Das Superhirn
Sabine Rückert, Andreas Sentker
Sabine Rückert stellt in ihrer Serie 'Meine Helden der Justiz' einen Polizisten vor, den sie als den berühmtesten und besten Polizisten Deutschlands bezeichnet. Er diente unter drei Systemen – Kaiserreich, Weimarer Republik und NS-Staat – und hinterließ keine privaten Aufzeichnungen, nur polizeiliche Methodenbeschreibungen. Trotz seiner Bedeutung gibt es weder ein Denkmal noch eine Straße, die nach ihm benannt ist.
„Es war ein Polizist und zwar, wie ich finde, der berühmteste und beste Polizist, den Deutschland je hatte. Man hätte ihm ein Denkmal setzen müssen, das ist nie gebaut worden.“
Erwähnte Medien (9)
Helden der Justiz (Artikelserie in der ZEIT)
Sabine Rückert
Der Strafverteidiger Fritz Friedmann war ein eigenwilliger Jurist, der die Mächtigen seiner Zeit verteidigte und sich gleichzeitig gegen ihre Missbrauch von Macht stellte. Der Artikel porträtiert diesen schillernden Exzentriker als Teil von Sabine Rückerts Serie über beeindruckende Persönlichkeiten der Justizgeschichte. Friedmann wird als Anwalt dargestellt, der sich auch für ungewöhnliche oder triviale Fälle einsetzte – charakterisiert durch seine Prinzipientreue und seinen unbeugsamen Geist.
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:00:16 „Diesmal aus unserer kleinen heimlichen Serie Meine Helden der Justiz, Sabine, in der du über Menschen schreibst, die dich beeindruckt haben oder die große Dinge getan haben.“
Sabine Rückerts Artikelserie in der ZEIT, in der sie historische Persönlichkeiten der Justiz porträtiert – die Podcast-Folge basiert auf einem dieser Texte
Aufzeichnungen über polizeiliche Methoden
Ernst Gennert
Sammlung von Aufzeichnungen zu polizeilichen Methoden und Verfahren. Das Werk dokumentiert systematisch Vorgehensweisen und praktische Ansätze der Polizeiarbeit und dient als historische Quelle für die Erforschung von Sicherheits- und Ordnungsmechanismen.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:01:57 „Er selber hat auch keine Aufzeichnungen hinterlassen. Das heißt, er hat Aufzeichnungen hinterlassen. Ich habe sie auch zum Teil hier. Aber die beschäftigen sich alle mit polizeilichen Methoden und kein einziger Satz über sich selbst.“
Sabine Rückert beschreibt die Quellenlage zu Ernst Gennert. Er hinterließ zwar schriftliche Aufzeichnungen, doch diese behandeln ausschließlich polizeiliche Methoden und Vorgehensweisen – keinerlei persönliche Informationen. Rückert hat Teile davon vorliegen und nutzt sie als Recherchegrundlage für ihren Text.
Musik-und-Verbrechen-Folge über eine Thalliummörderin
Ein Podcast der Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen Host: Lise Gold Im Rahmen des Projekts "Schule in Balance" präsentieren wir den Podcast kön_gold. Der Podcast setzt sich in Form von Interviews, Talks oder Impulsen mit den Wunschthemen der Schüler:innen auseinander. So werden zum Beispiel der Umgang mit dem ersten eigenen Einkommen, Selbstwertgefühl, Ernährung im stressigen Alltag, Gesundheitsthemen, Entspannungstechniken und vieles mehr vermittelt.
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:17:17 „bei Musik und Verbrechen haben wir ja eine Taliummörderin vorgestellt und davon gab es einige“
Verweis auf eine Folge des Podcasts 'Musik und Verbrechen', in der eine Thalliummörderin vorgestellt wurde
Musik und Verbrechen
Podcast, der echte Kriminalfälle mit musikalischem Fokus untersucht. Behandelt faszinierende True-Crime-Geschichten wie die Taliummorde und deren kulturelle Hintergründe. Für Zuhörer, die sich für Crime-Stories und ihre musikalischen Verbindungen interessieren.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:26:00 „Ja, bei Musik und Verbrechen haben wir ja eine Taliummörderin vorgestellt und davon gab es einige und nicht zu knapp.“
Daniel Müller verweist auf eine frühere Folge des Podcasts 'Musik und Verbrechen', in der eine Taliummörderin vorgestellt wurde. Der Verweis dient als Kontext für die Beschreibung der Kriminalitätslage rund um den Ersten Weltkrieg.
Kommissar Gennat ermittelt
Regina Stürickow · 2021
1916 leidet Berlin unter den Folgen des Ersten Weltkrieges. Viele Männer sind an der Front, die Frauen kämpfen zu Hause ums Überleben. In Zeiten der Not haben Verbrechen besonders Konjunktur. Eine Frau ist ermordet worden. Ihre Leiche wurde in einem Reisekorb von Berlin nach Stettin geschickt. Der junge Reporter Max Kaminski, kriegsuntauglich, ermittelt zusammen mit Kommissar Ernst Gennat in Berlin-Mitte.
