Project 2025
Heritage Foundation
Umfassendes politisches Manifest der Heritage Foundation (konservativer Thinktank) für einen tausendseitigen Masterplan zum kompletten Umbau des US-Staatssystems. Sieht Austausch von 50.000 Beamten und Loyalitätsprüfungen zu Trump vor — zentraler Plan für einen autoritären Systemumbau.
Erwähnungen (5)
„Und der im Hintergrund etwas laufen hat, über das ich vor einiger Zeit das erste Mal gehört habe, das Project 2025. Das ist sozusagen eine Idee eines erzkonservativen Thinktanks, dieser Heritage Stiftung, eine ultrareiche Denkfabrik. Eine Art, wie soll man sagen, intellektuelle Vorfeldorganisation der MAGA, der Make America Great Again Bewegung von Trump.“
Markus Lanz beschreibt das Project 2025 als tausendseitigen Masterplan der Heritage Foundation zum kompletten Umbau des amerikanischen Staatssystems. Er erklärt, dass rund 400 Personen daran mitgeschrieben haben und es vorsieht, etwa 50.000 Beamte auszutauschen und auf Loyalität zu Trump zu prüfen. Das Dokument wird als zentrale Blaupause für einen möglichen autoritären Umbau der USA diskutiert.
„Und es wurde immer nur gewarnt, welche Riesenkatastrophe passiert, wenn Donald Trump drankommt, Project 25 und er wird ein Diktator werden und das ist das Ende der Demokratie in Amerika und so weiter.“
Precht erwähnt Project 2025 als Beispiel für die Art der Berichterstattung über Trump, die sich auf Warnungen und Katastrophenszenarien konzentrierte, statt die sozioökonomischen Ursachen für Trumps Popularität zu analysieren. Es ist eine beiläufige Erwähnung im Rahmen seiner Medienkritik.
„Wenn du dir mal anhörst, was Russell Ford gesagt hat, das ist ein Autor dieses Projects 2025. Das ganze Ding ist sozusagen ausbuchstabiert. Es gibt sozusagen ein Skript für das, was da gerade abläuft. Und dafür hatten ja viele auch immer wieder Angst über dieses Project 2025. Ausgedacht von einem sehr, sehr konservativen Think Tank.“
Lanz verweist auf Project 2025, das politische Strategiepapier eines konservativen Think Tanks, als Blaupause für den Umbau des US-Staatsapparats unter Trump. Er zitiert Russell Ford, einen der Autoren und heutigen Chef des Budgetamts, der im Guardian offen sagte, man wolle Bürokraten traumatisieren.
„Und er tut so, als wüsste er nicht, was Project 2025 ist. Aber das ist natürlich Unsinn. Und er setzt es seit der ersten Stunde im Amt um.“
Remnick erwähnt Project 2025 als politisches Strategiedokument, das Trump angeblich nicht kennt, aber seit Amtsantritt umsetzt. Es dient als Beleg für Remnicks These, dass Trumps zweite Amtszeit gefährlicher sei, weil sie besser vorbereitet wurde.
„Also es ist eindeutig Design in dem Fall, weil es gibt ja ein Drehbuch für das Ganze. Also diese berühmte Project 2025 Heritage Foundation interessierte und finanziell machtvolle Akteure in den USA. Es gibt übrigens, das wissen die meisten nicht, kann man sich im Internet angucken, eine Seite, die heißt Project 2025 slash Observer.“
Welzer beschreibt Project 2025 als konkretes politisches Drehbuch, das systematisch abgearbeitet wird. Er verweist auf die zugehörige Observer-Website, die den Umsetzungsfortschritt trackt – bei seinem letzten Besuch lag dieser bei 47 Prozent nach einem halben Jahr Regierungszeit. Welzer nutzt das Beispiel, um zu belegen, dass die Entwicklung in den USA bewusstes Design ist und kein Zufall.
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