Tagesschau
Die Tagesschau ist die älteste und populärste Nachrichtensendung Deutschlands.
Erwähnungen (14)
„Ich weiß noch, als die Finanzkrise da war und ich war zwölf oder dreizehn oder sowas und ich habe dann abends die Tagesschau geguckt mit meinen Eltern und habe sie dann angeguckt und meinte, was ist denn diese Finanzkrise?“
Luisa Neubauer erzählt, wie sie als Zwölfjährige die Finanzkrise 2008 erlebte. Sie erinnert sich, abends mit den Eltern die Tagesschau geschaut zu haben, wo Bilder von Geld und Banklogos gezeigt wurden – für sie als Kind war die Krise aber nicht greifbar. Sie nutzt die Erinnerung, um zu illustrieren, dass ihre Generation bisher keine fühlbare politische Krise erlebt hatte.
„Er hat nicht nur das Wetter in der ARD moderiert bei den Tagesschau und Tagesthemen oder was, sondern er war auch in allen möglichen Unterhaltungssendungen dabei.“
Sabine Rückert beschreibt die Fernsehkarriere von Jörg Kachelmann und nennt die Nachrichtensendungen, in denen er regelmäßig den Wetterbericht präsentierte. Die Erwähnung dient dazu, Kachelmanns hohen Bekanntheitsgrad beim Publikum zu unterstreichen.
„Wenn man sich doch einfach nur für einen Moment mal vorstellt, was war eine Tagesschau vor 30 Jahren? Da gab es einen Sprecher, der sah höchst seriös aus. Und der las etwas vor und dann wurden so ein paar Bildchen gezeigt.“
Precht beschreibt den Wandel der Nachrichtenrezeption über die Jahrzehnte. Die Tagesschau dient als Paradebeispiel für eine Zeit, in der Nachrichten rein informativ und ohne Kommentar präsentiert wurden – ein Format, das Vertrauen quasi automatisch erzeugte, weil es keine Angriffsfläche bot.
„Und womöglich etwas in einem Teich, in dem ja auch schon andere ganz schönen fischen, nämlich die öffentlich-rechtlichen, was Informationen angeht mit Tagesschau, Heute-Journal, Tagesthemen und jetzt kommt dann auf einmal RTL direkt.“
Die Tagesschau wird als etabliertes Nachrichtenformat genannt, gegen das RTL Direkt antritt. Später erzählt Jauch, dass seine Töchter die Tagesschau über YouTube schauen statt über lineares Fernsehen – als Beispiel für den Medienwandel.
„Wer guckt noch Tagesschau? Ich habe ja jetzt gelernt, ihr Podcast wird gehört ausschließlich von 20- bis 25-Jährigen. Die meisten von denen gucken jedenfalls selten Tagesschau und Anne Will guckt fast keiner von denen nach allen Statistiken, die wir haben.“
Spahn argumentiert, dass politische Kommunikation auch digitale Kanäle und Targeted Ads nutzen müsse, weil klassische Medienformate wie die Tagesschau jüngere Zielgruppen kaum noch erreichen. Die Erwähnung dient als Beispiel für den Wandel der Mediennutzung.
„Die Wetterkarte und die Tagesschau hielten Deutschland zusammen. Das ist aber schon relativ lange nicht mehr der Fall.“
Im Gespräch über den Zusammenhalt des Nationalstaats und die Frage, was die Deutschen eigentlich verbindet, nennt Precht die Tagesschau als Symbol einer gemeinsamen medialen Öffentlichkeit, die es in dieser Form nicht mehr gebe. Die Sendung steht hier stellvertretend für eine verlorene kollektive Identität.
„Es ist nicht das Hochglanz-Dings, was man also so von Fernsehens gewohnt ist, die wohlformulierten Texte, wie bei Kontraste oder bei Tagesschau oder sonst irgendwie, wo die Jungs natürlich alle mit ihren Zetteln rumlaufen.“
Armin Maiwald erklärt, warum er seine Maus-Texte frei spricht statt sie vorher aufzuschreiben. Er kontrastiert seinen spontanen Erzählstil mit dem durchformulierten Sprechstil klassischer Nachrichtensendungen wie der Tagesschau, bei denen Sprecher immer mit vorgeschriebenen Texten arbeiten.
