Apostelgeschichte
Lukas
Ergründe die Verbindung zwischen Lukas, Johannes und der Apostelgeschichte Dieses Buch untersucht, wie der Verfasser des Lukas-Evangeliums und der Apostelgeschichte Quellen benutzte, Interpolationen erkannte und seinen eigenen Stil schuf.
Erwähnungen (20)
„Pfingsten hat mit dem Turmbau zu Babel direkt zu tun, denn es ist die Auflösung des Turmbaus zu Babel und wir hören jetzt mal rein.“
Sabine Rückert leitet die Lesung der Pfingstgeschichte aus der Apostelgeschichte (Kapitel 2) ein, die anschließend vom Erzähler vorgelesen wird. Die Passage wird als Gegenstück zur babylonischen Sprachverwirrung gedeutet: Während in Babel die gemeinsame Sprache verloren ging, verstehen sich beim Pfingstwunder alle Menschen wieder – jeder in seiner eigenen Sprache.
„Und wie steht es mit dem sogenannten Blutgenuss in der Apostelgeschichte? Mit höchster Autorität nämlich von den Repräsentanten der Jerusalemer Gemeinde, unter ihnen Petrus und Jakobus, und von Paulus gemeinsam formuliert, allen untersagt bleibt, die Jesus als den Messias anerkennen.“
Im Rahmen des Ebach-Zitats wird die Apostelgeschichte als weiteres Beispiel für selektive Bibelanwendung herangezogen: Das dort formulierte Verbot des Blutgenusses wird von Christen nicht beachtet, obwohl es mit höchster Autorität ausgesprochen wurde – anders als das Homosexualitätsverbot.
„Es gibt in der Apostelgeschichte, das ist die Geschichte der Urchristenheit, gibt es so eine Reflexion darüber, dass die anderen in der Umgebung sagen, sieh nur, wie sie miteinander leben.“
Johanna Haberer verweist auf die Apostelgeschichte als Beleg dafür, dass die frühen Christen einen besseren Ort konkret vorgelebt haben – durch Teilen, Krankenpflege und Integration –, bevor solche Utopien in Zwang umschlugen.
„Er ist wahrscheinlich auch der Autor der Apostelgeschichte, ein anderes Buch in unserem Neuen Testament. Deswegen haben wir ziemlich viel von ihm. Also wir haben ziemlich viel schriftliche Unterlagen von ihm.“
Die Apostelgeschichte wird beiläufig erwähnt, als Johanna Haberer erklärt, dass der Evangelist Lukas vermutlich auch deren Verfasser war. Dadurch sei von Lukas mehr schriftliches Material erhalten als von den anderen Evangelisten.
„Der Paulus, der ist ja durch Kleinasien gejagt, durch Galatien und war in Ephesus, in der heutigen Türkei und kam dann schließlich ins wohlgebildete Athen. Und hat dann mit seiner Predigt angefallen, alle waren, die Philosophen standen da drumrum und haben ihn ausgelacht.“
Johanna Haberer erklärt den biblischen Hintergrund von Nietzsches Gedicht: In der Apostelgeschichte predigt Paulus in Athen und nutzt einen Altar 'dem unbekannten Gott' als Anknüpfungspunkt. Nietzsche spielt direkt auf diese Bibelstelle an.
„Aber ich finde, der eindrucksvollere Gedanke über Mission ist in der Apostelgeschichte, wo da gesagt wird, verhaltet euch so, dass die anderen Leute sagen, seht nur, wie sie miteinander leben.“
Im Kontrast zum Missionsbefehl des Matthäusevangeliums hebt Johanna Haberer die Apostelgeschichte als die für sie überzeugendere Grundlage für Mission hervor. Ihr Argument: Nicht das aktive Bekehren, sondern das vorbildliche Zusammenleben sei der eigentliche missionarische Impuls — die anderen sollen von sich aus sagen wollen, so möchten wir auch leben.
„Der Lukas ist ein besonderer Tempelanhänger, der hat einen großen Respekt vor dem jüdischen Kult und entwickelt den sozusagen weiter, erzählt auch in der Apostelgeschichte, dass nach der Auferstehung des Jesus oder nach dem Osterwunder die Jünger sich im Tempel weiter getroffen haben und dort ihren Gottesdienst feiern.“
Johanna Haberer verweist auf die Apostelgeschichte des Lukas, um zu zeigen, dass für Lukas der Tempel auch nach Ostern noch ein wichtiger Ort für die christliche Gemeinde blieb.