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:28:24 „Aber wer sich da heute dafür interessiert, kann von Regina Styrico, Kommissar Gennert ermittelt, sich das kaufen und da reinschauen. Da sind seine Fälle aufgezählt“
Sabine Rückert empfiehlt dieses Buch als Quelle über die Fälle von Ernst Gennat, das sie auch für ihre eigene Recherche genutzt hat
Kommissar Gennert ermittelt
Regina Styrico · 2024
1916 leidet Berlin unter den Folgen des Ersten Weltkrieges. Viele Männer sind an der Front, die Frauen kämpfen zu Hause ums Überleben. In Zeiten der Not haben Verbrechen besonders Konjunktur. Eine Frau ist ermordet worden. Ihre Leiche wurde in einem Reisekorb von Berlin nach Stettin geschickt. Der junge Reporter Max Kaminski, kriegsuntauglich, ermittelt zusammen mit Kommissar Ernst Gennat in Berlin-Mitte.
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:30:11 „Aber wer sich da heute dafür interessiert, kann von Regina Styrico, Kommissar Gennert ermittelt, sich das kaufen und da reinschauen. Da sind seine Fälle aufgezählt und die hat man heute vergessen. Also die Fälle kennt man heute nicht mehr.“
Sabine Rückert empfiehlt das Buch von Regina Styrico als zentrale Quelle für die Fälle des Kriminalkommissars Ernst Gennert. Das Buch dokumentiert Gennerts Ermittlungen in der Weimarer Republik, die heute weitgehend vergessen sind. Styrico recherchierte dafür monatelang in Archiven in Potsdam.
Babylon Berlin
Tom Tykwer / X-Filme · 2017
Rauschhafter Exzess und extreme Armut, Emanzipation und Extremismus stehen sich im Berlin der 20er-Jahre gegenüber. Für Kunst und Kultur sind es „Goldene Jahre“, gleichzeitig blüht das Verbrechen. Die deutsche Hauptstadt ist eine Weltmetropole voller Verlockungen und Abgründe. Noch ahnt kaum jemand, in welche Katastrophe der aufkommende Nationalsozialismus führen wird.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:31:20 „Babylon Berlin. Da kommt ja Gennart auch vor als Figur.“
Andreas Sentker erwähnt Babylon Berlin als Referenz für das Berliner Milieu der Weimarer Republik, über das sie gerade sprechen. Sabine Rückert ergänzt, dass Gennert dort als Figur vorkommt und die Darstellung auf den Recherchen von Regina Styrico basiert.
Aktenzeichen XY … ungelöst
Eduard Zimmermann · 1967
Mithilfe von Zuschauerhinweisen sollen ungeklärte Verbrechen im Rahmen der Öffentlichkeitsfahndung aufgeklärt werden. Dazu werden den Zuschauern in jeder Sendung drei bis sechs ungelöste Kriminalfälle in Form von etwa zehnminütigen filmischen Rekonstruktionen (Filmfälle) vorgestellt, in denen die polizeilich ermittelten Fakten veranschaulicht werden.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:35:24 „Und er hat immer wieder öffentlich aufgerufen zu großen Verbrechersuchen. Das ging bis dahin, dass er so eine Art XY ungelöst gemacht hat.“
Sabine Rückert vergleicht Gennerts Methode, die Öffentlichkeit über Fernsehstuben in die Verbrecherjagd einzubeziehen, mit der späteren ZDF-Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst. Der Fall des ermordeten Taxifahrers Herbert Taubel 1938 wird als Vorläufer dieses Formats beschrieben.
Unentdeckte Tötungsdelikte (Buch von Sabine Rückert)
Sabine Rückert · 2020
Das Sachbuch untersucht nicht entdeckte Tötungsdelikte in der Geschichte, mit Fokus auf Frauen als Täterinnen. Es behandelt die forensische Herausforderung, Mordfälle von Suiziden zu unterscheiden – eine Kernaufgabe guter Tatortarbeit, wie sie auch bei der Analyse historischer Kriminalfälle zentral ist.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:56:07 „Ich habe ja ein Buch geschrieben über nicht entdeckte Tötungsdelikte, da sind auch sehr viele Frauen dabei. Und das Thema nicht entdeckte Tötungsdelikte war ein ganz großes Thema auch für Gennert, weil er sagte, und das war deswegen wichtige Tatortarbeit, wir müssen Mordfälle von Suiziden unterscheiden, das ist manchmal gar nicht einfach.“
Sabine Rückert spricht über die hohe Zahl von Mörderinnen in der Weimarer Republik und die Schwierigkeit, Tötungsdelikte von Suiziden zu unterscheiden. In diesem Zusammenhang verweist sie auf ihr eigenes Buch über nicht entdeckte Tötungsdelikte, in dem ebenfalls viele Frauen als Täterinnen vorkommen. Sie zieht eine Parallele zu Ernst Gennerts Arbeit, der genau diese Unterscheidung als Kern guter Tatortarbeit betrachtete.