How Heritability Misleads about Race
Ned Block · 2024
Die Wissenschaftsfreiheit gilt vielerorts als bedroht von Moralismus, Denkverboten und Cancel Culture. Aber ist moralische Empörung angesichts bestimmter wissenschaftlicher Positionen – etwa zu Genetik und IQ, zu Geschlecht und Biologie oder zu Behinderung und Infantizid – immer ein ideologischer, sachfremder Versuch der Bevormundung? Oder gibt es legitime moralische Kritik an wissenschaftlichen Thesen? Der Philosoph Tim Henning geht diesen Fragen in seinem hochaktuellen und originellen Buch auf...
Erwähnungen (1)
„Das ist der Philosoph Ned Block, den in Deutschland leider nur wenige kennen. Der hat sich nach Erscheinen von The Bell Curve in einem ganz tollen Aufsatz, für die Zuhörerinnen und Zuhörer, wir verlinken ihn unten drunter, ich geb den irgendwo im Internet, beschäftigt mit dem Buch von Murray und Herrn Sten. Und einfach eine ganz philosophische Freunde gemacht, die das Ganze auf wunderbare Art infrage stellt.“
Nina Pauer empfiehlt begeistert einen Aufsatz des Philosophen Ned Block, der nach Erscheinen von The Bell Curve die methodische Grundlage der Vererbbarkeitsforschung philosophisch infrage stellte. Block zeige mit einem Gedankenexperiment über rothaarige Kinder, dass statistische Vererbbarkeit nicht bedeute, dass Intelligenz direkt genetisch verursacht werde – ein Gen könne über gesellschaftliche Umwege wirken, die man ändern könnte.
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