Die Harald Schmidt Show
Harald Schmidt / SAT.1 · 1995
Die Harald-Schmidt-Show war eine deutsche Unterhaltungssendung, die von Harald Schmidt moderiert wurde.
Erwähnungen (17)
„Eine meiner ersten Fernsehauftritte war Harald Schmidt. [...] Harald Schmidt war ein Fernsehmoderator, der in Deutschland die sogenannte Late Night Show eingeführt hat“
Hensel erzählt von ihrem ersten Fernsehauftritt bei Harald Schmidt nach Erscheinen von Zonenkinder. Wegner erklärt jüngeren Hörern, dass Schmidt damals den Status von Angela Merkel hatte.
„Eine meiner ersten Fernsehauftritte war Harald Schmidt. Und was man hinzufügen muss, in seinen besten Zeiten hatte Harald Schmidt den Status von Angela Merkel.“
Jana Hensel erzählt von ihrem allerersten Fernsehauftritt in der Harald Schmidt Show, als die Sendung auf dem Höhepunkt ihrer Popularität war. Sie beschreibt ihre jugendliche Naivität — sie trug ein T-Shirt mit dem Bandnamen ihres Schwagers — und wie Schmidt sich über ihre Antwort amüsierte, sie werde einfach zurück an die Uni gehen und nicht weiterschreiben.
„Das ist, wenn man so völlig sich selbst überschätzt und wir denken, wir sind Harald Schmidt, der mal eine Sendung ohne Bild gemacht hat oder auf Französisch.“
Lars Weisbrod vergleicht Ijomas Idee eines Silent Podcasts scherzhaft mit Harald Schmidts legendären Stunts in seiner Late-Night-Show, in der Schmidt einmal eine Sendung ohne Bild ausstrahlte oder auf Französisch moderierte. Die Referenz dient als humorvoller Maßstab für übertriebene Selbstüberschätzung.
„Oder auch wenn ich heute noch auf Harald Schmidt sehe. Also Harald Schmidt halte ich, finde ich sehr schade, dass der sich zurückgezogen hat. Der war auch eine Revolution im Fernsehen. Der war alles egal. Aber im positiven Sinne egal.“
Jauch nennt Harald Schmidt als zweites Beispiel für Sendungen, die ihn allein zum Lachen bringen. Er bedauert Schmidts Rückzug und würdigt ihn als revolutionäre Figur des deutschen Fernsehens, der im positiven Sinne keine Rücksicht genommen habe.
„Es hat damit angefangen, dass, als ich noch relativ unbekannt war, Harald Schmidt ein Foto von mir bei der Bundespressekonferenz gezeigt hat und gesagt hat, die sieht aus wie eine, der in der Schule schon die Handtasche nachgetragen wurde.“
Marina Weisband erzählt von ihrer ersten Erfahrung mit öffentlicher Wahrnehmung. Harald Schmidt zeigte in seiner Sendung ein Foto von ihr und machte sich über ihr Erscheinungsbild lustig, indem er sie als verwöhnte höhere Tochter darstellte. Diese Episode markierte für Weisband den Beginn einer überraschenden und teils verstörenden Erfahrung mit Öffentlichkeit.
„Doch, mit meiner Mutter habe ich das immer geschaut. Irgendwann haben wir immer Olympia angeschaut und danach kam immer die Harald-Schmidt-Show noch. Und natürlich in Nürtingen ist das. Da kommt man gar nicht drum herum.“
Im Gespräch über ihre Kindheit in Nürtingen erzählt Ricarda Lang, dass sie mit ihrer Mutter regelmäßig die Harald Schmidt Show geschaut hat. Die Sendung wird im Kontext der regionalen Verbundenheit erwähnt, da Harald Schmidt ebenfalls aus Nürtingen stammt und Ricarda Lang sogar eine Lehrerin hatte, die Schmidt noch unterrichtet hat.
„Und auf einmal macht es Peter Rütten, der ehemalige Head-Autor von Harald Schmidt, eine absolute Legende. Der habe ich auch nie persönlich kennengelernt, aber als der weg war, das war so ein bisschen so wie Birgit Reckmeyer auf dem Flur treffen bei Radio Bremen.“
Böhmermann erwähnt Peter Rütten als ehemaligen Head-Autoren der Harald Schmidt Show und beschreibt dessen legendären Ruf in der Fernsehbranche. Rütten wird als eine Art mythische Figur der deutschen TV-Unterhaltung gezeichnet, dessen Anwesenheit man noch spürte, nachdem er längst weitergezogen war.
„Harald Schmidt in seinen größten Zeiten dienstags bis freitags, glaube ich auch. Oder Donnerstag. Also Dienstag, Mittwoch, Donnerstag definitiv. Ich glaube sogar eine Zeit lang vier Tage, als es richtig gut lief.“
Olli Schulz und Jan Böhmermann diskutieren über tägliche Late-Night-Shows in Deutschland. Harald Schmidts Show wird als Referenz herangezogen, wie eine solche Sendung früher funktionierte – mit rund einer Million Zuschauern pro Abend. Jan ergänzt, dass Schmidt vor allem in der Erinnerung gut war.