„Wir kriegen, wenn wir jetzt weitergehen in der Apostelgeschichte, kriegen wir mit so ein bisschen, wie sich eigentlich diese Landschaft rund um die Urchristen aufteilt in Leute, die dem Petrus folgen, Leute, die dem Johannes folgen.“
Johanna Haberer verweist auf die Apostelgeschichte als biblisches Buch, das die Konkurrenzen und Aufteilungen der Urkirche zwischen Petrus-, Johannes-, Thomas- und Paulus-Anhängern schildert. Die Erwähnung fällt im Kontext der Diskussion über den Lieblingsjünger und den Führungsanspruch des Petrus.
„Ja, wir haben die vier Evangelien hinter uns gelassen. Sogar das Thomas-Evangelium haben wir durchgearbeitet. Also auch die Apogryphen haben wir abgearbeitet. Und jetzt bewegen wir uns in der Apostelgeschichte.“
Die Apostelgeschichte ist das zentrale Thema dieser Episode. Sabine Rückert und Johanna Haberer lesen und besprechen den biblischen Text kapitelweise – beginnend mit der Himmelfahrt Jesu, der Nachwahl des Matthias als Ersatz für Judas und dem Pfingstereignis mit der Ausgießung des Heiligen Geistes.
„Deswegen erzähle ich die Geschichte ja hier auch, deswegen lese ich auch diese Geschichte jetzt hier in unserer Apostelgeschichte vor, weil sich hier ja auch eine Gemeinde bildet, die sich als Familie versteht.“
Die Apostelgeschichte ist der biblische Text, den die beiden Sprecherinnen in dieser Folge gemeinsam lesen und besprechen. Sabine Rückert liest daraus vor und verknüpft die Bildung der urchristlichen Gemeinde mit Hararis These, dass starke Erzählungen nötig sind, um Menschen zu einer Gemeinschaft zusammenzuschweißen.
„Und wir sind bei der Apostelgeschichte. Letztes Mal hatten wir die Geschichte von Gamaliel, der gesagt hat, komm, hört mal lieber auf, diese Sektierer da, diese Jüdischen zu verfolgen.“
Die Apostelgeschichte ist das zentrale Buch der Bibel, das in dieser Folge Vers für Vers besprochen wird. Sabine Rückert und Johanna Haberer arbeiten sich durch die Kapitel 6 und 7, die von der Wahl der Sieben und der Steinigung des Stephanus handeln. Die gesamte Episode ist eine fortlaufende Bibelexegese dieses Textes.
„Ja, wir sind jetzt im Kapitel 8. Also in der Apostelgeschichte unterscheidet noch zwischen dem charismatischen sozusagen Aneignung oder das, was passiert mit einem Menschen und das andere, der Akt des Ritus des Taufens.“
Die Apostelgeschichte ist das biblische Buch, das die Schwestern in dieser Folge Kapitel für Kapitel durcharbeiten. In dieser Episode behandeln sie Kapitel 8 mit der Geschichte des Philippus, Simon dem Magier und der Taufe des äthiopischen Kämmerers.
„Die Apostelgeschichte ist ja wirklich das einzige Zeugnis, dass wir von dieser Ausbreitungsgeschichte tatsächlich schriftlich haben.“
Johanna Haberer ordnet die Apostelgeschichte als einzige schriftliche Quelle für die Ausbreitungsgeschichte des Christentums ein. Sie betont den Unterschied zwischen der dramatischen Damaskus-Darstellung des Lukas und der nüchterneren Selbstbeschreibung des Paulus in seinen Briefen.
„Ich bin dankbar, dass ich jetzt die Apostelgeschichte, ich war nie so ein großer Fan, aber jetzt, wo ich die genau lese, noch einmal genau lese und noch einmal lese, kriege ich mit, dass das, was da Paulus schließlich als Theologie gemacht hat, nämlich dieses Niederreißen der Grenzen, der hat es ja dann abstrakt formuliert.“
Die Apostelgeschichte ist der zentrale biblische Text, den die Sprecherinnen in dieser Episode Abschnitt für Abschnitt besprechen. Sie behandeln die Petrus-Erzählung und die Ausbreitung des Christentums an die Heiden, insbesondere die Cornelius-Episode.
