Rede gegen das Ermächtigungsgesetz
Otto Wels · 1963
Otto Wels' Rede gegen das Ermächtigungsgesetz (März 1933) ist ein Manifest des Widerstands gegen die Nazi-Diktatur. Unter SA-Schutz verteidigte der SPD-Vorsitzende Freiheit und Ehre, warnte mit prophetischen Worten vor der kommenden "Welltragödie" und setzte ein Zeichen demokratischer Standhaftigkeit in einer der finstersten Stunden der deutschen Geschichte.
Erwähnungen (1)
„Wir haben gerade über Otto Wels gesprochen, diese berühmte Rede gegen das Ermächtigungsgesetz. Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre aber nicht. Wenn du das liest, 1933 sagt er das, benutzt das Wort Welttragödie, da geht es einem doch kalt den Rücken runter.“
Lanz liest ausführlich aus der berühmten Rede von Otto Wels vor, die dieser 1933 im Reichstag gegen das Ermächtigungsgesetz hielt – während SA-Männer im Saal standen. Lanz betont die prophetische Qualität der Rede, in der Wels das Wort 'Welttragödie' benutzte und damit den Zweiten Weltkrieg und möglicherweise den Holocaust vorwegnahm. Die Rede dient als Beispiel für sozialdemokratisches Heldentum und moralische Standhaftigkeit.
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