Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral
Heinrich Böll · 2009
Die Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral ist eine Anekdote des deutschen Schriftstellers Heinrich Böll. Sie handelt von einem Touristen, der im Gespräch mit einem Fischer begreift, dass man auch ohne große Karriere glücklich sein kann. Böll schrieb sie für eine Sendung des Norddeutschen Rundfunks zum Tag der Arbeit am 1. Mai 1963. Die Erzählung wurde in den 1970er und 1980er Jahren an vielen bundesdeutschen Schulen zur Pflichtlektüre und gilt als Klassiker der Zivilisationskritik.
Erwähnungen (1)
„Das ist die Geschichte, die ist ursprünglich von Heinrich Böll. Das ist die Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral. So heißt sie. Und die hat er geschrieben so in der Wirtschaftswunderzeit.“
Precht erzählt ausführlich Bölls berühmte Parabel vom Fischer und dem Touristen, um die Absurdität kapitalistischer Verwertungslogik zu illustrieren. Er ergänzt eine persönliche Anekdote aus dem Deutschunterricht, wo er für seine Interpretation der Geschichte eine schlechte Note bekam, weil seine Lehrerin sie als Satire las, während er die Position des Fischers verteidigte.
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