Emilia Galotti
Gotthold Ephraim Lessing
Lessings Drama „Emilia Galotti" behandelt Fragen von Macht, Freiheit und den Grenzen der Vernunft. Precht bezieht sich auf den berühmten Satz Lessings im Kontext der modernen Aufmerksamkeitsökonomie und medialen Daueraufgeregtheit und ergänzt ihn um eine provokante Wendung: Wer über alles den Verstand verliert, hat auch keinen zu verlieren. Das klassische Drama bleibt damit aktuell für die Frage, wie rationaler Diskurs in aufgeheizten Zeiten möglich ist.
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Erwähnungen (4)
„Zunächst lange am Deutschen Theater, unter anderem erinnere ich mich an die Gräfin Orsina in Emilia Galotti, fantastisch, oder auch als Medea.“
Amend erinnert sich an Nina Hoss' Rolle als Gräfin Orsina in Lessings Emilia Galotti am Deutschen Theater, die er als fantastisch bezeichnet.
„Das habe ich, als ich mit Fritz Kortner gearbeitet habe, am Emilie Galotti, ich möchte Ihnen was sagen.“
Brandauer erinnert sich an die Arbeit mit Fritz Kortner an Emilia Galotti und zitiert seine erste Theaterkritik.
„Der von mir so häufig zitierte Lessing-Satz, wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verliert, hat keinen zu verlieren. Mit meiner Ergänzung, wer über alles den Verstand verliert, auch nicht.“
Precht zitiert im Zusammenhang mit der Aufmerksamkeitsökonomie und medialer Daueraufgeregtheit einen berühmten Satz aus Lessings Drama 'Emilia Galotti' (Akt IV, Szene 7) und ergänzt ihn mit einer eigenen Wendung.
„Also es gibt den Lessings Emilia Galotti. Sagt die Gräfin Orsina, wer über bestimmte Dinge den Verstand nicht verliert, hat keinen zu verlieren. Und ich möchte auf Lessing drauf reimen, wer über alles den Verstand verliert, hat auch keinen mehr zu verlieren.“
Precht zitiert die Gräfin Orsina aus Lessings Trauerspiel, um seine These über die Gefahren der Dauererregung zu untermauern. Er variiert das berühmte Zitat und argumentiert, dass die ständige Aufregung über alles letztlich die eigene Urteilsfähigkeit zerstört.
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