Der heiße Stuhl
"Der heiße Stuhl" war eine Krawall-Talkshow, die von 1989 bis 1994 auf RTLplus lief und mit 159 Ausgaben den Vorreiter des kontroversen Talkshow-Genres im deutschen Fernsehen markierte. Das Konzept basierte auf dem "Alle gegen einen"-Prinzip: Ein Gast mit provokanter These musste sich gegen fünf Gegner unter der Moderation von Olaf Kracht und Ulrich Meyer heftig debattierend behaupten. Bekannte Teilnehmer waren unter anderem Angela Merkel und Regisseur Rosa von Praunheim, der 1991 einen Skandal auslöste, indem er Hape Kerkeling und Alfred Biolek öffentlich outete. Ab Ende 1993 entstand mit einer Kinderversion ein Ableger, in dem Erwachsene gegen Kinder antraten. Ein Neustart unter dem Namen "Natascha Zuraw" wurde 2008 versucht, konnte aber nicht an den ursprünglichen Erfolg anknüpfen.
Erwähnungen (3)
„Der erste Moderator des heißen Stuhls. Ja, ich weiß, RTL war das erste.“
Am Ende des Abschnitts wird Ulrich Meyer erwähnt, der nach Jauchs Absage zu Sat.1 wechselte. Christoph Amend erinnert daran, dass Meyer zuvor als erster Moderator der kontroversen RTL-Talkshow Der heiße Stuhl bekannt wurde.
„Und das war, als ich Komitees für Gerechtigkeit vorschlug, um Ostinteressen besser vertreten, artikulieren und durchsetzen zu können. Und da kam ich bei RTL auf den heißen Stuhl. Da gab es vier Leute, die mich beschimpfen sollten.“
Gysi beschreibt seinen Auftritt in der RTL-Sendung 'Der heiße Stuhl' als Wendepunkt seiner öffentlichen Akzeptanz im Osten. In der Sendung konterte er einen Staatssekretär mit dem Wortspiel über 'Ahnung' und 'Ahnungen', was ihm breite Sympathien einbrachte – am nächsten Tag klopften ihm in Eisfeld die Menschen auf die Schulter statt ihn zu beschimpfen.
„Wurde es dann von Rosa von Braunheim in einer RTL-Sendung, der heiße Stuhl, wer zu jung ist, um die je gesehen zu haben, das war halt schon auch richtig... Es war nicht das literarische Quartett.“
Jochen Wegner erzählt, wie Kerkelings unfreiwilliges Outing in der RTL-Sendung 'Der heiße Stuhl' durch Rosa von Praunheim stattfand. Er beschreibt die Sendung als das Gegenteil von intellektuellem Fernsehen und betont die unangenehmen Umstände des Outings.
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