„Sie war die erste Sprecherin der Tagesschau, der immer noch wichtigsten Nachrichtensendung des Landes.“
Die Tagesschau ist das zentrale Thema des Gesprächs, da Dagmar Berghoff die erste weibliche Sprecherin dieser Nachrichtensendung war
„Sie haben auch mal über Ihr Elternhaus oder über das Aufwachsen erzählt, dass einmal am Tag war Ruhe im Karton, wenn die Tagesschau lief. Ja, dann war absolut Ruhe.“
Im Gespräch über ihre Kindheit in den 60er Jahren schildert Strack-Zimmermann, wie die Tagesschau ein festes Familienritual war, bei dem absolute Stille herrschte. Es illustriert die Medienkultur ihrer Kindheit, als der Fernseher noch spät ins Haus kam und Radio das Leitmedium war.
„Ja, also abends nach Hause gekommen, Tagesschau oder was weiß ich, was es war. Und dann war halt die Ansage, wie ist das mit Astronauten?“
Matthias Maurer erzählt den entscheidenden Moment, als er von der ESA-Astronautenauswahl erfuhr. Er kam abends nach Hause, schaltete die Nachrichten ein – vermutlich die Tagesschau – und sah den Aufruf, sich als Astronaut zu bewerben. Dieser TV-Moment war der Auslöser für seine gesamte Astronauten-Karriere.
„Es fängt an ein bisschen zu regnen, wir gehen rein, es war 20 Uhr, wir gucken die Tagesschau und irgendwann bei Minute 10 fing es an so stark zu regnen, dass das Satellitensignal abbrach.“
Ranga schildert den Abend der Flutkatastrophe 2021. Er und seine Frau schauten die Tagesschau, als der Starkregen so heftig wurde, dass das Satellitensignal abbrach – der Moment, in dem aus dem normalen Feierabend eine Katastrophe wurde, die sein eigenes Haus schwer beschädigte.
„Auf einmal ist in der ARD, das war vorher nicht so, in der Tagesschau, kommt dann als erste Meldung jemand, der amok gelaufen ist mit dem Messer. Warum ist das eine erste Meldung?“
Till Reiners kritisiert, wie die ARD-Tagesschau ihre Berichterstattung über Migration verändert hat, weil sie sich nicht vorwerfen lassen wollte, das Thema auszublenden. Er sieht darin eine Überrepräsentation, die durch den Druck der AfD entstanden ist.
„Also ich sehe, ich gucke es andauernd. Also wenn es geht, jeden Tag. Ich nehme es sogar auf, wahrscheinlich gibt es das auch irgendwo online, aber ich habe da so eine Routine drin, dass es einfach aufgenommen wird. Nein. Die von vor 20 Jahren? Dass du genau siehst, was ist heute vor 20 Jahren passiert.“
Aladin El-Mafaalani erzählt von seinem ungewöhnlichen Hobby: Er nimmt täglich die Tagesschau-Ausgabe von vor 20 Jahren auf und schaut sie an, um zu vergleichen, worüber damals berichtet wurde. Daraus leitet er ab, dass die Berichterstattung heute nicht schlechter, sondern sogar besser und ausgewogener ist als früher – etwa bei Themen wie Migration oder rechtsextreme Anschläge.
„Und wenn ich dann die Tagesschau gucke oder auf Social Media und sehe, wie sich innerparteilich wieder zerlegt wird wegen irgendeiner Kleinigkeit, dann denke ich, ach, naja, die sind ja dran.“
Matze Hielscher beschreibt seinen Medienkonsum im Kontext des Gesprächs über politische Geduld. Die Tagesschau dient ihm als Beispiel dafür, wie er innerparteiliche Konflikte aus der Distanz wahrnimmt. Es ist eine beiläufige Erwähnung ohne inhaltliche Bewertung der Sendung.
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