„Ja, und los geht's mit dem Kapitel 11 der Apostelgeschichte. Die Apostel haben ja so manche Probleme, aber bevor wir die Probleme der Apostel erörtern, wollte ich noch daran erinnern, dass wir uns ja morgen Abend in Zürich treffen.“
Die Apostelgeschichte ist das zentrale Textwerk dieser Podcast-Folge. Sabine Rückert und Johanna Haberer besprechen Kapitel 11, in dem es um den Konflikt zwischen Juden- und Heidenchristen geht — insbesondere die Frage, ob Nichtjuden ohne Beschneidung und Speiseregeln Christen werden können. Petrus verteidigt sich mit seiner Vision vor der Jerusalemer Gemeinde.
„Wir sind in der Apostelgeschichte, also in der Missionsgeschichte, wo das Häuflein der Christen versucht, sich durch die Götterwelt des Nahen Ostens hindurch zu missionieren.“
Die Apostelgeschichte ist das zentrale Werk dieser Podcast-Folge. Die Schwestern lesen und besprechen daraus das sogenannte Apostelkonzil (Kapitel 15), bei dem die frühe Christengemeinde um 48 n. Chr. die Grundsatzentscheidung trifft, ob Heidenchristen sich beschneiden lassen müssen. Johanna Haberer ordnet den Text historisch ein und erklärt, dass die Erzählung nach der Zerstörung des Tempels (nach 70 n. Chr.) verfasst wurde.
„Und es ist der Autor der Apostelgeschichte, das ist ziemlich sicher. Aber wie gesagt, es gibt auch die Vorstellung, dass jemand so ein Vorhaben wie die Apostelgeschichte nur haben kann, wenn er selber dabei war.“
Die Apostelgeschichte ist der zentrale Text, den die beiden Schwestern in dieser Folge durcharbeiten. Sie folgen Paulus auf seiner zweiten Missionsreise von der Türkei nach Europa. Johanna Haberer ordnet die Apostelgeschichte als Werk des Lukas ein und diskutiert die literarischen Brüche im Text, etwa den auffälligen Wechsel zur Wir-Form.
„Und er geht in die Synagoge wieder zu seiner jüdischen Gemeinde und den Gottesfürchtigen. Und auf dem Markt spricht er auch mit allen, die er antrifft. Und er fängt auch an zu streiten und zu diskutieren. Und zwar mit den Philosophen.“
Die gesamte Folge folgt der Erzählung der Apostelgeschichte, Kapitel 17: Paulus' Reise von Thessaloniki über Beröa nach Athen, seine Predigt in der Synagoge, die Verfolgung und die berühmte Areopag-Rede. Längere Passagen werden wörtlich vorgelesen.
„Wer die Apostelgeschichte kennt, weiß jetzt, wie es weitergeht. Aus dem Faschisten Paulus wird nach diesem Barcelona-Erlebnis der Apostel der Völker, der erst in die Wüste geht und später zum Widerständler wird.“
Die Apostelgeschichte ist die durchgehende Textgrundlage dieser Podcast-Folge. Sowohl die Reisen des Paulus nach Korinth als auch die Szene vor dem Richterstuhl des Gallio werden direkt daraus vorgelesen. Zusätzlich wird sie als Quelle für Pasolinis Drehbuch erwähnt.
„Und zwar predigt er jetzt Jesus. Er predigt ja den Jesus und das Evangelium. Aber nach sieben Tagen reicht es ihnen, den frommen Juden. Und dann schreien sie, Israeliten kommt zu Hilfe.“
Die gesamte Episode ist eine fortlaufende Nacherzählung und Besprechung der Apostelgeschichte des Neuen Testaments. Sabine Rückert liest aus den Kapiteln 21–27 vor und kommentiert die Verhaftung des Paulus in Jerusalem, seinen Prozess vor dem Hohen Rat, die Gefangenschaft in Caesarea und den Beginn der Schiffsreise nach Rom. Die beiden Schwestern ordnen die biblischen Szenen historisch ein und ziehen Parallelen zur Gegenwart.
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