Die Mausefalle (The Mousetrap) - Szene in Hamlet
William Shakespeare
Die Mausefallen-Szene aus Shakespeares Hamlet ist eine berühmte meta-theatralische Sequenz, in der eine Schauspielgruppe das Verbrechen des Königs vor Publikum aufführt. Diese Spiel-im-Spiel-Struktur dient dazu, den König und die Königin mit ihrer eigenen kriminellen Tat zu konfrontieren. Die Szene zeigt Shakespeares dramaturgische Raffinesse im Umgang mit Wahrheit und Täuschung und erklärt, wie Theater als Instrument zur Aufdeckung von Verbrechen fungieren kann.
Erwähnungen (1)
„Die berühmte Mausefalle bei Hamlet, einen irrsinnigen Spaß daran, König und Königin damit konfrontiert zu sehen, dass ihre eigene kriminelle Tat, ihr Verbrechen von einer Schauspielgruppe gespielt wird. Das ist ja das, was in der Mousetrap passiert.“
Ostermeier erklärt das Spiel-im-Spiel-Prinzip bei Shakespeare am Beispiel der berühmten Mausefallen-Szene in Hamlet, in der eine Schauspielgruppe das Verbrechen des Königs nachspielt. Er argumentiert, dass auch das einfache Volk an dieser meta-theatralischen Struktur Freude hatte.
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