Kohelet (Prediger Salomo)
· 2014
Biblisches Weisheitsbuch, das sich mit der Vergänglichkeit aller menschlichen Bemühungen auseinandersetzt. Unter dem Leitmotiv »Nichts Neues unter der Sonne« wird hinterfragt, ob Reichtum, Weisheit und weltliche Erfolge echtem Sinn oder echter Erfüllung entsprechen – eine düstere Meditation über menschliche Begrenztheit.
Erwähnungen (5)
„Dem Salomo wird der Kohelet, der Prediger Salomo, zugeschrieben als Autor. Es werden ihm die Sprüche zugeschrieben und es wird ihm als Autor das Hohelied zugeschrieben.“
Johanna Haberer ordnet die literarische Bedeutung der Figur Salomo ein und erklärt, dass ihm drei weitere biblische Bücher als Autor zugeschrieben werden – der Kohelet, die Sprüche und das Hohelied –, auch wenn die tatsächliche Autorenschaft historisch nicht belegt ist.
„Wer Geld liebt, wird vom Geld niemals satt, und wer Reichtum liebt, wird keinen Nutzen davon haben. Das ist auch eitel. Mehrt sich das Gut, so mehren sich die es verzehren. Und was hat sein Besitzer davon als das Nachsehen?“
Zum Abschluss der Folge wählt eine der Sprecherinnen als 'gutes Wort zum Schluss' eine Passage aus dem Buch Kohelet, das traditionell Salomo zugeschrieben wird. Die Stelle über die Vergeblichkeit von Reichtum wird als ironischer Kommentar Salomos zu seiner eigenen Prachtentfaltung gelesen – er habe wohl selbst am schlechtesten geschlafen.
„Es scheint eben einen Moment der ewigen Wiederkehr zu geben in der Geschichte. Nichts Neues unter der Sonne. Und deswegen könnte selbst eine gewaltig neue Erfindung kommen, die es vorher technisch so noch gar nicht gegeben hat.“
Mangold verteidigt den Wert der Philosophiegeschichte und argumentiert, dass sich grundlegende Muster wiederholen. Er zitiert dabei wörtlich den berühmten Satz aus dem biblischen Buch Kohelet (Prediger 1,9), um seine These zu untermauern.
„Ehrlich gesagt, das waren für mich als 13-, 14-, 15-Jährige die besten Texte, die Weisheitstexte. Kohelet, Jesus, Sirach. Ich freue mich drauf.“
Im Ausblick auf die nächste Folge, die sich den Weisheitstexten des Alten Testaments widmen soll, schwärmt Johanna Haberer von Kohelet als einem Text, der sie schon als Jugendliche begeistert hat. Die persönliche Begeisterung unterstreicht, dass die Weisheitsliteratur für sie zu den stärksten biblischen Texten gehört.
„Deshalb hat auch Salomo gesagt, ob er viel oder wenig essen mag, ihr Lohn ist gleich.“
Im Rahmen des Tanchuma-Textes zitiert Johanna Haberer eine Stelle aus dem biblischen Buch Kohelet (Prediger Salomo 5,11), um die Pointe des Gleichnisses zu untermauern: Der Schlaf des Arbeiters ist süß, egal wie viel er verdient – der Lohn ist gleich. Das Salomo-Zitat dient als Schriftbeleg innerhalb der jüdischen Auslegungstradition.
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