Die Unfähigkeit zu trauern

Alexander und Margarete Mitscherlich · 1967

Die Unfähigkeit zu trauern ist ein psychoanalytisches Klassiker-Werk von Alexander und Margarete Mitscherlich über die gesellschaftliche Verdängung deutscher Vergangenheit. Der Titel wird im Podcast herangezogen, um die fehlende emotionale und gesellschaftliche Aufarbeitung von Gastarbeiter- und Einwanderungsgeschichte zu analysieren. Das Buch bietet theoretische Ansätze zum Verständnis kollektiver psychologischer Verdrängungsmechanismen in modernen Gesellschaften.

Die Unfähigkeit zu trauern

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Erwähnungen (4)

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:09:08
„Aber damals, unmittelbar nach dem Krieg, 1952, das ist die Zeit, über die nach der Regierung diskutiert wurde, die Unfähigkeit zu trauern. Das war die ganz große Zeit erstmal des Verdrängens, des Nicht-drüber-Redens.“

Precht erwähnt das berühmte Werk der Mitscherlichs beiläufig im Kontext der deutschen Nachkriegsverdrängung. Er ordnet die Rede von Theodor Heuss in Bergen-Belsen zeitlich ein und beschreibt die 1950er Jahre als eine Ära, in der die Deutschen sich nicht mit ihrer Schuld auseinandersetzen wollten – genau das Phänomen, das die Mitscherlichs in ihrem Buch analysierten.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:46:13
„Die Verdrängung der Taten des Dritten Reiches, die Unfähigkeit zu trauern, all das, was man unter sich frisst. Die Mitscherlichs, genau.“

Im Gespräch über Fritz Zorns These, dass Krebs aus gesellschaftlicher Verdrängung entsteht, verweist Ijoma Mangold auf die deutsche Nachkriegsverdrängung. Nina Pauer ergänzt mit dem Stichwort 'Die Mitscherlichs', womit das einflussreiche Buch über die kollektive Unfähigkeit der Deutschen, die NS-Vergangenheit zu betrauern, gemeint ist.

Hotel Matze
🗣 Jagoda Marinić referenziert bei ⏱ 02:21:18
„Also da gibt es schon auch eine große Scheu, in der vom Mitscherlich kommenden jetzt sozusagen wahrzunehmen, psychologisch, was da auch geschieht.“

Jagoda Marinić spricht über die gesellschaftliche Verdrängung der Gastarbeitergeschichte in Deutschland und verweist auf die Mitscherlich-Tradition der psychoanalytischen Aufarbeitung deutscher Vergangenheit, um eine Parallele zur fehlenden Auseinandersetzung mit der Einwanderungsgeschichte zu ziehen.

Lanz & Precht
🗣 Precht referenziert bei ⏱ 00:33:48
„Die Deutschen, in den Worten von Margarete Mitscherlichs berühmten Buch vom Ende der 60er Jahre, waren unfähig zu trauern“

Precht verweist auf den Klassiker der Mitscherlichs, um die deutsche Unfähigkeit zur Auseinandersetzung mit der eigenen Schuld nach dem Zweiten Weltkrieg zu beschreiben.

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