmissbrauch. Seine Parallelen zu heutigen autoritären Tendenzen machen das Werk trotz 90 Jahren Abstand hochrelevant und verstörendfoll aktuell.
Der Untertan
Heinrich Mann · 2021
Sollte es einmal einen Preis für den widerlichsten Protagonisten eines Romans geben, würde Diederich Heßling ohne Zweifel weit vorne landen. Heinrich Mann erzählt in seinem satirischen Roman die Geschichte Heßlings – eine typische Karriere im Kaiserreich vor dem Ersten Weltkrieg: Als Kind vom Vater gedemütigt, findet Heßling seinen Platz im bierseligen Kollektiv einer Burschenschaft und wird schließlich zum skrupellosen Fabrik-Erben, der nach oben buckelt und nach unten tritt.
Der Mythos des Sisyphos
Albert Camus
Camus' philosophisches Essay über das Absurde der menschlichen Existenz. Er erforscht die paradoxe Weisheit, dass Erfüllung und Glück trotz der scheinbaren Sinnlosigkeit des Lebens möglich sind – wie bei Sisyphus, der zur ewigen Wiederholung verdammt ist.
Die Entstehung des Staates als Vorgang der Säkularisation
Ernst-Wolfgang Böckenförde · 1995
Böckenfördes klassisches Werk zur Säkularisation des Staates analysiert die Paradoxie, dass der freiheitliche Rechtsstaat auf Werte angewiesen ist, die er selbst nicht erzwingen kann. Das berühmte Böckenförde-Diktum verdeutlicht, warum Demokratie auf kulturellen und moralischen Grundlagen beruht, die außerhalb ihrer eigenen institutionellen Reichweite liegen und daher besonders schutzbedürftig sind.