Deutschland sucht den Superstar
DSDS 2026 ist die 22. Staffel der erfolgreichen deutschen Castingshow Deutschland sucht den Superstar. Im erwähnten Podcast-Kontext wird die Show mit Das Supertalent verglichen, da einer der Gewinner des Supertalents dem ESC-Kandidaten Isaac verblüffend ähnlich sieht. Der Artikel dokumentiert die aktuelle Staffel der Sendung, die seit 2002 Talente für die deutsche Popmusik sucht.
Erwähnungen (12)
„Es gab eine wilde junge Grüne, die damals, es muss glaube ich so sein, dass Deutschland sucht den Superstar, Dieter Bohlen. Ist das das von Dieter Bohlen? Ich kenne diese komischen Formate immer alle nicht mehr ganz genau. Aber das war, glaube ich, da relativ neu und irgendwie populär.“
Habeck erzählt, wie 2008 eine junge Grüne das Voting-Prinzip von DSDS auf die Bundesvorsitzenden-Suche der Grünen übertrug und ein Online-Voting 'Deutschland sucht den Parteivorsitzenden' veranstaltete. Habeck gewann diese inoffizielle Abstimmung überraschend, was den Mythos befeuerte, er hätte den Vorsitz schon damals haben können.
„So ein bisschen ist auch so ein Castingshow, also das hat man tatsächlich auch manchmal bei Deutschland sucht den Superstar, war das häufig so, bei Germany's Next Topmodel auch.“
Nina Pauer zieht einen Vergleich zu anderen Castingshows, um zu zeigen, dass auch bei DSDS und GNTM Menschen mit Migrationshintergrund auffällig vertreten waren – ähnlich wie bei Die Höhle der Löwen.
„das Prinzip Dieter Bohlen, also die Beschimpfung. Genau, da geht eine große Epoche einfach zu Ende“
Dieter Bohlens Casting-Show wird als Gegenpol zu Queer Eye kontrastiert – protestantische Leistungsethik vs. bedingungslose Akzeptanz
„Da finde ich einfach so erkennbar den Shift, wenn wir jetzt sagen, Dieter Bohlen ist rausgeflogen aus Deutschland. Naja, Dieter Bohlen war protestantische Leistungsethik, um es mit Max Weber auszudrücken. Man musste was leisten. Und wenn man nichts zu bieten hatte, dann hat einem Dieter Bohlen das reingewirkt.“
Mangold deutet den Ablösung von DSDS/Dieter Bohlen durch Queer Eye als Epochenwechsel: Bohlen verkörperte die protestantische Leistungsethik – wer nichts bietet, wird beschimpft. Die Fab Five dagegen sagen: Du hast es schon verdient, du musst gar nichts können. Mangold sieht darin einen fundamentalen Paradigmenwechsel der Populärkultur.
„Den größten deutschen Schlachter. Deutschland sucht den Superschlachter Clemens Tönnies und den hast du ja gemeinsam mit Sigmar Gabriel besucht.“
Daniel Müller spielt mit dem Wortspiel 'Deutschland sucht den Superschlachter' auf die Castingshow 'Deutschland sucht den Superstar' an, um Clemens Tönnies ironisch als größten deutschen Schlachtbetrieb-Chef einzuführen. Die Referenz dient der humoristischen Überleitung zum Besuch bei Tönnies.
„Einen Tag später bei das Supertalent oder DSDS, gab es einen Sieger, der gemeinerweise so ein ähnlicher Phänotyp ist, sodass ich jetzt nicht mehr weiß, wer ist Isaac und wer ist der Sieger vom Supertalent.“
Böhmermann nennt DSDS als alternative Möglichkeit neben 'Das Supertalent' – er ist sich nicht sicher, welche der beiden Shows er meint. In einer davon habe es einen Sieger gegeben, der Isaac vom ESC-Vorentscheid zum Verwechseln ähnlich sehe.
„Tom hat ja dann Heidi Klum geheiratet vor, ich glaube, fünf Jahren und sie waren in der Jury der von Deutschland sucht den Superstar, also in dieser ganzen Welt kriegen Fernsehpreis und so weiter, also so in dieser Welt haben sie sich dann als Figuren wirklich fest etabliert.“
Nina Pauer beschreibt die Karriere-Metamorphosen der Kaulitz-Brüder und erwähnt DSDS als eine Station, über die sie sich als TV-Persönlichkeiten in der deutschen Medienlandschaft fest etabliert haben.
„Danach erst im Jahr darauf oder zwei Jahre darauf erst gab es zum ersten Mal Deutschland sucht den Superstar und dann kam X-Factor“
Einordnung der Castingshow-Landschaft nach dem Erfolg von Popstars
„wenn jeder anfängt, Deutschland wird der Superstar zu sein. Ich habe lange genug da gesessen. Also jeder wird so Dieter Bohlen-Typ, der dann sagen kann, ja, nein, hier so wie Cäsar“
Guido kritisiert die gesellschaftliche Tendenz, andere vorschnell zu bewerten, und vergleicht das mit dem Bewertungssystem der Castingshow
„Es ist so ein bisschen das Staging wie bei DSDS, wo sie dann irgendwann nach Staffel 2 angefangen haben, dass immer irgendeine Mutter gestorben ist, die auf irgendeiner Wolke sitzt, für die dann der Song gesungen wurde.“
Jan Böhmermann zieht einen Vergleich zwischen dem emotionalen Staging beim ESC und der Castingshow DSDS, wo ab Staffel 2 zunehmend auf tränenreiche Hintergrundgeschichten gesetzt wurde. Er kritisiert diese Praxis als manipulativ und überflüssig.
„Und da gibt es ja auch noch so Deutschland sucht den Superstar, wo Dieter Bohlen sich über irgendwelche Leute lustig macht. Und es ist so, ah, da macht man sich lustig über wen im Internet.“
Im Zusammenhang mit der Besprechung von Moneyboys Debüt 2010 wird die TV-Castingshow als Vergleichspunkt herangezogen, um die damalige Kultur des öffentlichen Sich-lustig-Machens über andere zu illustrieren, in der Moneyboy zunächst verortet wurde.
„Ich habe mal gehört, bei der ersten Ausgabe von Deutschland sucht den Superstar, die moderiert wurde von, ich glaube, Tosca Rages und Carsten Spengemann.“
Böhmermann erzählt eine Anekdote über die erste Staffel von DSDS und merkwürdige Geschichten rund um den damaligen Moderator Carsten Spengemann — unter anderem über angeblich losgedrehte Radmuttern am Auto der Co-Moderatorin. Er relativiert die Geschichte aber sofort als möglicherweise unwahr.
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