„Kenne ich noch von Harald Schmidt, als ich da gearbeitet habe im Team. Da war das immer so, dass Leute, die Harald Schmidt geguckt haben, immer gesagt haben, früher war er besser. Und da bin ich zwei Jahre später selber da voll stolz Konferenzraum gesessen und konnte mein Glück gar nicht fassen.“
Jan Böhmermann erzählt ausführlich über seine Zeit bei der Harald Schmidt Show, die verschiedenen Sender (ARD, Sat.1, Sky), den Niedergang mit leeren Tribünen und die Kollegen wie Pocher, Pierre, Caro Corneli und Katrin Bauerfeind.
„Ich habe Peter Rütten kennengelernt als Mitarbeiter von Harald Schmidt, nie persönlich, aber als Zuschauer von Harald Schmidt. Und der hat in den späten 90er Jahren bei Harald Schmidt in der Harald Schmidt Show gearbeitet.“
Jan Böhmermann erzählt, wie er den Autor und Comedian Peter Rütten erstmals wahrgenommen hat – als Zuschauer der Harald Schmidt Show in den späten 90er Jahren. Rütten arbeitete dort als Mitarbeiter, bevor er später die neue Off-Stimme von TV Total wurde.
„Als ich bei Harald Schmidt war als Gast, wir haben über den Fernsehpreis gesprochen, er schaute mich an und sagte, wie alt bist du? Ich so, ich bin 28.“
Kaya Yanar erzählt von seinem Gastauftritt bei Harald Schmidt, wo Schmidt ihn erstaunt fragte, wie alt er sei, da Schmidt selbst den Fernsehpreis erst viel später gewonnen habe. Die Anekdote illustriert Kayas rasanten Karriereaufstieg.
„Harald Schmidt, der für mich so eine ganz wichtige Figur auch noch der Nullerjahre war, wo er das aufgegriffen hat und er war vielleicht auch so eine dialektische Versöhnung der beiden Welten, weil er sozusagen die Hochkultur auf seine Harald Schmidt zynische Art bespielt hat.“
Lars beschreibt Harald Schmidt als Schlüsselfigur, die den Widerspruch zwischen neuer Bürgerlichkeit und Unterschichtenfernsehen in seiner Show dialektisch vereinte. Schmidt brachte Hochkultur und den Begriff Unterschichtenfernsehen zynisch zusammen.
„Wir haben damals bei Harald Schmidt gearbeitet. Das lause Mädchen von Harald Schmidt hat irgendwann mal gearbeitet. Sie hat damals wirklich die Räumlichkeiten da sauber gehalten.“
Im Gespräch über den Ursprung eines alten Radio-Trailers erzählt Jan, dass die Sprecherin des Jingles 'Wir hassen Olli Schulz' die ehemalige Putzfrau bei Harald Schmidts Show war, die gelegentlich für humorvolle O-Töne eingesetzt wurde.
„Was mir, ich weiß gar nicht, wo ich dich das erste Mal gesehen habe, ich glaube es war Harald Schmidt, bin ich mir nicht sicher. Also das ist lange, lange her.“
Matze Hielscher versucht sich zu erinnern, wo er Sahra Wagenknecht zum ersten Mal im Fernsehen gesehen hat, und vermutet, es sei bei Harald Schmidt gewesen. Die Erwähnung dient als zeitliche Einordnung – er kennt sie seit sehr langer Zeit aus den Medien.
„Das sind ja auch wirklich mit die Besten des Landes gesehen, das sind ja alles gestandene Leute, die damals Harald-Schmidt-Autoren waren, die Freitagnacht-News, Samstagnacht-News.“
Fabian Köster spricht darüber, wie er bei der heute show das Comedy-Handwerk von erfahrenen Autoren gelernt hat. Er erwähnt, dass viele dieser Autoren zuvor für die Harald Schmidt Show geschrieben haben, und betont deren Qualität als Gagschreiber.
„Also ich war früher immer ein riesen Fan von so, von Harald Schmidt fand ich immer früher toll. Bin ich nach Köln gefahren, hab im Publikum gesessen, hab alles von dem gelesen und fand das irgendwie mega.“
Jan Böhmermann erzählt von seiner Bewunderung für Harald Schmidt und wie er als junger Mensch nach Köln fuhr, um im Publikum zu sitzen. Er nutzt die Harald-Schmidt-Show als Beispiel dafür, wie sich ein ganzes Ökosystem aus einer Person entwickeln kann – Brainpool, Stefan Raab, Benjamin von Stuckrad-Barre und Peter Rütten kamen alle aus diesem Umfeld.
„Also es war bei Harald Schmidt arbeiten, war der wahnsinnige Bahn-Fan. Und es war immer, galt eine Zeit lang als super billig und peinlich, Witze über die Bahn zu machen. Lieber über Polen, Frauen und Ausländer. Darüber hat Harald Schmidt dann lieber Witze gemacht über die Bahn.“
Jan Böhmermann beschreibt, wie Harald Schmidt in seiner Show ein kulturelles Tabu etablierte: Witze über die Deutsche Bahn galten als billig und peinlich. Böhmermann argumentiert, dass dieses von 'höchster Witze-Autorität' verhängte Moratorium dazu beigetragen hat, dass die Bahn jahrelang keiner kritischen öffentlichen Debatte ausgesetzt war und dadurch herunterwirtschaften konnte.
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