Freiheitsstatuen-Aktion (99 Objekte im Hudson River)
Christoph Schlingensief
Christoph Schlingensief führte 1999 eine Performancekunst-Aktion an der New Yorker Freiheitsstatue auf, bei der er einen Koffer mit 99 Objekten und eine Urne mit Asche Deutschlands ins Wasser warf. Die vom Kurator Klaus Biesenbach vermittelte Aktion war eine politische Kunstintervention, die provokativ auf deutsches Erbe und nationale Identität anspielt. Sie demonstriert Schlingensiefs charakteristische Vermischung von Theater, Performance und gesellschaftskritischer Intervention.
Erwähnungen (1)
„Und da wollte er einen fingierten, gewisserweise in Quote-unquote Anschlag auf die Freiheitsstatue. Und da wirft er einen Koffer mit 99 Objekten vor der Freiheitsstatue in den Hudson River und eine Urne mit der Asche Deutschlands.“
Biesenbach erzählt von einer Performance, zu der er Schlingensief 1999 nach New York einlud — zwei Jahre vor dem 11. September. Um eine Verhaftung zu vermeiden, organisierte er 50 Leute, die als Pressetross verkleidet waren. Schlingensief warf den Koffer ins Wasser und machte den Willy-Brandt-Kniefall vor der Freiheitsstatue.
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