Les Demoiselles d'Avignon
Pablo Picasso
Bahnbrechendes Ölgemälde von Pablo Picasso, das den modernen Kubismus begründete. Nach einjähriger intensiver Arbeit mit über 1500 Skizzen entstand ein revolutionäres Werk, das völlig Neues schuf statt nur Bekanntes neu zu kombinieren – ein Symbol echter künstlerischer Innovation, die anfangs sogar von Freunden abgelehnt wurde.
Erwähnungen (2)
„Ich schreibe gerade den vierten Band meiner Philosophiegeschichte zu Ende. Ich beginne ja all meine Bände mit einer Bildbeschreibung. In diesem Fall mit einem Werk der klassischen Moderne, was also jeder, der sich für Kunst interessiert, kennt. Das sind die Demoiselles von Avignon von Picasso.“
Precht nutzt Picassos revolutionäres Gemälde als Beispiel dafür, dass wahre Kreativität radikal Neues schafft, das anfangs sogar von Freunden abgelehnt wird. Er argumentiert, dass KI solche völlig innovativen Leistungen nie erbringen kann, weil sie nur Bekanntes neu zusammensetzt. Das Bild dient ihm als Eröffnung des vierten Bandes seiner Philosophiegeschichte.
„Also wenn Picasso seine Demoiselles von Avignon gemalt hat, dann hatte er so ungefähr die Vorstellung, dass er irgendein aufrührerisches, bahnbrechendes, wütendes Bild malen wollte. Aber er hatte ja nicht genau dieses Bild vor Augen, sondern er hat ein Jahr lang daran rumgewerkelt und 1500 Skizzen angefertigt und irgendwann kam das dabei raus, was er vorher gar nicht vorhatte.“
Precht nutzt Picassos berühmtes Gemälde als Paradebeispiel für seine These der 'Open-End-Kreativität' – eine Form von Kreativität, bei der das Ergebnis nicht von vornherein feststeht. Er kontrastiert dies mit mathematisch-technischer Kreativität, die KI bereits beherrscht, und argumentiert, dass diese offene, prozesshafte Kreativität nicht programmierbar sei.
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