Krankheit als Metapher
Susan Sontag
Sontags Essay gegen die metaphorische Deutung von Krankheiten, insbesondere Krebs. Sie wendet sich vehement gegen die Interpretation von Krankheit als Folge unterdrückter Gefühle oder moralischer Strafe. Ein Meilenstein der Entmystifizierung von Krankheit und des Kampfes gegen Schuldprojektion auf Kranke.
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Erwähnungen (2)
„Susan Sontag als Stichwort, Krankheit als Metapher, ein großer Meilenstein gewesen gegen diese Schuldzuweisung“
Wird als intellektueller Meilenstein gegen die metaphorische Aufladung und Schuldzuweisung bei Krebserkrankungen genannt
„Man kann schon sagen, es gibt ja dieses berühmte Buch von Susan Sontag, Krankheit als Metapher. Ein bisschen ist das natürlich auch Metapher für ihre Seele.“
Iris Radisch zieht Susan Sontags berühmtes Essay heran, um 'Junge Frau mit Katze' einzuordnen. Die Krankheiten der Protagonistin Ella seien nicht nur medizinisch zu verstehen, sondern auch als Metapher für ihre seelischen Probleme und die Suche nach sich selbst.
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Against Interpretation
Susan Sontag
Sontag argumentiert in ihrem Essay von 1964, dass die kritische Praxis der Interpretation Kunstwerke verfälscht, statt sie zu verstehen. Statt zu fragen, was ein Kunstwerk bedeutet oder sagt, sollten Kritiker untersuchen, was es tut – wie es wirkt und sich anfühlt. Sie kritisiert die tradierte Hierarchie zwischen Form und Inhalt, wonach der Inhalt privilegiert ist, während die formalen Qualitäten vernachlässigt werden. Besonders problematisch sieht Sontag jene Interpretationen (marxistisch, freudsch), die vorgeben, unter der Textoberfläche verborgene wahre Bedeutungen auszugraben, dabei den Text aber faktisch verändern, ohne dies zuzugeben. Interpretation dient ihr zufolge oft dazu, unbequeme oder unakzeptable Texte durch Uminterpretation sozial verträglich zu machen.
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Artikel im New Yorker nach dem 11. September
Susan Sontag
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