ZEIT Verbrechen – Die Knochenjäger
#250

Die Knochenjäger

ZEIT Verbrechen / 26. November 2024 / 3 Medien

Anne Kunze, Daniel Müller & Max Rauner

Der 85-jährige Schalk Haaland aus Trondheim sucht seit 1943 seinen im Krieg verschollenen Vater Erling Haaland — zuletzt gesehen als Fünfjähriger. Sabine Rückert begleitet ihn bei der Spurensuche mit forensischer DNA-Analyse, die bis in ein Hochregallager voller Leichen führt. Gemeinsam mit dem Physiker Max Rauner ordnen Anne Kunze und Daniel Müller ein, wie weit die Wissenschaft die Toten zurückholen kann.

„Das war übrigens meine erste und bis jetzt auch letzte Recherche, bei der ich eine Leiche gesehen habe.“
🗣 Sabine Rückert

Erwähnte Medien (3)

Woher weißt du das?

Woher weißt du das?

Max Rauner

Der Podcast der ZEIT WISSEN-Redaktion. Bringt Sie auf gute Gedanken. Alle zwei Wochen sonntags. Zum ZEIT WISSEN-Magazin -> www.zeit.de/zw-aktuell Zum Wissen auf zeit.de -> www.zeit.de/wissen Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT WISSEN-Magazin im Vorteilsabo: https://abo.zeit.de/zeit-wissen-magazin-vorteilsabo

🗣 Anne Kunze referenziert bei ⏱ 00:01:21 „Lieber Max, du bist Redakteur im Zeitwissen-Magazin und du hostest den Zeitwissen-Podcast Woher weißt du das? Wir freuen uns total, dass du heute da bist, lieber Max.“

Anne Kunze stellt den Gast Max Rauner vor und nennt dabei seinen Podcast beim Zeitwissen-Magazin. Es handelt sich um eine Vorstellung des Gastes, nicht um eine inhaltliche Empfehlung des Podcasts.

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Interview mit einer Paartherapeutin

Interview mit einer Paartherapeutin

Langzeitbeziehungen halten zusammen durch kleine tägliche Rituale und realistische Erwartungen. Der Artikel zeigt unterschiedliche Ansätze: Der 90-jährige Günter Schrader liest seiner Frau jeden Abend Gedichte vor, die New Yorkerin Molly Roden Winter lebt mit ihrem Mann in einer offenen Ehe und argumentiert, dass Partner nicht alles füreinander sein können. Die Paartherapeutin Janina Larissa Bühler hat 165.000 Menschen zu ihrer Beziehungszufriedenheit befragt und stellte fest, dass viele Paare nach zehn Jahren einen Tiefpunkt erleben – das ist aber normal und kein Fehler. Kinderlose Paare sind meist zufriedener als Eltern. Der gemeinsame Nenner bei Langzeitpaaren: kontinuierliche Zärtlichkeit, gegenseitige Akzeptanz und das Verständnis, dass Beziehungszufriedenheit ein Prozess ist, kein Dauerzustand.

🗣 Anne Kunze referenziert bei ⏱ 00:06:56 „Also ich habe mal ein sehr interessantes Interview gelesen vor vielen Jahren im SZ-Magazin mit einer Paartherapeutin, die gefragt wurde, was das große Geheimnis gewesen sei ihrer Ehe.“

Daniel Müller erinnert sich an ein Interview im SZ-Magazin, in dem eine Paartherapeutin zwei Grundvoraussetzungen für eine glückliche Ehe nannte: getrennte Wohnungen – auch mit Kindern – und einen wöchentlichen Geheimnistag, an dem keiner dem anderen erzählen muss, was er gemacht hat. Er bringt das als Anekdote ein, nachdem die Rede davon war, dass Schalk Haaland und seine Frau in getrennten Wohnungen leben.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung Details
A Artikel

Artikel über Leichenfledderei in Karelien

Ildar Dadin, ein 2015 zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilter Gefangener in der karelischen Strafkolonie Nr. 7, berichtet in einem Brief an seine Ehefrau über systematische Folter und Misshandlungen durch die Lagerverwaltung unter Leitung von Major Sergei Leonidowitsch Kossiev. Unmittelbar nach seiner Ankunft im September 2016 wurde Dadin wiederholt geschlagen, aufgehängt und mit Vergewaltigung und Tod bedroht, während die gesamte Gefängnisadministration laut seiner Aussage in ein korruptes System verwickelt ist. Dadin appelliert an die Veröffentlichung seiner Informationen, da er davon ausgeht, dass öffentliche Aufmerksamkeit seine Überlebenschancen erhöht, und warnt, dass ein möglicher Tod als Unfall oder Suizid verschleiert werden könnte, obwohl es sich um geplanten Mord handele. Der Bericht dokumentiert schwerwiegende Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen in einer russischen Strafkolonie und die verzweifelte Situation eines Häftlings unter drastischer Unterdrückung.

🗣 Daniel Müller referenziert bei ⏱ 00:09:48 „Mehr als 60 Jahre nach Kriegsende gab es einen Artikel in den Aftenposten und der hat den Fall ins Rollen gebracht. Da wurde berichtet über Leichenfledderei in Karelien. Das ist eine Region an der finnisch-russischen Grenze.“

Der Artikel in der norwegischen Zeitung Aftenposten von 2006 ist ein Schlüsselmoment der Geschichte: Er berichtete über Grabräuber, die in Karelien mit Metalldetektoren nach Kriegsrelikten suchten und NS-Memorabilia im Internet verkauften. Dieser Bericht alarmierte einen Politikwissenschaftler und führte letztlich zur Gründung der Kommission, die die sterblichen Überreste der norwegischen Soldaten bergen sollte.

Zum Artikel bei Memorial.de Details
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