Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral

Heinrich Böll · 1963

Die Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral ist eine Anekdote des deutschen Schriftstellers Heinrich Böll. Sie handelt von einem Touristen, der im Gespräch mit einem Fischer begreift, dass man auch ohne große Karriere glücklich sein kann. Böll schrieb sie für eine Sendung des Norddeutschen Rundfunks zum Tag der Arbeit am 1. Mai 1963. Die Erzählung wurde in den 1970er und 1980er Jahren an vielen bundesdeutschen Schulen zur Pflichtlektüre und gilt als Klassiker der Zivilisationskritik.

Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral

Erwähnungen (1)

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:42:45
„Mir fällt da sofort eine ganz, ganz furchtbare Geschichte oder ein Kurztext von Heinrich Böll ein. Ich habe es mir aufgeschrieben, von 1963 ist sie. Und sie hat den Titel Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral.“

Lars Weisbrod bringt Bölls berühmte Kurzgeschichte als Paradebeispiel für den sentimentalen, kitschigen Antikapitalismus ein, den alle drei Gesprächspartner kritisieren. Die Geschichte vom Fischer, der schon glücklich am Strand sitzt, steht für eine naive Kapitalismuskritik, die laut Weisbrod linke politische Optionen über Jahrzehnte verbaut hat.

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