Episoden
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Ausgabe Fuenfundsiebzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode dreht sich um den Hype um Künstliche Intelligenz und ChatGPT, den Lanz und Precht mit historischen Technologie-Revolutionen vergleichen: Edisons Glühbirne brauchte 40 Jahre, bis die Elektrifizierung wirklich durchschlug, und der Neue Markt um 2000 ließ alle an schnellen Reichtum glauben — bis die Blase platzte und das Internet erst danach seine wahre Macht entfaltete. Mit Anekdoten über EMTV, die Haffa-Brüder und Thomas Middelhoffs verpasste Chance mit Jeff Bezos zeichnen sie das Muster nach, das sich bei jeder großen Innovation wiederholt.
Der Tote, dem das Herz fehlt
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Eine Mutter schreibt einen verzweifelten Brief an die ZEIT: Ihr 27-jähriger Sohn Adrian Scott Torres starb 2018 im Iran, laut Leichenpass der Deutschen Botschaft in Teheran angeblich durch Erfrieren. Doch die Obduktion an der Uniklinik Frankfurt ergibt ein völlig anderes Bild — dem Toten fehlt das Herz. Redakteurin Amrei Kohn nimmt sich des Falls an und stürzt sich in eine zweieinhalbjährige Recherche, die den offiziellen Darstellungen fundamental widerspricht.
Herabschauen war gestern
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
In dieser Folge nehmen sich Ijoma Mangold und Nina Pauer die Netflix-Serie „Queer Eye
Ausgabe Vierundsiebzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Zum Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine ziehen Lanz und Precht eine ernüchternde Bilanz: Trotz hunderttausender Toter und Verletzter seien die tatsächlichen Opferzahlen auf beiden Seiten kaum verlässlich — Militärhistoriker Sönke Neitzel zufolge sei selbst die NATO über den Zustand der ukrainischen Armee schlecht informiert. Neben dem 24. Februar rückt ein zweites Schlüsseldatum in den Fokus: der 4. Februar 2022, als Putin und Xi Jinping bei den Olympischen Spielen in Peking ihre grenzenlose Freundschaft besiegelten — ein Moment, dessen Tragweite für den Kriegsverlauf noch immer unterschätzt werde.
Der Untergang des Nordreichs
Sabine Rückert & Johanna Haberer
Die Folge widmet sich dem judäischen König Usia, der mit 16 Jahren den Thron bestieg und 52 Jahre regierte — eine erstaunlich lange Herrschaft, in der er Philisterstädte eroberte, Zisternen in der Steppe grub und Jerusalem mit Türmen und kunstvollen Wurfmaschinen befestigte. Dabei ordnet die Episode Usias Erfolgsgeschichte in den größeren Bogen ein: Das Nordreich steht vor dem Untergang, und auch Judah wird nur einen kurzen Aufschub bekommen.
Ausgabe Dreiundsiebzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Ein Lob auf den Lokaljournalismus: Ausgehend von der Entdeckung des Nordkuriers entspinnt sich ein Gespräch über die überraschende Stärke regionaler Zeitungen und eine neue Generation engagierter Lokaljournalisten. Dann wird es persönlich — ein Artikel im Nordkurier hatte Prechts Schwärmerei über Brandenburg zur angeblichen Geißelung verdreht, woraufhin CDU-Fraktionschef Jan Redmann ihn ungehört als unerträglichen Klugscheißer beschimpfte.
Hadija Haruna-Oelker, wie schön ist die Differenz
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Hadija Haruna-Oelker spricht über Rassismus, Privilegien und die Sprache des Dürfens. Sie plädiert dafür, dass Deutschland als Nachkriegsgesellschaft die Emotionalität zur Rationalität dazuholt und jene Geschichten erzählt, die bisher verschwiegen wurden. Eindrücklich auch ihr Selbstbild als mutiger Feigling und ihre Auseinandersetzung mit der Frage, was Deutschsein überhaupt bedeutet.
Bringt unsere Mädchen zurück!
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Kriegsreporter Wolfgang Bauer berichtet über seine gefährliche Recherche im Nordosten Nigerias, wo die islamistische Gruppe Boko Haram Hunderte Schulmädchen verschleppte — ein Verbrechen, das 2014 unter dem Hashtag Bring Back Our Girls weltweit Aufmerksamkeit erregte, aber längst aus dem Bewusstsein verschwunden ist. Bauer schildert ein Land, das zwischen dem boomenden, christlich geprägten Süden mit seiner Filmindustrie Nollywood und dem abgehängten, zunehmend radikalisierten Norden auseinanderdriftet.
Vom Prinzen zum Influencer
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Die Episode nimmt sich das Medienphänomen Harry und Meghan vor — von der Netflix-Doku über Meghans Podcast bis zu Harrys 508-Seiten-Autobiografie „Reserve
Ausgabe Zweiundsiebzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Vom Weltwirtschaftsforum in Davos ausgehend diskutieren die beiden den grassierenden Pessimismus in Europa — von Antonio Guterres' Autobahn-in-die-Klimahölle-Metaphorik bis zu Niall Fergusons brutaler Diagnose, Europa sei ein elendes Museum. Daneben geht es um Frank Sierens Buch *Zukunft China* und die Frage, ob der europäische Kulturpessimismus mehr mit Mentalität als mit der Realität zu tun hat.